DHB-Pokal

Eintracht Hagen trotz 17:46-Pleite gegen Magdeburg zufrieden

Tim Stefan (am Ball) und die Eintracht Hagen taten sich gegen Magdeburgs Verteidigung um Piotr Chrapkowski schwer. Nur 17 Tore ließ der Bundesligist zu.

Tim Stefan (am Ball) und die Eintracht Hagen taten sich gegen Magdeburgs Verteidigung um Piotr Chrapkowski schwer. Nur 17 Tore ließ der Bundesligist zu.

Foto: Hubert Jelinek / Göttinger Sport Dienst

Göttingen.  Den Handballern von Eintracht Hagen gelingt die Pokal-Überraschung gegen Hamburg. Magdeburg macht mit dem Kriebel-Team jedoch kurzen Prozess.

Wenn ein Trainer nach einer Niederlage mit 29 Toren Unterschied zufrieden ist, mutet das schon seltsam an. Doch Ulli Kriebel hatte nach dem Pokalwochenende auch allen Grund dazu, zufrieden mit seiner Mannschaft zu sein. Was weniger an der 17:46-Pleite aus der Partie am Sonntag gegen den Bundesligisten SC Magdeburg lag, als vielmehr am Auftritt des VfL Eintracht Hagen einen Tag zuvor. Denn da setzte sich der Handball-Drittligist mit 30:29 gegen den Zweitliga-Aufsteiger HSV Hamburg durch und sicherte sich damit das Bonusspiel gegen den Mitfavoriten auf die Deutsche Meisterschaft.

„Das war ein richtig guter Härtetest”, sagt der neue Eintracht-Trainer nach den beiden Spielen im DHB-Pokal gegen Hamburg und Magdeburg. Wenige Tage vor dem Start in die neue Saison sieht der Übungsleiter seine Mannschaft voll im Saft, viele Abläufe und Abstimmungen funktionierten in Göttingen schon sehr gut. Dass sich das am Samstag auch im Ergebnis niederschlug, machte Kriebel natürlich besonders glücklich. Dass es zudem mit Kim Voss-Fels auch noch ein neuer Spieler war, der dafür sorgte dass die Hagener in die zweite Runde einzogen, freut den Hagener Trainer besonders. „Eine super Sache für ihn und das gesamte Team”, sagt Kriebel.

Ein Meilenstein

Wenige Sekunden waren gegen Hamburg noch zu spielen, als sich Voss-Fels nach einem Freiwurf in die Luft schraubte und über den HSV-Block in die kurze Ecke zum 30:29-Sieg traf. Der Jubel in der Folge war groß, für die Mannschaft war der Erfolg gegen den Zweitligisten der nächste Meilenstein vor dem Saisonbeginn.

Denn auch in den vergangenen Testspielen konnte der VfL schon beachtliche Ergebnisse einfahren. „Wir haben wieder das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Das freut mich natürlich besonders”, sagt Ulli Kriebel. Sein Team sollte vor allem im Angriff geduldig spielen und sich keine überhasteten Abschlüsse nehmen, was gegen Hamburg über weite Phasen schon gut gelang. Defensiv sah Kriebel dagegen noch Steigerungsbedarf. „In beiden Spielen hatten wir etwas Probleme mit der Abstimmung im Spiel gegen den Kreisläufer”, so der VfL-Trainer. Eben da möchte er in der kommenden Woche den Hebel anlegen. Es gilt vor dem ersten Spiel der neuen Saison noch etwas an der Feinabstimmung zu feilen.

Die Grenzen bekam die Eintracht dann einen Tag später aufgezeigt. „Magdeburg hat volles Brett gespielt und nie locker gelassen”, sagt Kriebel. Bis zum 9:5 für Magdeburg hielten die Hagener noch gut mit, doch in der Folge machte der Meisterschaftsaspirant ernst. Immer wieder scheiterte der VfL an der Defensive des SCM oder der dänische Nationaltorwart Jannick Green stand im Weg. Ein 11:0-Lauf sorgte in der Folge für klare Verhältnisse, beim 20:6 zur Pause war die Partie bereits entschieden.

Blick auf das erste Saisonspiel

„Vielleicht ist es ganz gut gewesen, dass der ein oder andere noch einmal gesehen hat, was möglich ist”, sagt Ulli Kriebel. Besonders verärgert wirkt er nach der 46:17-Niederlage gegen den ostdeutschen Traditionsverein nicht. „Mit dem besonderen Spirit aus dem Sieg über Hamburg wollen wir jetzt auch in die Saison gehen“, sagt Kriebel und richtet damit den Fokus auf den ersten Spieltag am kommenden Freitag gegen die Bergischen Panther ((19.30 Uhr, Krollmann Arena).

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