Bundesfinale

Hagener THG-Jungs wird Medaille in letzter Sekunde entrissen

Trainer, Lehrer und mitgereiste Eltern freuen sich mit den THG-JungenLiam Pauli, Jan Wiedemann, Jordan Iloanya, Sebastian Orthen, Tim Wiedemann, Ben Longerich, Felix Buczkowski, Jan Wiedemann und Finn-Luca Philipp (unten von links) über das Erreichen des Halbfinales in Berlin.

Trainer, Lehrer und mitgereiste Eltern freuen sich mit den THG-JungenLiam Pauli, Jan Wiedemann, Jordan Iloanya, Sebastian Orthen, Tim Wiedemann, Ben Longerich, Felix Buczkowski, Jan Wiedemann und Finn-Luca Philipp (unten von links) über das Erreichen des Halbfinales in Berlin.

Foto: Theodor-Heuss-Gymnasium

Hagen/Berlin.   „Neun kleine Helden“, nennt Trainer Tobit Schneider die Jung-Basketballer des THG. Sie erreichen in Berlin das Halbfinale, verpassen Bronze knapp

Sechs Jahre waren sie nicht in der Hauptstadt, jetzt haben sie sich wieder in den Kreis der deutschen Basketball-Elite gespielt. Beim Bundesfinale des Schul-Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin erreichten die Jungen des Hagener Theodor-Heuss-Gymnasiums das Halbfinale, wurden erst hier von Titelfavorit Berlin gestoppt. Und verloren auch das Spiel um Platz drei gegen Ulm hauchdünn in letzter Sekunde mit 30:31. „Wir hätten mit einer Medaille heimkehren können“, betonte Trainer Tobit Schneider und hob hervor: „Das sind neun kleine Helden. wenn man die Fördermöglichkeiten der anderen Mannschaften sieht. NRW ist ja nicht mehr so stark auf der Landkarte der Basketball-Talente vertreten.“

In der Sporthalle der Mierendorff-Grundschule brachte Jordan Iloanya das THG im entscheidenden Zwischenrunden-Spiel gegen das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg zwar in Führung, dann dominierten aber die Franken. Beim 2:14 und 4:22 (7. Minute) sah es nicht nach einem Hagener Sieg und dem Erreichen des Halbfinales aus. Doch bis zur Pause verkürzten Finn-Luca Philipp und Co. noch auf 20:30, nach dem Wechsel dominierten sie dann klar. Per Dreier führte Felix Buczkowski das THG auf 31:32 heran, nach dem 33:37 brachte eine finale 11:0-Serie den Hagenern dann den 44:37-Sieg. Und den Sprung unter die besten Vier. „Das war ein Drama im ersten Zwischenrundenspiel“, sagte Schneider, der die Mannschaft gemeinsam mit Phoenix-Co-Trainer Alex Nolte coachte, „aber das Halbfinale haben wir sicher.“

Keine Chance gegen Berlin

In der zweiten Zwischenrunden-Partie gegen das Anna-Essinger-Gymnasium Ulm ging es nur noch darum, gegen wen man das Halbfinale zu bestreiten hatte. Das THG verlor mit 25:45 (8:24), war nur in der zweiten Hälfte auf Augenhöhe. „Das war verdient, aber auch einkalkuliert, denn beide Halbfinalgegner waren ähnlich stark“, bekannte Schneider, „wir haben den Akteuren Spielzeit gegeben, die zuvor nicht so zum Zug kamen.“

Ohne jede Chance war das THG dann im Halbfinale in der größeren Sömmering-Halle gegen das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin. Zur Pause lagen die jungen Hagener 15:26 zurück, am Ende - nach einem Berliner 15:0-Lauf - hieß es 23:50. „Das war körperlich eine ganz andere Welt, das waren große Hauptstadt-Jungs“, räumte Schneider an, dessen Team an Ende von zwei „extrem langen“ Tagen dann noch das Spiel um Platz drei erneut gegen Ulm bestreiten musste. Und sich nach 13:18-Pausenrückstand herankämpfte. Philipp besorgte per Dreier zum 30:29 fünf Sekunden vor dem Ende sogar die erste THG-Führung. Doch mit der Schlusssirene traf Ulm, die Medaille war weg. „Aber die Jungs haben nochmal richtig coole Moral bewiesen“, betonte Schneider.

THG: Liam Pauli (3 Punkte gegen Würzburg/3 gegen Ulm/0 gegen Berlin/0 gegen Ulm), Finn-Luca Philipp (21/5/7/10), Jordan Iloanya (12/3/7/5), Felix Buczkowski (5/2/6/5), Sebastian Orthen (3/6/3/8), Lukas Langermann (0/2/0/2), Jan Wiedemann (0/4/0/0), Tim Wiedemann, Ben Longerich

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