Interview

Griffin spielt erstmals seit Aufstieg mit Phoenix Hagen wieder am Ischeland

Zu Beginn seiner Profi-Karriere vor zehn Jahren  lief Chase Griffin regelmäßig in die Ischelandhalle ein. Heute kehrt er mit den Crailsheim Merlins erstmals dahin zurück.

Foto: Michael KLEINRENSING

Zu Beginn seiner Profi-Karriere vor zehn Jahren lief Chase Griffin regelmäßig in die Ischelandhalle ein. Heute kehrt er mit den Crailsheim Merlins erstmals dahin zurück. Foto: Michael KLEINRENSING

Crailsheim.   Fast genau zehn Jahre nach dem Start seiner Karriere in Hagen spielt Chase Griffin mit Crailsheim am Ischeland, erstmals seit dem Aufstieg 2009.

Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass Chase Griffin seine Karriere als Basketball-Profi bei Phoenix Hagen gestartet hat. Und den Klub 16 Monate später als Spielmacher und Topwerfer in die Bundesliga führte, wo er eine weitere Saison spielte. Mit den Crailsheim Merlins kehrt er heute zum Zweitliga-Duell mit seinem Ex-Klub erstmals auf das Parkett der Arena am Ischeland zurück (20 Uhr). Zuvor sprach die WP mit dem mittlerweile 34-jährigen US-Amerikaner.

Nach einem Jahrzehnt spielen Sie erstmals wieder in Hagen. Ist es ein besonderes Spiel für Sie?

Chase Griffin: Vor zehn Jahren - wow, ich bin alt! Du denkst nie, dass es passieren wird, aber „Vater Zeit“ fängt dich schließlich. Er hat mich noch nicht ganz erwischt. Phoenix Hagen ist, wo ich meine Karriere begonnen habe - und ich hatte drei tolle Spielzeiten mit der Organisation. Ich habe dem Klub geholfen, in die Bundesliga aufzusteigen, und einige ganz besondere Leute auf dem Weg getroffen. Dieses Spiel ist seit einiger Zeit im Kalender eingekreist!

Es ist Ihr erstes Spiel in der Ischelandhalle, seit Sie 2009 mit Phoenix hier in die erste Liga aufgestiegen sind, oder?

Ja, so ist es. Ich war danach ein Jahr in Gießen und wir spielten am Ischeland, aber ich fehlte wegen einer Verletzung.

Im Sommer sind Sie aus familiären Gründen häufiger in Hagen und waren hier auch immer wieder als Spieler im Gespräch. Warum haben Sie nie mehr für Phoenix gespielt?

Ja, meine Frau Gianna und ihre Familie kommen aus Hagen, also besuchen wir es von Zeit zu Zeit. Das Basketballgeschäft ist etwas unbeständig, manchmal ist es schwer zu verstehen. Wenn ein Vertrag im Sommer endet, setze ich mich hin und wäge Optionen ab und bewerte die Zukunft mit meiner Familie und meinem Agenten. Und so versuche ich einfach, das zu tun, was für meine Familie am besten ist.

Sie haben in Gotha, Vechta und Crailsheim sehr stark in der ProA gespielt, aber nicht mehr in der Bundesliga. Passt die ProA besser?

Ich glaube, jetzt mit 34 und als Amerikaner passt die ProA besser für mich. Ich sollte versuchen, einen deutschen Pass zu bekommen, dann könnte ich definitiv noch eine Rolle in der Bundesliga spielen.

Klappt es in Crailsheim in dieser Saison mit dem Aufstieg?


Ich liebe unsere Mannschaft in dieser Saison und ich glaube, es gibt eine großartige Möglichkeit für uns, in die 1. Liga aufzusteigen. Wir sind so tief und talentiert auf jeder Position besetzt, alle Mannschaftsteile ergänzen sich. Wir haben das Rezept für Erfolg in dieser Liga.

Gegen Phoenix haben Sie vor kurzem noch gespielt. Was erwarten Sie am Freitag?

Wir haben gegen Phoenix in der Vorbereitung und vor ein paar Wochen gespielt - und hatten beide Male Probleme. Wir nehmen dieses Spiel aus vielen Gründen sehr ernst, auch weil Hagen ein potenzieller Gegner in den Playoffs sein könnte. Es ist ein robustes junges Team, das immer bestrebt ist zu gewinnen. Und ein neuer Trainer macht ein Team normalerweise noch hungriger. Sie sind wirklich gut im Schnellangriff und haben eine große Präsenz am Brett mit Alex Herrera, dazu Schützen von außen. Es ist schade, dass Dominik Spohr nicht antreten kann. Man spielt immer gerne gegen Mannschaften in deren Bestbesetzung.

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