Basketball

Endlich haben Korbjäger des SV Haspe 70 auch Gold im Schrank

Die Ü40-Basketballer des SV Haspe 70 bejubeln den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Spieler der TSG Wiesloch (in Gelb) sind mit dem Vizetitel zufrieden. Fotos (2):Michael Kleinrensing

Die Ü40-Basketballer des SV Haspe 70 bejubeln den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Spieler der TSG Wiesloch (in Gelb) sind mit dem Vizetitel zufrieden. Fotos (2):Michael Kleinrensing

Hagen.   Bei den Deutschen Meisterschaften der Ü40-Basketballer war Gastgeber SV Haspe 70 nicht zu stoppen und sicherte sich souverän den Titel.

„Dreimal Silber, zweimal Bronze, es wurde Zeit, dass auch Gold in den Schrank kommt.“ Martin Wasielewski war gut drauf, als in der Hasper Rundturnhalle die deutschen Basketball-Meister 2019 der Alterkasse Ü40 geehrt wurden. „Ich bin jetzt 40 Jahre und zum ersten Mal Deutscher Meister. Eine Punktlandung also, ich freue mich riesig!“

Schön war es anzusehen, was die Hasper am Sonntag im Finale gegen die TSG Wiesloch ablieferten, spannend war das Spiel um den Titel allerdings nicht. Von Anfang an machten Bernd Kruel, der mit Frankfurt auch in der Bundesliga schon einmal nationaler Champion war, und Co. deutlich, wer Chef im Ring ist. Am Ende hieß es 80:21 für die von Michael Wasielewski gecoachten Siebziger. „Die Mannschaft hat sich in einen Rausch gespielt, alles ist hineingefallen“, so erklärte der Meistertrainer das klare Endresultat.

Lange Bank zahlt sich aus

Im ersten Spiel der zweitägigen Titelkämpfe waren die Hasper auf deutlich mehr Widerstand getroffen. Aufaktgegner DTV Charlottenburg, zu Recht als Mitfavorit gehandelt, lag nach dem ersten Viertel knapp vorn. Erst mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Gastgeber Vorteile verschaffen. „Am Ende hat es sich ausgezahlt, dass wir die längere Bank hatten“, waren sich die Wasielewski-Brüder, die beim SV70 gemeinsam das Regionalliga-Team coachen, einig. Als 59:48-Sieger gingen die Hausherren nach viermal sieben Minuten vom Feld.

Angesichts des großen Kaders konnten die Hasper, denen mehr Akteure zur Verfügung standen als auf den Spielbericht passten, auch in den folgenden Partien munter durchwechseln. Der MJC Trier war im zweiten Gruppenspiel kein echter Prüfstein, zog mit 36:68 den Kürzeren. Spannend wurde es noch einmal am Sonntagmorgen, denn der TSV Rosenheim war auch hochgehandelt worden. Allerdings brachten die Bayern eine Niederlage gegen Charlottenburg ins letzte Gruppenspiel mit. „Wir hätten uns also sogar eine knappe Niederlage leisten können“, so Michael Wasielewski, aber das wollte natürlich niemand.“ Mit einem 62:43-Erfolg ging’s in den Final-Spaziergang.

Natürlich auch zur Freude von Klub-Vize Uwe Plonka, der in seiner Eigenschaft als Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes die Siegerehrung vornahm. Gemeinsam mit Jochen Böhncker vom Deutschen Basketball Bund, für den Haspe kein Neuland war: „Hierhin komme ich immer wieder gerne, alles ist perfekt organisiert.“ Und weil auch die Ausbeute der Gastgeber perfekt war, sah man nur zufriedene Gesichter.

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