Basketball

Eine Abteilung verlässt Wetter

Vor dem Spiel gegen Haspe klatschen sich die Spieler der BG Harkortsee ab. Das bleibt auch nach der Trennung von der TGH Wetter so.

Vor dem Spiel gegen Haspe klatschen sich die Spieler der BG Harkortsee ab. Das bleibt auch nach der Trennung von der TGH Wetter so.

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter.  Nach dem Ausscheiden der TGH Wetter aus der BG Harkortsee haben sich alle aktiven Wetteraner Basketballer dem TSV Vorhalle angeschlossen.

Wenn in der kommenden Saison der Name BG Harkortsee in den Sporthallen in Westfalen fällt, ist nicht mehr die Basketball-Gemeinschaft gemeint, die in den vergangenen sechs Jahren Sportler aus dem Hagener Stadtteil Vorhalle und Wetter miteinander verbunden hat. Die Spielgemeinschaft ist nach dem Rückzug der TG Harkort Wetter Anfang des Jahres in der bisher bekannten Form Geschichte – der Name wird allerdings beibehalten.

Die Streitigkeiten zwischen den Vorständen bezüglich finanzieller Ungereimtheiten konnten zwar aus dem Weg geräumt werden, einen versöhnlichen Abschluss dieses Streit gab es aber nicht. Nach sechs gemeinsamen Jahren haben sich die Basketballer der TGH und des TSV Vorhalle getrennt. „Ab der neuen Saison treten wir als TSV aber weiterhin unter dem Namen BG Harkortsee an“, sagt Michael Jäger vom TSV Vorhalle. Die Veränderungen in der Kooperation finden also noch nicht einmal auf dem Papier statt, im Inneren der Spielgemeinschaft hat sich aber trotzdem eine Menge getan.

TGH-Mitglieder wandern zum TSV

Denn die wetterschen Basketballer möchten nicht mehr. Sie wollen in Zukunft versuchen, den Basketballsport wieder selbstständig in Wetter auf die Beine zu stellen. „„Wir möchten allen die Möglichkeit geben, sich in einer gemischten Gruppe für den Basketballsport zu begeistern. Eine gute Nachfrage ermöglicht es, wieder einen geregelten Trainingsbetrieb neu aufzubauen“, sagt TGH-Geschäftsführerin Sabine Schnarr auf der Homepage des Vereins.

Auf Seiten der Vorhaller bedauert Michael Jäger diesen Schritt. „Das war nicht in unserem Sinne, wir hätten die Kooperation gerne fortgeführt“, sagt der Vorsitzende der Basketballabteilung des TSV. Die Spiellizenzen liegen bei dem Verein aus Hagen, alle Teams der bisher bekannten BG Harkortsee werden wie gewohnt zusammen bleiben und unter dem Dach des TSV Vorhalle auflaufen. Was in den vergangenen Jahren unter den Sportlern zusammengewachsen ist, konnte auch durch den Rückzug der TGH nicht getrennt werden.

„Die Aktiven wollten zusammen bleiben und sich nicht auseinanderreißen lassen. Das zeugt von einem guten Zusammenhalt“, schildert Michael Jäger. Er rechnet mit 30 bis 40 Sportlern, die sich in diesem Zusammenhang in Wetter ab-und in Vorhalle angemeldet haben, wie viele Jugendliche zu dieser Zahl hinzu kommen, ist dabei noch nicht genau absehbar.

Das wiederum sorgt dafür, dass es nächstes Jahr keinen Basketball im Ligabetrieb in Wetter geben wird. Der von der TGH angestrebte Aufbau einer eigenen Abteilung, um wieder Mannschaften in den Wettkampfalltag zu bringen, dürfte einige Zeit dauern. So müssen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Wetter den Weg in andere Städte auf sich nehmen, um aktiv am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Für Helge Heisters vom TuS Wengern ist das keine Option. Er glaubt, dass die Sportart Basketball in Wetter weiterhin präsent sein muss. „Es wäre sehr schade, wenn der Sport in Wetter kaputt geht“, sagt er. Einen ersten losen Kontakt zur BG Harkortsee hat es schon gegeben. Inwiefern beide Vereine in der Zukunft kooperieren werden. hängt vor allem davon ab, wie sich die Situation bei der TGH entwickelt.

Es geht einzig um den Sport

Ein Konkurrenzangebot möchte der TuS Wengern nämlich nicht anbieten. Helge Heisters geht es einzig und allein um die Fortführung einer Traditionssportart in Wetter. „Wir vom TuS sind grundsätzlich bereit, unsere Unterstützung in diesem Zusammenhang anzubieten, damit es auch weiterhin in Wetter Basketball geben wird“, sagt Heisters.

Eine mögliche Kooperation der beiden Vereine müsste, bei fehlendem Angebot bei der TGH, erst noch weiter entwickelt werden. Konkrete Planungen gibt es diesbezüglich nicht. Die basketballerische Kompetenz müsste von Seiten der Vorhaller eingebracht werden. „Da haben wir keine Kompetenzen, das müsste vom TSV kommen“, sagt Heisters.

Doch bevor irgendetwas spruchreif wird, möchte der Vorsitzende des TuS Wengern erst die Entwicklung bei der TGH im Auge behalten. „Das Potenzial in Wetter ist in jedem Fall da“, weiß Michael Jäger. Dieses nicht zu nutzen, würde keinem etwas bringen – egal ob Kinder und Jugendliche demnächst BG, TG oder TuS hinten auf dem Trikot stehen haben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben