2.Handball-Bundesliga

Gaubatz-Verlängerung soll für VfL Eintracht Zeichen sein

Will mit seiner Vertragsverlängerung bis 2022 auch ein Zeichen setzen: Jan-Lars Gaubatz, Toptorjäger des VfL Eintracht Hagen.

Will mit seiner Vertragsverlängerung bis 2022 auch ein Zeichen setzen: Jan-Lars Gaubatz, Toptorjäger des VfL Eintracht Hagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Vor dem Spiel in Hamburg hat Eintracht-Toptorjäger Jan-Lars Gaubatz bis 2022 verlängert. Torwart Niels Dresrüsse fällt verletzt aus.

Eigentlich kann am Sonntag nichts schiefgehen. Noch nie wenn die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen unter Trainer Niels Pfannenschmidt einen Tag vor einem Spiel angereist sind, haben sie verloren. Bereits am Samstag geht es nach Hamburg, wo am Sonntag um 15 Uhr das eminent wichtige Auswärtsspiel beim dortigen Handball Sport Verein ansteht. „Wir tun alles dafür, um möglichst gute Bedingungen für die entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Sportdirektor Michael Stock.

Dazu zählt auch die Personalie Jan-Lars Gaubatz. Der Rückraumrechte, mit 165 Treffern weiterhin Toptorschütze der Grüngelben, obwohl er die letzten beiden Partien wegen einer Handblessur verpasste, hat seinen ohnehin noch ein Jahr laufenden Vertrag bis zum Sommer 2022 verlängert. „Ligaunabhängig“, wie Stock betont, „das ist ein klares Bekenntnis zum Verein, mit dem wir auch ein Zeichen setzen wollen. Er ist auf und neben dem Platz eine wichtige Persönlichkeit, es ist nicht alltäglich, dass sich ein umworbener Spieler in einer solchen sportlichen Situation zum Verein bekennt. Wir sind sehr froh darüber!“

Sehr froh wäre Coach Pfannenschmidt auch, wenn er seinen durchschlagskräftigsten Akteur am Sonntag wieder beschwerdefrei einsetzen könnte. Doch das ist ungewiss. Nach einer Prellung war die Wurfhand zuletzt ruhig gestellt: „Es sind ja noch ein paar Tage bis zum Spiel“, regiert beim Eintracht-Coach das Prinzip Hoffnung.

Fragezeichen hinter Jonas Dell

Dies gilt nicht in einem anderen Fall. Für Torwart Nils Dresrüsse, der schon so manchen Punkt gerettet hat, ist die Saison vorzeitig beendet. Eine Verletzung, die sich der 29-jährige Schlussmann beim Spiel gegen den ASV Hamm (23:28) zuzog, erwies sich als Muskelfaseriss im hinteren Oberschenkel. „Er wird in dieser Saison nicht mehr spielen können“, darauf stellt sich Pfannenschmidt ein, „aber Tobi Mahncke ist ja auch ein guter Torwart.“ Als Zweitkeeper rückt Giuseppe Mossuto aus der Bundesliga-A-Jugend auf. Ein Fragezeichen steht hinter Jonas Dell, den Kreisläufer hat die Grippe erwischt. Unabhängig davon ob er rechtzeitig gesundet, fährt der A-Jugendliche Tom Bergner auch mit.

„Das sind natürlich alles andere als optimale Voraussetzungen“, weiß der Eintracht-Coach. „Aber egal: Wir müssen dieses Spiel gewinnen! Die, die dabei sind, werden alles geben.“ Das nehmen sich die Gastgeber, denen schon ein Punkt zum vorzeitigen Klassenerhalt reicht, sicher auch vor. Seine gute Form wies das Team von Trainer Torsten Jansen beim 30:24-Erfolg im letzten Heimspiel gegen Aufstiegsaspirant Coburg nach.

„Die haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Leuten. Es gibt eine klare Hierarchie“, hebt der Eintracht-Coach besonders den 38-jährigen Ex-Weltmeister Blazenko Lackovic, Abwehrchef beim HSV, und den Isländer Aron Edvardsson („für mich der beste Torwart der 2. Liga“) heraus.

Doch egal wie stark der Gegner vor der erwartet großen Kulisse ist: „Mit Mut und Entschlossenheit haben wir schon oft gezeigt, dass wir es können“, daran erinnert Niels Pfannenschmidt. Und die vorzeitige Anreise war bisher ja schon fast die halbe Miete.

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