FUSSBALL

Halbfinal-Drama ebnet FC Wetter den Turniersieg

Ballzauberer: Der technisch starke Sercan (links) zeigt beim WAZ-Pokal in der Glückaufhalle in Niedersprockhövel sein Können. In ihrem Auftaktspiel gegen die DJK Märkisch Hattingen (in Orange) setzten sich die Wetteraner mit 9:1 durch. Einen Tag und sechs Spiele später bejubelte der FC den Turniersieg.

Ballzauberer: Der technisch starke Sercan (links) zeigt beim WAZ-Pokal in der Glückaufhalle in Niedersprockhövel sein Können. In ihrem Auftaktspiel gegen die DJK Märkisch Hattingen (in Orange) setzten sich die Wetteraner mit 9:1 durch. Einen Tag und sechs Spiele später bejubelte der FC den Turniersieg.

Foto: Bastian Haumann

Wetter/Sprockhövel.   Bezirksligist erzielt an zwei Tagen 39 Treffer. Sercan Er überzeugt nicht nur im Finale als Vollstrecker.

39 Treffer in zwei Tagen – der FC Wetter hat beim WAZ-Pokal in Sprockhövel fast so viele Tore erzielt wie in den 15 Spielen der bisherigen Bezirksliga-Saison (47). Bei der 29. Auflage des stark besetzten Hallenfußball-Turniers in der Glückauf-Sporthalle brachte nicht zuletzt die Abschlussstärke den Wetteranern den verdienten Sieg. „Durch den Futsal-Modus und mit den Banden drumherum können auch viele Tore fallen“, sagt FC-Trainer Markus Dönninghaus. Im Endspiel über zweimal zehn Minuten schlug sein Team die SG Welper, Tabellenzweiter der Bezirksliga-Staffel 10. Die Finalspiele im Überblick:

Halbfinale

TSG Sprockhövel – FC Wetter 6:7 (nach Neunmeterschießen). In der Vorschlussrunde scheiterte der Ausrichter Sprockhövel am späteren Turniersieger im Neunmeterschießen. Wie so oft bei diesem Turnier kam die TSG gut ins Spiel, baute dann aber auch wieder stark ab. Nach 30 Sekunden hatte Patrick Dytko das 1:0 für den Oberligisten erzielt. Wetter glich aber in der dritten Minute aus. Knackpunkt des Spiels war sicherlich die Rote Karte, die sich TSG-Torwart Sven Möllerke in der fünften Minute durch eine Notbremse einhandelte. Für den Rest des Spiels hütete dann Sprockhövels Co-Trainer Martin Klinge das Tor. In Unterzahl hatte die TSG durch Claus die Riesenchance zum Führungstreffer, doch Claus brachte den Ball nicht über die Linie, und im Gegenzug erzielte Wetter durch Sercan Er das 2:1.

Danach ging es hin und her. 2:2 durch Elsamed Ramaj, dann wieder die Führung für Wetter und anschießend der Sprockhöveler Ausgleich. Die TSG ging dann sogar durch Ramaj mit 4:3 in Führung, als der FC wegen einer Zwei-Minuten-Strafe für Sercan Er wegen Grätschens in Unterzahl agierte. Doch 20 Sekunden vor Schluss gelang Wetter durch Er der Ausgleich zum 4:4, Hakan Türkmen hatte von links perfekt vorgelegt. Im Neunmeterschießen scheiterte dann Demir beim ersten TSG-Versuch an Wetters Torwart Florian Ricken, die Schüsse der Harkortstädter saßen allesamt – und der Rekordsieger war ausgeschieden.

„Das Halbfinale war eines der spannendsten Spiele des Turniers“, resümierte FC-Coach Markus Dönninghaus. Und der FC-Vorsitzende Fatih Esbe meinte: „Das Halbfinale war knapp. Aber wenn du im Neunmeterschießen keinen Torwart drin hast, bist du sicherlich im Nachteil.“

Spiel um Platz drei

TSG Sprockhövel – SC Obersprockhövel II 7:6 (nach Neunmeterschießen). Eine Paarung, die man sich eigentlich für das Endspiel vorgestellt hatte, allerdings mit Beteiligung der Obersprockhöveler Erstvertretung. Doch die Überraschung des Turniers war sicher der in der Kreisliga A angesiedelte SCO II, der dem Oberligisten TSG Sprockhövel auch im Spiel um Platz drei alles abverlangte. Justin Küpper brachte den Außenseiter in Führung, danach unterlief der TSG ein Eigentor, doch kurz vor der Pause verkürzte Patrick Dytko auf 1:2.

In der zweiten Halbzeit ging es dann richtig hoch her. Fabian Voshage traf für den SCO, Max Claus und Patrick Dytko für die TSG. 30 Sekunden vor Schluss dann das 4:3 für die TSG durch Elsamed Ramaj, doch fünf Sekunden vor Schluss glich Alexander Valdix für Obersprockhövel aus. Im Neunmeterschießen war die TSG dann die glücklichere Mannschaft.

Das Finale

FC Wetter 10/30 – SG Welper 4:3. Der FC Wetter hatte es im Finale der beiden einzigen ungeschlagenen Teams extrem eilig. Nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff stand es auch schon 1:0. Direkt nach dem Anstoß wurde der Ball auf die rechte Seite zu Sercan Er gespielt – und der wuchtete die Kugel gleich ins Netz. Als Sercan Er nach fünf Minuten auf 2:0 erhöhte, sah es für Welper nicht allzu gut aus. Doch am Finaltag des Turniers um den WAZ-Pokal hatte es zuvor schon einige verrückte Spiele gegeben. Die Wetteraner waren also gewarnt, und Welper gab sich noch nicht geschlagen. Noch vor der Pause verkürzte Florian Pemöller in Überzahl für Welper auf 1:2.

Doch der FC Wetter war bei der 29. Auflage des Turniers einfach nicht zu knacken. Hakan Türkmen erzielte nach dem Wechsel das 3:1. Welper bäumte sich dann noch einmal auf, und mit seinem zwölften Turniertor verkürzte Sidney Rast auch wieder auf 2:3. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Mit dem 4:2 sorgte Wetters Sercan Er mit seinem dritten Endspieltreffer für die Vorentscheidung. „Er war mindestens im Finale der herausragende Spieler“, lobte Markus Dönninghaus. Welper gelang durch Tolga Dilek 30 Sekunden vor Schluss zwar noch der Anschlusstreffer, doch der FC verteidigte ballsicher den Turniersieg.

>> FC BLEIBT ALS EINZIGES TEAM UNGESCHLAGEN

Im Viertelfinale besiegte der FC Wetter den SV Bommern mit 5:1. In der Vorrunde war der FC mit einem 9:1 über DJK Märkisch Hattingen ins Turnier gestartet. Es folgten Siege gegen TSG Sprockhövel II (4:0), VfB Schwelm (6:1) und SV Herbede (4:3).

Tarkan Türkmen traf am ersten Tag neunmal. Wegen Kniebeschwerden pausierte er danach.

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