2. Handball-Bundesliga

Für VfL Eintracht Hagen rückt der Abstieg näher

Gerangel um den Ball mit Daniel Mestrum, Sören Kress und Philipp Bauer (von links). Am Ende geht der VfL Eintracht wieder einmal leer aus, verliert beim HSV Hamburg klar mit 20:30. Foto:Leonie Horky/Witters

Gerangel um den Ball mit Daniel Mestrum, Sören Kress und Philipp Bauer (von links). Am Ende geht der VfL Eintracht wieder einmal leer aus, verliert beim HSV Hamburg klar mit 20:30. Foto:Leonie Horky/Witters

Hamburg.   Nach guter Gegenwehr in Halbzeit eins kommen Eintracht-Handballer in Hamburg noch mit 20:30 unter die Räder.

So wird das nichts mit dem Klassenerhalt! Trotz Anreise am Tag vor dem Spiel, was den Zweitliga-Handballern des VfL Eintracht Hagen bisher immer etwas Zählbares gebracht hatte, traten Trainer Niels Pfannenschmidt und seine Schützlinge am Sonntag die Heimreise aus Hamburg mit leeren Händen an. Und mehr noch: Mit einer 20:30 (13:15)-Niederlage ramponierten die Grüngelben ihr ohnehin schon schlechtes Torverhältnis weiter. Während die Eintrachtler die letzten drei Spielrunden von einem Abstiegsplatz aus angehen, feierte der gastgebende Handball Sport Verein den endgültigen Klassenerhalt.

Dass sie zuhause mittlerweile eine Macht sind, hatten die Hanseaten in den drei vorausgegangenen Heimspielen bewiesen, die sämtlich gewonnen wurden. Also sprach es durchaus für das Pfannenschmidt-Team, dass sich die Gastgeber vor 3365 Zuschauern im ersten Durchgang nicht absetzen konnten. Während Torwart Nils Dresrüsse wegen seines Muskelsfaserrisses nicht auf dem Spielbericht stand, war Jan-Lars Gaubatz wieder dabei. Der Toptorjäger des VfL Eintracht, der die letzten beiden Partien wegen einer Handgelenksverletzung verpasst hatte, lief mit bandagierter Wurfhand auf und war noch nicht wieder der alte. Es dauerte 19 Minuten, bis der Halbrechte den ersten von insgesamt drei Treffern zum 9:10 aus Hagener Sicht erzielte. Wenig später glich Daniel Mestrum zum 10:10 aus. Zwei Minuten vor der Pause (13:13) waren beide Teams weiter absolut auf Augenhöhe.

Aron Edwardsson weist seine Klasse nach

Nachdem Niklas Weller den HSV mit 14:13 nach vorne geworfen hatte, erhielt Eintracht-Rechtsaußen Dragan Tubic eine Zweiminutenstrafe. Aber auch in Unterzahl bot sich den Gästen die Chance, den Pausengleichstand zu erzielen. Doch ein Pass von Sören Kress landete beim Gegner, per Tempogegenstoß erzielte Dominik Axmann das 15:13. Es sollte ein Knacks sein, von dem sich das Pfannenschmidt-Team nicht mehr richtig erholte.

Mit den ersten beiden Treffern des zweiten Durchgangs verschafften sich die Hanseaten erstmals Luft (17:13). Ein letztes kleines Aufbäumen brachte den VfL wieder auf zwei Tore heran (17:15, 19:17), dann zog der HSV davon. Beim 23:17 (48.) war die Vorentscheidung gefallen. Während sich bei den Grüngelben technische Fehler im Spielaufbau häuften, bewies Hamburgs isländischer Nationalkeeper Aron Edwardsson, warum er als bester Torwart der Liga gilt. Dass der 29-Jährige viereinhalb Minuten vor Schluss (27:19) Platz für Marcel Kokoszka machte, zeigte an, dass die Partie gelaufen war. Der Rest war für die HSV-Galerie.

„Die erste Halbzeit war gut, die zweite bis zum 19:17 auch noch okay, danach haben wir wieder einmal den Faden verloren“, fasste Niels Pfannenschmidt das Geschehen zusammen. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir aus den letzten vier Partien sechs Punkte brauchen, daran hat sich nichts geändert.“ Zuhause wird noch gegen die Rhein Vikings und Ferndorf gespielt, auswärts beim designierten Meister Balingen-Weilstetten.

Eintracht: Mahncke; Brand, Kress (3), Tubic (2), Pröhl (3), Schmidt (4/3), Bergner, Waldhof, Gaubatz (3), Mestrum (2), Stefan (3), Toromanovic. - Tore Hamburg: Edwardsson (1), Tissier (4), Weller (2), Ossenkopp (1), Axmann (4/2), Bauer (4), Forstbauer (1), Rix (3), Wullenweber (7), Bergemann (2), Herbst (1).

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