Fußball

Gutes Feedback, schlechte Resonanz

Enttäuschende Resonanz für den adigo-Sportscup auf dem wetterschen Harkortberg.

Enttäuschende Resonanz für den adigo-Sportscup auf dem wetterschen Harkortberg.

Foto: Joel Klaas

Wetter.  Das Jugendturnier des FC Wetter ging wieder einmal ohne große Probleme über die Bühne. Einziger Wermutstropfen war die geringe Resonanz.

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„Es war erschreckend, wie wenig Leute vor allem zum Turnier der Minikicker da waren.“ Das Fazit von Peter Wießner nach dem adigo-Nachwuchsturnier beim FC Wetter fällt ernüchternd aus. Der Jugendgeschäftsführer des Harkortberg-Vereins ist jedoch niemand, der den Kopf so leicht in den Sand steckt: „Wir werden uns zusammen setzen und über Änderungen nachdenken, damit im nächsten Jahr wieder mehr Leute den Weg zu unserem Turnier finden“, erklärt er.

Die Tendenz war schon vor dem Turnier abzusehen: Nachdem vor einigen Jahren noch teilweise bis zu 100 Mannschaften am wetterschen Nachwuchs-Turnier teilnahmen, hätten sich in diesem Jahr lediglich knapp über 40 Teams angekündigt. Gründe für den deutlichen Teilnehmer-Rückgang findet auch Wießner spontan nicht. „Die Rückmeldungen der Vereine, Mannschaften und Trainer waren in den letzten Jahren immer positiv“, erklärt der langjährige Turnierleiter. „Normalerweise ist es vor allem bei den Minikickern so, dass die Kinder viele Familienangehörige mitbringen. Dieses Jahr war das leider nicht der Fall“, so Wießner ernüchtert.

Spontane Absagen kommen dazu

Neben dem ohnehin schon überschaubaren Teilnehmerfeld kamen an den Turniertagen dann auch noch spontane Absagen verschiedener Teams hinzu. „Bei den E-Junioren hatten wir am Samstag Nachmittag zum Beispiel nur noch fünf Teams. Ich weiß nicht, was bei den Vereinen los ist, dass sie so kurzfristig dann doch nicht teilnehmen wollen oder können“, so der FC-Offizielle.

Die Entwicklung der kurzfristigen Absagen stellt der Turnierorganisator jedoch schon seit Jahren fest: „Das ist nichts neues. Überall sieht man, dass Vereine kurzfristig absagen oder einfach nicht erscheinen. Das ist natürlich sowohl für den Veranstalter als auch die übrigen teilnehmenden Teams sehr schade“, so Wießner. Um der Negativentwicklung entgegen zu wirken, wird der Verein ab der kommenden Auflage Startgelder von den Vereinen einfordern, die sich für das adigo-Nachwuchs-Turnier anmelden. „Das ist unsere einzige Möglichkeit, die ganze Sache etwas verbindlicher zu machen“, erklärt Wießner.

Damit bei kommenden Auflagen des Fußballturniers wieder mehr Zuschauer den Weg zum Harkortberg finden, gibt es beim Veranstalter schon verschiedene Ideen: „Vielleicht organisieren wir im nächsten Jahr donnerstags ein Turnier für Ü32-Teams mit sechs bis acht Mannschaften“, verrät der Jugendgeschäftsführer des FC. „ Eine weitere Maßnahme wäre, das Turnier nur noch an zwei, statt bisher drei, Tagen stattfinden zu lassen.“

Wie das traditionsreiche Nachwuchs-Turnier im kommenden Jahr aussehen wird, entscheidet in den nächsten Wochen das Organisationskomitee des FC: „Wir werden uns zusammen setzen und über mögliche Verbesserungen sprechen“, kündigt der FC-Verantwortliche an.

Eigene Teams verhindern Reinfall

Dass das Turnier nicht zum großen Reinfall wurde, dafür sorgten in erster Linie die eigenen Jugend-Mannschaften des FC: Am Donnerstag belegte die D-Jugend der Rot-Weißen nach starker Vorrunde einen zufriedenstellenden vierten Platz. Die wetterschen E-Junioren holten sich am Samstag sogar den Turniersieg. Das Team von Coach Hakan Tiryakioglu blieb in allen vier Partien unbesiegt und sicherte sich mit zwölf Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 24:2 souverän den ersten Platz vor der SpVg Hagen 11. „Die Jungs haben es super gemacht und haben sich den Turniersieg verdient“, fand Wießner.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Wießner für die wieder einmal „tolle Mithilfe aller Eltern und Vereinsmitglieder. Die Organisation hat wunderbar geklappt“, so der FC-Offizielle. Auch die Rückmeldungen der teilnehmenden Vereine waren durchweg positiv: „Die Trainer und Eltern der anderen Vereine waren, wie ich gehört habe, total begeistert und wollen im wiederkommen“, so Wießner.

Am Verein selbst liegt es also nicht, das Turnier beweist seit Jahren große Routine in der Organisation. Wie sich diese Routine nun ändern wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

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