Tennis

Für den Herdecker TV stehen lauter Endspiele an

Spielführer Philip Spannagel und der Herdecker Tennisverein

Spielführer Philip Spannagel und der Herdecker Tennisverein

Foto: Mark Sonneborn

Herdecke.   In der Südwestfalenliga muss Herdecke mindestens zwei der vier Gegner hinter sich lassen, um den Abstieg zu vermeiden. Das wird nicht einfach..

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Dass die aktuelle Saison für die Südwestfalenliga-Mannschaft des Herdecker TV eine besonders schwierige wird, stand schon vor einigen Monaten fest: Der Westfälische Tennisverband teilte die Südwestfalenligen in jeweils zwei Fünfergruppen ein. Das bedeutet für den HTV: Nur vier Spiele, bei denen es gilt, wenigstens zwei Mannschaften hinter sich zu lassen, um den Abstieg in die Bezirksliga zu verhindern. Nach der Auftaktniederlage am ersten Spieltag beim TC Neheim-Hüsten sowie dem 6:3-Sieg am letzten Sonntag gegen den TC Gottfried von Cramm hat die Mannschaft von Spielführer Philip Spannagel eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen.

Durchmarsch denkbar

Am morgigen Sonntag trifft das Team vom Viadukt mit dem Lüdenscheider TV jedoch auf den absoluten Top-Favoriten auf den Aufstieg. „Es wird schwer, gegen Lüdenscheid etwas zu holen. Wenn sie in Bestbesetzung auflaufen, wüsste ich nicht, warum sie überhaupt ein Spiel in dieser Saison verlieren sollten“, ist sich auch Spannagel um die Schwere der Aufgabe bewusst. In ihrem ersten Saisonspiel gelang den Lüdenscheidern ein 6:3-Erfolg über den TC Neheim-Hüsten.

Sollte die Partie gegen den Favoriten verloren gehen, steigen wohl die Sorgen im Kampf um den Klassenerhalt. „Durch die wenigen Teams in der Liga wird es extrem eng. Zwei Mannschaften werden am Ende absteigen, da wird der direkte Vergleich entscheidend sein“, prognostiziert Spannagel. Im Falle einer Niederlage müsste der HTV dann am folgenden Wochenende gegen den TC Brilon gewinnen, um die Klasse zu halten. „Wenn man ein Spiel mal nicht in Bestbesetzung antreten kann, hat das schon schwerwiegende Folgen.“

Gleich am ersten Spieltag verletzte sich die nominelle Nummer fünf der Setzliste, Daniel Sokol, am Knie und wird für den Rest der Saison ausfallen. „Das ist natürlich extrem bitter für Daniel und das Team, da wir in diesem Jahr nicht so breit aufgestellt sind“, bedauert der HTV-Kapitän. Neben Sokol müssen die Herdecker in den kommenden beiden Begegnungen auch noch auf den schon länger verletzten Marcel Rüb verzichten. „Er hat sich im letzten Jahr einer Operation unterzogen und wird erst in der nächsten Saison wieder zum Team dazu stoßen“, erklärt Spannagel.

Auch Spitzenspieler Kazuya Komada wird gegen Lüdenscheid nicht antreten können. Der Japaner, der auf Stippvisite in Deutschland zu Gast war, flog in der vergangenen Woche wieder zurück in seine asiatische Heimat. Spannagel: „Unser Mitspieler Tim Gens hat ihn während eines Studienaufenthaltes vor einigen Jahren in den USA kennengelernt. Vergangene Woche hat er uns an Position eins ausgeholfen, das war wichtig für uns. Auch wenn er sein Einzel deutlich verloren hat, hat man im Doppel gesehen, dass der Junge richtig gut Tennis spielen kann.“

Wichtige Partie gegen Brilon

Gegen Lüdenscheid muss der Mannschaftskapitän voraussichtlich selbst an Position eins für Punkte sorgen. Desweiteren werden voraussichtlich der Österreicher Thomas Wild, Jan Beyer, Tim Gens und Tobias Meyer um die Siege kämpfen. „Entscheidender wird vermutlich das Spiel gegen Brilon sein. Die können wir schlagen, auch wenn es schwer wird. Wir wollen alles dafür tun, die Klasse zu halten“, so Spannagel.

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