Fußball-Landesliga

Hohenlimburg 10 feiert mit Sektfontänen, Humba und Feuerwerk

Sektfontäne durch Dominic da Costa: Den Westfalenliga-Aufstieg hat sich das Team des SV Hohenlimburg 10 verdient. Foto:Fabian Sommer

Sektfontäne durch Dominic da Costa: Den Westfalenliga-Aufstieg hat sich das Team des SV Hohenlimburg 10 verdient. Foto:Fabian Sommer

Hohenlimburg.   Müdes 1:1 beim Saisonfinale gegen den BSV Menden ist beim künftigen Westfalenligisten nebensächlich. Am Ende vier Punkte Vorsprung.

Bierduschen, Humba und ein Feuerwerk des Zehner-Fanclubs „Black Elite“ - die Meisterfeier des SV Hohenlimburg 1910 hatte einiges zu bieten. Mit einem müden 1:1 (0:0) gegen den BSV Menden krönten die Zehner am letzten Spieltag der Landesliga ihre glorreiche Spielzeit. Aber das Ergebnis interessierte im Kirchenbergstadion nach dem Abpfiff niemanden mehr. Die Spieler lagen sich in ihren frisch gedruckten Meistershirts in den Armen, begossen Chefcoach Michael Erzen mit einigen Litern Bier und bestaunten das Feuerwerk auf der Gegengerade.

„Wir freuen uns, dass es nach so vielen Jahren wieder geklappt hat. Das Spiel war nicht das beste, aber was zählt ist, dass wir bald in der Westfalenliga spielen. Wir haben 28 Spieltage dran geglaubt und sind endlich am Ziel“, sagte ein überglücklicher Michael Erzen im Zuge der Feierlichkeiten. Da der Tabellenzweite FSV Gerlingen mit 1:3 beim SV Hüsten verlor, wurden die Zehner am Ende sogar mit vier Punkten Vorsprung Meister der Landesliga 2.

„Jetzt stehen wir oben, das zählt“

Es war für die Zehner eine Saison mit Höhen und Tiefen. Während der Hinrunde taumelten die Hohenlimburger nach Niederlagen gegen verschiedene Aufsteiger um den fünften Rang herum. „Da haben viele an uns gezweifelt. Aber wir haben immer gesagt: ‚Wartet mal ab!‘ Jetzt stehen wir oben, das zählt. Wir haben das auf die Mannschaft übertragen und uns gesagt, dass wir das schaffen. Jetzt strahlen wir. Wie es dazu gekommen ist, interessiert niemanden“, sagte Michael Erzen.

Gespielt wurde natürlich auch. Die Zehner standen hinten kompakt, hatten während der ersten Hälfte aber Mühe, die gestaffelten Mendener Linien zu überspielen. In Minute 27 wurde den Hausherren von Schiedsrichter Andreas Braun ein fragwürdiger Elfmeter zugesprochen. Der gefoulte Stylianos Mouratidis trat selber an und scheiterte an Mendens Torhüter Sebastian Plust. Auch der Nachschuss wollte nicht rein.

240 Sekunden nach dem Seitenwechsel brachte Nils Oliver Klett die Gäste in Führung – erst dann wachten die Zehner allmählich auf und erspielten sich teils hochkarätige Möglichkeiten. Toni Porrello (51./56.) und Saffet Davulcu scheiterten vor dem Mendener Tor.

Ibrahim Sylla erzielt das letzte Tor

Erst in der 78. Minute sorgte der eingewechselte Ibrahim Sylla per Abstauber nach einem Schuss von Davulcu für den 1:1-Ausgleich. Torhüter Dominic da Costa ging zwischenzeitlich in einer Eins-gegen-Eins-Situation als Sieger hervor (71.). Das Ergebnis war leistungsgerecht, beide Mannschaften konnten damit zufrieden sein. Und eigentlich hatte das Resultat ja nur noch statistischen Wert.

