Fußball-Bundesliga

Hagener Niclas Thiede gibt Debüt in der Bundesliga

Der Hagener Niclas Thiede gab in Berlin sein Bundesliga-Debüt für den SC Freiburg.

Der Hagener Niclas Thiede gab in Berlin sein Bundesliga-Debüt für den SC Freiburg.

Foto: nph / Engler via www.imago-images.de / imago images/Nordphoto

Freiburg/Hagen.  Zweiter Hagener in der Fußball-Bundesliga: Torwart Niclas Thiede gab sein Debüt für den SC Freiburg, wurde bei Union Berlin (0:2) eingewechselt.

Hagen hat einen zweiten Spieler neben Paderborns Christopher Antwi-Adjej in der Fußball-Bundesliga. Bei der 0:2 (0:1)-Niederlage des SC Freiburg bei Union Berlin gab Torhüter Niclas Thiede sein Erstliga-Debüt für die Gäste, als er nach 22 Minuten für den verletzten SC-Stammkeeper Alexander Schwolow eingewechselt wurde. „Eine unfassbare Erfahrung, leider mit dem falschen Ergebnis“, bekannte der 20-Jährige nach dem Spiel an der Alten Försterei.

Auf der Bank des Teams von Trainer Christian Streich hatte Niclas Thiede in der Saison-Anfangsphase bereits gesessen, weil der etatmäßige Ersatz-Torhüter Mark Flekken länger verletzt ausgefallen war und der Verein den dritten Torhüter Constantin Frommann an Sonnenhof Großaspach ausgeliehen hatte. Dass Thiede, vor einem Jahr vom VfL Bochum nach Freiburg gewechselt und dort vornehmlich bei der U23 in der Regionalliga-Reserve eingesetzt, am Samstag mit dem Bundesliga-Team nach Berlin reiste, hatte sich aber erst kurzfristig ergeben. Denn Flekken hatte die Reise in die Hauptstadt wegen eines Infekts nicht antreten können. Und als dann nach dem frühen 0:1 sich Stammkeeper Schwolow beim Abstoß den Oberschenkel zerrte und nach kurzer Behandlungspause passen musste, schlug Thiedes große Stunde.

Nach seiner Einwechslung stand der junge Hagener direkt im Blickpunkt: Ein vermeintliches Kopfballtor von Berlins Sebastian Andersson wurde nicht gegeben, weil er sich bei Thiede aufgestützt hatte. In der Folge war er gleich mehrfach gefordert - und lieferte. Direkt nach seiner Einwechslung, als der deutsche U20-Nationaltorhüter vor Berlins Christian Gentner rettete. Oder kurz vor der Pause, als nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld Union-Mittelstürmer Marcus Ingvartsen zum Kopfball kam, Thiede aber schnell abtauchte und mit einer Hand parierte.

Unglücklich beim Gegentor

Auch nach dem Wechsel verhinderte der Hagener gegen Andersson, der nach einem Pass in den Fünfmeterraum rauschte, mit starkem Reflex ein Berliner Tor. In der nächsten Szene zwei Minuten später sah Thiede allerdings nicht so glücklich aus, als er etwas zu weit vor seinem Tor stand - und Ingvartsen dies mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze zwischen Thiedes ausgestreckten Arm und die Torlatte zum entscheidenden 2:0 im mit 22.012 Zuschauern ausverkauften Stadion nutzte. Dennoch wurde Thiede von seinen Mitspielern gelobt. „Niclas hat seine Sache sehr gut gemacht“, sagte Freiburgs Kapitän Christian Günther nach Spielende.

Der Hagener hatte angesichts des Gegentors zwiespältige Gefühle. „Das ist bitter“, sagte Niclas Thiede nach Spielschluss in die TV-Kameras: „Einerseits bin ich glücklich, dass ich mein Spiel bekommen habe, andererseits auch traurig.“ Und schickte per Instagram noch beste Genesungswünsche an „schwolli1“ - an Stammtorhüter Alexander Schwolow.

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