Phoenix Hagen

Hagener Fanclub „G-Blocker“ kann nichts mehr schocken

Andreas Glitsch (hinten rechts) und die G-Blocker blicken auf bewegte Geschichte des Hagener Basketballs zurück.

Andreas Glitsch (hinten rechts) und die G-Blocker blicken auf bewegte Geschichte des Hagener Basketballs zurück.

Foto: G-Blocker

Hagen.  Der Hagener Basketball-Fanclub „G-Blocker“ feiert 25-jähriges Jubiläum. Ein Vierteljahrhundert voller Aufs und Abs. Am Samstag wird gefeiert.

Als treuer Fan von Phoenix Hagen muss man nicht nur Leidenschaft und Begeisterung an den Tag legen können. Man muss auch Nerven wie Drahtseile haben. Niemand weiß das besser als Andreas Glitsch. Der 59-Jährige ist Geschäftsführer des bekannten Fanclubs „G-Blocker“, der in dieser Woche seinen 25. Geburtstag feiert. „Egal was passiert“, sagt Andreas Glitsch und lacht, „uns kann nichts mehr schocken.“

Es fällt nicht schwer, Glitsch diesen Satz abzukaufen. Immerhin mussten die Hagener Basketball-Fans in all den Jahren viel mitmachen. Glitsch denkt zurück: „Zusammenschluss von TSV und SSV Hagen, der Aufstieg, Umzug nach Hohenlimburg, zweimal Insolvenz. Welcher Fanclub in Deutschland kann das auf seine Fahne schreiben?“

Trotz allem ist die Mitgliederzahl der G-Blocker von Jahr zu Jahr gewachsen. Rund 40 Fans gehören dem Club an. „Es haben sich Freundschaften entwickelt, die bis heute anhalten. Aus heutiger Sicht war die Idee, nur Fans aufzunehmen, die wir länger kennen, goldrichtig. Raufereien gab und gibt es nicht“, sagt Glitsch. Auch außerhalb der Basketball-Saison ist der Fanclub aktiv. Am Ende der Spielzeit unternehmen die G-Blocker immer einen kleinen Urlaub. Das verwundert nicht, kann eine Phoenix-Saison doch auch für die Fans überaus anstrengend sein.

Insolvenz ein Schock

Ein Schock war für die G-Blocker die Phoenix-Insolvenz vor drei Jahren. Aber auch das haben die treuen Fans gemeinsam mit dem Klub durchgestanden. „Ich glaube, ich war damals jeden Tag in der Phoenix-Geschäftsstelle und habe versucht zu helfen. Das war schon eine schwierige Zeit“, sagt Andreas Glitsch. Allerdings sei die Brandt-Hagen-Pleite damals deutlich schlimmer gewesen. „Da wurde belogen und betrogen, das war hässlich“, erinnert sich Glitsch. Heute habe man wieder Vertrauen in den Verein. Das läge vor allem an der offenen Art von Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel, der den Klub 2016 übernahm. „Patrick hat mit offenen Karten gespielt und uns Fans miteingebunden. Das rechnen wir ihm hoch an“, sagt Glitsch.

Am Samstag wollen die G-Blocker die schlechten Zeiten ausblenden. Denn dann feiern sie ihr 25-jähriges Jubiläum im Café Halle (ab 18 Uhr). Zirka 50 Gäste werden erwartet. Einziger Wermutstropfen: Die G-Blocker verpassen ein Spiel „ihrer Mannschaft“, denn Phoenix spielt um 19.30 Uhr im Noma Cup bei den Iserlohn Kangaroos. „Wir hoffen, dass sie auch ohne uns gewinnen und der eine oder andere Spieler noch zu unserer Feier kommen kann.“ Und wenn nicht? Auch nicht schlimm. Schocken kann die G-Blocker sowieso nichts.

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