>>>>SSV Hagen kommt mit 0:14 unter die Räder<<<<

Zum Saisonschluss der Fußball-Landesliga kam der bereits als Absteiger feststehende SSV Hagen noch einmal richtig unter die Räder. Bei RW Hünsborn unterlag das Team um Spielertrainer Marco Grüterich sang- und klanglos mit 0:14 (0:3). Ob es für die „Roten“ in der nächsten Saison in der Bezirksliga überhaupt weiter geht, steht noch in den Sternen. Für Montag ist ein Gespräch mit einem potenziellen Sponsor geplant. „Dann werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagt Vorstand Klaus Kaiser, der auch die Seniorenversammlung am 19. Juni abwarten will. „Absichtserklärungen sind da, aber das war in der Vergangenheit auch oft der Fall. Wir werden sehen, wer sich dann dort vorstellt und wie die Zukunft wird.“

In Hünsborn präsentierten sich die Gäste desolat. „Die Luft war raus,“, beschreibt Grüterich die Stimmung im Team. Mit nur noch zehn Spielern in der zweiten Halbzeit - zwölf waren angereist, nach el Basraouis Auswechslung verletzte sich auch noch di Campi - war der SSV chancenlos.

„Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist, resümierte Grüterich. „Leider hatten viele Spieler das Niveau für die Landesliga nicht, bei etlichen fehlte es an Einstellung und Motivation. Es reichte noch nicht mal zum Laufen und Kämpfen, und das kann eigentlich jeder.“ Grüterich will in der Bezirksliga nicht mehr auflaufen. „Ich bin 37, ich brauchte schon diese Landesligasaison nicht mehr.“

SSV Hagen: Kacprzak; Acikel, Salvo, Türkyilmaz, Schäfer, Yacoub, Karas, el Basraoui (46. el Bakouri), di Campi, Kuhfeld, Grüterich.

>>>>FC Wetter darf zum Abschluss noch einmal jubeln<<<<

Zum Abschied aus der Fußball-Landesliga durfte der FC Wetter noch einmal jubeln. Im letzten Spiel der laufenden Spielzeit besiegte das Team von Trainer Markus Dönninghaus den Tabellensiebten FSV Werdohl mit 2:1 (1:0). „Es war für viele Spieler das letzte Spiel in der Landesliga, das ist doch mal ein positiver Abschluss“, resümierte Dönninghaus. „Markus, einer mit Herz und einem tollen Charakter, immer geradlinig, das hat er in den zweieinhalb Jahren hier oben gezeigt“, fand der 1.Vorsitzende des FC, Fatih Esbe, warme Worte bei der Verabschiedung des scheidenden Coaches.

Die Hausherren hielten die Partie im Mittelfeld ausgeglichen. In der Offensive fehlte die zündende Idee beziehungsweise dem finalen Pass die Präzision. So brauchte es einen Standard zur Führung. In der 38. Minute versenkte Ans al Khalil einen Freistoß aus 22 Metern direkt zum 1:0. Unmittelbar nach dem Wechsel verhinderte Wetters gut aufgelegter Torhüter Stefan Kroon den Gästeausgleich mit einer Glanzparade. Machtlos war er allerdings beim Ausgleich durch FSV-Spieler Apostolos Sarantidis (72.). Acht Minuten später brachte Angelos Pavlidis die Hausherren mit einem Heber erneut in Front. Den Spielstand hielten die Gastgeber bis zum Ende, wobei sie bei einem Lattentreffer der Gäste (85.) noch Glück hatten.

„So ein Ergebnis habe ich mir schon seit Wochen gewünscht“, freute sich Dönninghaus über den „Dreier“ zum Ausstand. „Wir haben schon oft geführt, aber in acht von zehn Spielen den Sieg nicht nach Hause gebracht. Und es wäre in dieser Saison noch mehr möglich gewesen, wenn wir uns in den vergangenen Spielen öfter belohnt hätten.“

FC Wetter: Kroon; Wandji, Wiggershaus, Hammouda, Pavlidis, al Khalil, Sonna Nanfack, Ulusoy (66. Oguzhan), Wandja Kemayo, Hong-Gonzalez, Russo.

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