Landesliga

Fußballer des SSV Hagen suchen dringend neuen Vorstand

 Bernd Schneider, Klaus Kaiser und André Hatting (von links) führen den SSV Hagen nur noch bis zum 19. Juni..

 Bernd Schneider, Klaus Kaiser und André Hatting (von links) führen den SSV Hagen nur noch bis zum 19. Juni..

Foto: SSV Hagen

Hagen.   Der SSV Hagen sucht dringend einen neuen Vorstand. Die Klubführung hat sich nur bis zum 19. Juni wiederwählen lassen, will danach zurücktreten.

Bei den Fußballern des SSV Hagen wird wieder dringend ein neuer Vorstand gesucht. Klaus Kaiser, Bernd Schneider und André Hatting - vor Jahresfrist in die Klubführung gewählt - erklärten bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des (Noch)-Landesligisten am Höing am Donnerstag gemeinsam ihren Rücktritt, weil ihnen die Unterstützung fehle. Und ließen sich in einer „turbulenten Veranstaltung“ (Kaiser) für den begrenzten Zeitraum bis zu einer eigens anberaumten weiteren Mitgliederversammlung am 19. Juni in ihren bisherigen Funktionen noch einmal wiederwählen. „Wir haben die Mitglieder aufgefordert, aus ihrer Mitte heraus in den nächsten sechs Wochen einen neuen Vorstand zu finden“, erklärte der 1. Vorsitzende Klaus Kaiser im WP-Gespräch und betonte: „Wir werden dann endgültig zurücktreten.“

Das gelte für ihn und für den 2. Vorsitzenden Bernd Schneider, was dieser auf Rückfrage bestätigte. Der auch als Jugendleiter fungierende Hatting habe signalisiert, so Kaiser, dass er in einem neuen Vorstand mitwirken würde, wenn die Mannschaft stimme. Auch Kaiser und Schneider würden sich im Hintergrund, etwa in einem Förderverein, weiter für den SSV engagieren. Aber nicht mehr in führender Position. „Das ist ein zweiter Vollzeit-Job, wenn man so wenig Unterstützung hat“, sagte Kaiser, auf vielfältige Bitten um Hilfe und Engagement habe es nur eine „sehr spärliche Resonanz“ gegeben: „Das ist nicht mehr vereinbar mit meiner beruflichen Situation, man reibt sich da auf.“ Und es reiche nicht, so Kaiser, wenn sich vier Vorstandsmitglieder fänden: „Man braucht eine Mannschaft von zehn bis 15 Leuten mit festen Aufgabenbereichen und klaren Strukturen.“

Abwicklung droht

Ende Juni 2018 hatten Kaiser, Schneider, Hatting und Kassierer Jörg Wrede - bei der Versammlung am Donnerstag nicht anwesend - den Vorstand übernommen, nachdem Ömur Turhan den SSV-Vorsitz nach fünf Jahren abgegeben hatte. Und in kurzer Zeit, nachdem fast alle Spieler des Landesliga-Kaders ablösefrei gegangen waren, ein neues Team aufgebaut und finanziert, das vor zwei Wochen abgestiegen ist. Planungen für die neue Saison liegen aktuell auf Eis, von einem Sponsorengespräch am Montag sei abhängig, ob man ein Bezirksliga-Team finanzieren könne. Plan B sei, in der Kreisliga anzutreten, mit der von Mario Kallweit und Mario di Campi aufgebauten Reserve als Basis.

Man habe solide Grundlagen geschaffen, so Kaiser, etwa in der im letzten Jahr aufgebauten Mitgliederverwaltung. „Wir werden in der Lage sein, den Verein - mit Ausnahme der übernommenen Altverbindlichkeiten - mit einer schwarzen Null zu übergeben“, sagte Kaiser. Es muss sich allerdings in sechs Wochen eine neue Klubführung finden, ansonsten drohe die Abwicklung des Traditionsvereins. „Ich hoffe, der gestrige Abend und die aufgezeigten Konsequenzen haben die Mitglieder wachgerüttelt“, sagte Kaiser. Und Schneider ergänzte: „Wenn die, die immer viel reden, auch was machen, sollte es funktionieren.“

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