Nachwuchs-Bundesliga

Ein bitterer Sonntag für den Nachwuchs von Phoenix Hagen

Stärkster Akteur mit 22 Punkten: Doch auch Emil Loch kann die 65:78-Niederlage der Juniors gegen Gießen nicht verhindern.

Stärkster Akteur mit 22 Punkten: Doch auch Emil Loch kann die 65:78-Niederlage der Juniors gegen Gießen nicht verhindern.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Es war ein bitterer Sonntag für den Nachwuchs von Phoenix Hagen: Die Juniors verpassten die Play-offs, die Youngsters sind sportlicher Absteiger.

Es war ein ganz bitterer Sonntag für den Nachwuchs von Phoenix Hagen: Durch eine 65:78 (30:31)-Niederlage gegen die Gießen 46ers verpassten die Juniors in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) die Play-offs und müssen in den Play-downs um den Ligaverbleib kämpfen. Diese haben die jüngeren Phoenix Youngsters schon hinter sich, nach der 46:83-Schlappe in Karlsruhe haben sie den Klassenerhalt in der Jugend-Bundesliga verpasst. Sie müssen nun darauf hoffen, dass der neue Jahrgang in den Qualifikationsspielen im Juni doch noch die JBBL erhält.

„Wir hätten sie schlagen können.“ Die Überzeugung, die Juniors-Coach Kai Schulze nach der Schlusssirene zeigte, hatte seinem Team in den 40 Spielminuten zuvor zunehmend gefehlt. Allzu sehr hatten sich die Hagener auf Würfe aus der Distanz verlassen, doch nur fünf von 30 Versuchen fanden ihr Ziel. Und mit fehlendem Wurfglück agierten die Gastgeber immer verzagter, verteidigten unaufmerksamer und leisteten sich unnötige Ballverluste. „Das war anders vorgesehen“, bemängelte Schulze die vielen Dreierversuche: „Offensiv haben wir es nicht geschafft, mit Härte abzuschließen. Wir waren zu weich, sind nicht in den Kontakt gegangen.“

Dabei überzeugten die Juniors zunächst mit starker Defensive, führten beim 24:15 (15.) noch klar. Erst kurz vor der Pause konterte Gießen mit einem 9:0-Lauf, Tim Köpples Dreier zum 30:31 sorgte für die erste Gästeführung. Beim 41:38 (25.) durch Gabriel Jung lag Phoenix wieder vorn, doch nach einer Auszeit trafen die Gäste plötzlich Dreier aus allen Lagen - acht von 14 in der zweiten Hälfte. Vor allem Nicolas Lagermann - 15 Punkte nach der Pause - tat den Juniors in Serie weh, spätestens sein 57:74 zweieinhalb Minuten vor dem Ende bedeutete die Entscheidung. Auch weil die Gastgeber, bei denen lediglich Emil Loch verlässlich punktete, 14 Distanzwürfe in Folge verpassten. Erst Henri Vaihinger traf eine Minute vor dem Ende wieder, beim 62:78 war das nur noch Ergebniskosmetik.

Phoenix Juniors: Schult, Menk (1), Wegmann (6), Vaihinger (7), Jung (9), Loch (22), Kolasinac (2), Waltenberg, Nürenberg (3), Schroeder, Fouhy (15).

In Karlsruhe ohne Chance

Ohne Chance waren die Phoenix Youngsters im Playdown-Rückspiel der Jugend-Bundesliga bei den PS Karlsruhe Lions. Nach der unglücklichen Hinspielniederlage nach zwei Verlängerungen verlor das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Alex Nolte diesmal mit 46:83 (24:49) und steigt erstmals aus der JBBL ab. Schon nach dem ersten Viertel lagen die Gäste, die keinen ihrer zehn Dreier trafen und 20 Ballverluste produzierten, klar mit 10:28 zurück.

Phoenix Youngsters: Nowak (13), Lönne (10), Pavljak (9), Maida (8), Iloanya (2), Siewert (2), Pradel (2), Orthen, Springer.

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