Regionalliga

Fritze und Opitz kehren als Stammkräfte zur BG Hagen zurück

Dynamisch zum Korb ziehen soll Sören Fritze (links, hier im Iserlohner Trikot im Duell mit Phoenix-Spieler Derreck Brooks) demnächst wieder für die BG Hagen.

Dynamisch zum Korb ziehen soll Sören Fritze (links, hier im Iserlohner Trikot im Duell mit Phoenix-Spieler Derreck Brooks) demnächst wieder für die BG Hagen.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   Sören Fritze und Yannick Opitz kehren zu Stammverein BG Hagen zurück, mit ihnen ist der BG-Kader für die Spielzeit 2018/19 nahezu komplett.

Bis zum letzten Sommer spielten die beiden Hagener gemeinsam für ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos, künftig sollen sie Punktgaranten bei Basketball-Erstregionalligist BG Hagen sein: Sören Fritze und Yannick Opitz kehren zu ihrem Stammverein zurück, mit ihnen ist der BG-Kader für die Spielzeit 2018/19 nahezu komplett. Nur die Importposition ist noch offen, mit US-Center David Golembiowski ist man indes über eine Rückkehr einig, wartet auf die Vertragsunterschrift. „Das wird eine höchst interessante Saison“, ist BG-Coach Kosta Filippou überzeugt, „wir werden eines der jüngsten Teams der Liga haben.“

2010 hat die BG Eigengewächs Yannick Opitz - damals 20 Jahre jung und in Doppellizenz auch im Erstliga-Kader von Phoenix - verabschiedet, acht Jahre später ist der exzellente Distanzschütze zurück im Filippou-Team. Nach den Karriere-Stationen Schwelmer Baskets, SVD Dortmund, Hertener Löwen und zuletzt - von 2014 bis 2017 - Iserlohn, ehe sich Opitz vor Jahresfrist auf Weltreise verabschiedete. Erste Bedenken, dass ein Comeback aus gesundheitlichen Gründen scheitern könnte, sind ausgeräumt, ein Knie-Spezialist hat mittlerweile Grünes Licht gegeben. „Ich hoffe, dass Yannick eine wichtige Rolle als Leistungsträger übernehmen kann“, sagt Filippou - damals wie heute BG-Coach: „Er ist nicht nur ein guter Schütze, mittlerweile bringt er auch viel Erfahrung mit.“

Nicht ganz so lange liegt der letzte Einsatz von Sören Fritze im BG-Trikot zurück, bis 2014 war der mittlerweile 23-jährige Hagener bereits vier Jahre für die Eilper aktiv. Gleichzeitig spielte der Aufbauspieler für die Phoenix-Juniors in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL), wurde dort 2013 als Saison-MVP ausgezeichnet. Bei Phoenix schnupperte er auch Bundesliga-Luft, was ihm danach - auch wegen eines Kreuzbandrisses - bei seinen Stationen in Ulm und Weißenfels nicht gelang. Anfang 2016 kehrte Fritze in die Region zurück, spielte in der ProB für Schwelm und Iserlohn (zuletzt 15,3 Punkte im Schnitt), ehe er es Anfang des Jahres noch einmal bei den Hamburg Towers in der ProA versuchte. „Die Idee, Sören zurückzuholen, gab es schon letztes Jahr“, sagt der BG-Trainer. Nun klappte es, da der Guard sich mehr auf eine berufliche Zukunft als angehender Immobilienmakler konzentriere. Filippou: „ProB in der Region wäre für ihn sicher noch möglich gewesen, aber Schwelm und Iserlohn kamen nicht infrage.“

Doppellizenzler fehlen zehn Mal

Opitz und Fritze sind im neuen BG-Team als Scorer gefragt, den Spielaufbau sollen vornehmlich die jungen Jasper Günther (19) und Tobias Wegmann (17) übernehmen. „Wir werden einen etwas anderen Basketball spielen als im letzten Jahr“, kündigt Filippou an, „auf den Positionen zwei und drei werden wir sehr klein spielen.“ Auch wenn auf die Drei bei Bedarf mit Marco Hollersbacher und Semir Albinovic zwei Zweimeter-Akteure rücken könnten. Wobei Filippou einschränkt: „Wir müssen sehen, wie wir mit der Situation der Doppellizenzler zurecht kommen. Mit Jasper und Marco werden wir ein anderes Team sein als ohne sie.“ In allen Heimspielen kann er auf die auch im ProA-Kader von Phoenix stehenden Günther und Hollersbacher zurückgreifen, in zehn von 13 Auswärtsspielen werden sie aber voraussichtlich fehlen. Das ist auch ein Grund, warum der BG-Coach bei der Benennung eines Saisonziels noch sehr vorsichtig ist: „Die Favoritenrolle für einen Aufstieg werden andere haben“, verweist Filippou auf Teams wie Giants Düsseldorf, Hertener Löwen oder Grevenbroich Elephants.

Saisonstart daheim gegen Dorsten

Sicher ist indes, dass die BG-Generation 2018/2019 nicht nur deutlich jünger, sondern auch regionaler als bisher sein wird. Mit voraussichtlich Golembiowski, auf dessen Zusage man zeitnah hofft, und Albinovic, der aber auch im September einen deutschen Pass erhält, fallen nur zwei Spieler nicht unter die demnächst gültige „Local-Player“-Regelung. EU-Spieler wie Milen Zahariev, Vytautas Nedzinskas oder Liam Carpenter - der Brite wäre eine Alternative bei einer Absage von Opitz gewesen - zählen nicht mehr zum Aufgebot, wenn die BG am 6. August die Saisonvorbereitung aufnimmt. Erstmals um Punkte geht es am 21. September, wenn die BG Dorsten in der Otto-Densch-Halle zu Gast sein wird. Filippou: „Darauf freue ich mich sehr.“

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