Handball

Herdecke hat den Aufstieg in eigener Hand

Kai Reuter (rotes Trikot, Nummer 9) sicherte seiner HSG Wetter/Grundschöttel mit zwei späten Toren den wichtigen Sieg gegen Recklinghausen.

Kai Reuter (rotes Trikot, Nummer 9) sicherte seiner HSG Wetter/Grundschöttel mit zwei späten Toren den wichtigen Sieg gegen Recklinghausen.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Wetter/Herdecke.   Teams aus Wetter halten Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben. HSG-Damen in der Relegation

Am Ende zählt es, und am Ende sind die Handballer aus Herdecke und Wetter da. Aus drei Spielen holten die Teams von der HSG Wetter/Grundschöttel und der HSG Herdecke/Ende drei Siege und erhalten so alle Chancen auf das Erreichen der jeweiligen Saisonziele am Leben. Für die Herren ist am letzten Spieltag der Bezirksliga Spannung garantiert; die Damen aus Wetter haben dagegen die Qualifikation für die Relegation in der Tasche und müssen nun nachsitzen für den Klassenerhalt.

Ein Sieg musste her für die Landesliga-Damen der HSG aus Wetter, um den Sprung in die Relegation aus eigener Kraft zu schaffen – und der gelang. Beim Tabellenvierten DJK Westfalia Hörde gelang ein hart erkämpfter 29:26 (13:17)-Sieg, der für die Verlängerung der Saison in Form einer Relegationsrunde sorgt. „Die Mädels haben heute eine tolle Moral bewiesen”, sagt Trainer Gerlitzki nach dem Spiel, in das seine Mannschaft denkbar schlecht gestartet war. 0:4 stand es nach einer nervösen Anfangsphase, doch in der Folge kamen die Wetteranerinnen immer besser in die Begegnung und präsentierten sich den Gastgeberinnen auf Augenhöhe. Bis zur Pause konnte sich Hörde aber wieder absetzen, erst im zweiten Durchgang übernahm die Gerlitzki-Sieben dann das Kommando.

Grund dafür war vor allem die in der zweiten Halbzeit deutlich verbesserte Defensive mit einer starken Denise Wieczorek im Tor. Dennoch blieb es bis in die Schlussphase ein enges Spiel. Erst mit dem Treffer zum 28:24 kurz vor dem Spielende kehrte die Gewissheit ein, dass die HSG nun drei weitere Chancen auf den Liga-Verbleib bekommt.

In den kommenden drei Wochen geht es nun gegen die Drittletzten der anderen Landesliga-Staffeln. „Wenn wir die Leistung aus dem Spiel gegen Hörde zeigen, haben wir eine Chance”, so Gerlitzki.

Matchball zum Aufstieg in Attendorn

Möglichst ohne Relegation möchte der Herren-Bezirksligist HSG Herdecke/Ende am kommenden Wochenende in die Landesliga aufsteigen. Die Chancen darauf erhielten sich die Herdecker durch einen 38:25 (19:15)-Sieg über den VfL Eintracht Hagen IV, und so kommt es am letzten Spieltag zum Showdown gegen die SG Attendorn-Ennest, die aktuell noch den Relegationsplatz inne hat.

Gegen die mit einigen Spielern verstärkte Hagener Viertvertretung ließ die Mannschaft um Trainer Stephan Hellwig nicht viel zu und sorgte mit einem 6:1-Lauf anfang der zweiten Halbzeit für die Entscheidung. „Ja, ganz okay”, sagte ein sichtlich zufriedener Hellwig nach der Partie schmunzelnd zu der Leistung seines Teams beim ungefährdeten Erfolg. Schnell kann jetzt der Fokus auf das Spiel am Samstag in Attendorn gerichtet werden, bei dem die Herdecker den direkten Aufstieg in die Landesliga perfekt machen können.

Wetter hofft aus Schützenhilfe

Auf Schützenhilfe ist dagegen die HSG Wetter/Grundschöttel angewiesen. Was angesichts der aktuellen Serie des Bezirksligisten eine fast unglaubliche Situation ist, schließlich ist das Team von Trainer Nils Krefter seit sechs Spielen unbesiegt und holte dabei starke 8:2 Punkte. Auch am Wochenende gewann Wetter bei der bereits abgestiegenen SG Suderwich. Kai Reuter war der gefeierte Mann bei der HSG, denn er sorgte mit den beiden Treffern in den letzten 15 Sekunden für den Sieg in Recklinghausen.

Reuter sorgt für umjubelten Sieg

Lange Zeit kontrollierte die Krefter-Sieben das Spiel, zehn Minuten vor Ende führte Wetter mit drei Toren. „Danach sind wir nervös geworden und haben das Spiel aus der Hand gegeben”, so Nils Krefter. Suderwich übernahm fünf Minuten vor Spielende die Führung und hielt diese bis in die Schlussminute, ehe Marc Bonnermann beim 30:30 für den Ausgleich sorgte. Und dann kam Kai Reuter, der zweimal hintereinander den Ball eroberte und per Tempogegenstoß für den viel umjubelten Sieg sorgte.

Am letzten Spieltag sind diverse Konstellationen für die HSG möglich: Ein Heimsieg gegen den sich noch im Rennen um den Relegationsplatz befindlichen Wittener TV ist aber Pflicht. Die Wittener benötigen wie die HSG einen Sieg, um ihr Saisonziel zu erreichen – so wie eigentlich alle Mannschaften aus Wetter und Herdecke.

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