Sport

Hohenlimburger Kicker haben gute Karten

Die Fußballer des SC Berchum/Garenfeld steuern der Landesliga-Relegation entgegen.

Die Fußballer des SC Berchum/Garenfeld steuern der Landesliga-Relegation entgegen.

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.   Der große Rückrundencheck: Laufer-Mannschaft und drei Handballteams der HSG Hohenlimburg bereiten Sorgen.

Quo vadis, Hohenlimburger Teams? Die Rückrunde neigt sich in den heimischen Amateurligen langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Einige unserer Mannschaften kämpfen noch um den Klassenerhalt, andere um den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Wir haben den großen Rückrundencheck gemacht. Wo stehen die Teams momentan? Was ist noch drin?

Fußball

SV Hohenlimburg 1910

Die Form: Die Landesliga-Kicker sind das zweitbeste Rückrundenteam. Von neun Partien konnte das zweitplatzierte Team von Chefcoach Michael Erzen sechs siegreich gestalten, holte 20 von 27 möglichen Punkten. Auch das Torverhältnis von 18:7 kann sich sehen lassen. Einziges Problem: Liga-Primus FSV Gerlingen hat vier Punkte mehr geholt und steht im Gesamttableau sechs Zähler vor den Zehnern. Zum Glück für die Hohenlimburger berechtigt die Vizemeisterschaft aller Voraussicht nach zur Relegation für die Westfalenliga. Denn auf den Dritten BSV Menden hat der SV mittlerweile schon fünf Punkte Vorsprung.
Das Restprogramm: Auf die Zehner kommt noch eine gehörige Portion Arbeit zu. Gegen den SSV Hagen (Rang 15), der SpVg. Olpe (11) und der FSV Werdohl (8) sind die Zehner zwar deutlich favorisiert. Allerdings geht es gegen den FSV Gerlingen (1) und den BSV Menden (3) auch um die Wurst.
Die Prognose: Das Schlüsselspiel wird die Partie zu Hause gegen den Primus am 12. Mai. Wenn die Hohenlimburger dann gewinnen, könnten sie auf einen Patzer der Gerlinger hoffen – die Wahrscheinlichkeit ist aber wohl nicht die größte. Der Aufstieg war das Saisonziel, das ist noch drin. An der Tordifferenz sollte es nicht scheitern. Relegation ja, Meisterschaft nein.

SC Berchum/Garenfeld

Die Form: Die Mannschaft von Dieter Iske stellt in der Bezirksliga das beste Rückrundenteam, gewann acht ihrer zehn Begegnungen und holte 25 von möglichen 30 Punkten. Insgesamt haben die Berchumer 81 Tore geschossen und 43 kassiert, in der Rückrunde steht ein Verhältnis von 29:12 zu Buche. Aber auch hier gibt es einen Haken: Primus SpVg. Hagen 1911 ist eine Ecke besser, führt die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Sportclub an. Auch in der Bezirksliga wird der zweite Platz aller Voraussicht nach zur Relegation befähigen.
Das Restprogramm: Die großen Brocken hat der SC hinter sich, aber am 5. Mai wartet das Lokalderby gegen den VfL Schwerte (4). TuS Grünenbaum (14), der Geisecker SV (8) und der VfB Schwelm (7) sollten den Berchumern nur bedingt gefährlich werden. Prognose: Die Meisterschaft gehört den Elfern, aber der zweite Platz sollte für Iske-Truppe allemal drin sein. Gemessen an den Saisonzielen ist das Team im Soll. Die drittplatzierten Lüdenscheider (fünf Punkte Rückstand) haben mit den Elfern und dem VfL Schwerte insgesamt auch das schwierigere Restprogramm. Auch hier gilt: Relegation ja, Meisterschaft nein.

Berchums „Zweite“ und der TSK

Die Form: Die Kreisligisten TSK Hohenlimburg und der SC Berchum/Garenfeld II zeigen sich in bestechender Form und auch im Gleichschritt. Spitzenreiter TSK holte in der Rückrunde zwei Punkte mehr (22) als Garenfeld, hat aber auch eine Partie mehr auf dem Buckel. Auch bei der Tordifferenz sind der TSK (41:11) und der SC (37:7) gleich auf. Momentan hat der TSK bei einem noch ausstehenden Spiel fünf Punkte Vorsprung.
Das Restprogramm: Die heimische Amateurgemeinde wartet mit Spannung auf das am 12. Mai im Waldstadion steigende direkte Duell beider Teams. Darüber hinaus haben beide Mannschaften ein ausgeglichenes Programm.
Prognose: Sollte der TSK Hohenlimburg im direkten Duell nicht verlieren, geht es für die Ostfeldkicker in die Relegation zur Bezirksliga. Positiv für Hohenlimburg: eines der beiden Teams wird nach der regulären Saison um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpfen.

SC Berchum/Garenfeld III

Die Form: Die Truppe von Philip Laufer steht in der Rückrundentabelle auf Rang zehn. Elf Punkte wurden von 30 möglichen eingefahren. Eigentlich eine magere Ausbeute, aber die SC-Dritte spielt auch gegen den Abstieg. Die Laufer-Elf konnte ihren Vorsprung auf die Abstiegszone jüngst auf drei Punkte ausbauen. Zwei Plätze trennen die Garenfelder vom ersten Abstiegsplatz, welchen zurzeit die SpVg. Hagen 1911 III inne hat.
Das Restprogramm: Leicht ist anders, denn der am schlechtesten platzierte Gegner ist der FSV Gevelsberg II auf Rang neun. Der SC Obersprockhövel II (2), RW Ennepetal-Rüggeberg (7), TuS Hasslinghausen (6) und die SpVg. Linderhausen (1) sind da schon richtige Kaliber.
Prognose: Wenn man sich das übrige Programm anschaut, sind die Aussichten nicht rosig. Das ist eine 50/50-Affäre. Es bleibt bis zum letzten Spieltag spannend, Nuancen werden entscheiden.

Handball

HSG Hohenlimburg

Die Form: Die erste Damenmannschaft (Verbandsliga) sowie die Herrenmannschaft (Landesliga) sind beide in sicheren Gefilden, weder nach oben oder unten geht noch was. Anders sieht es bei den beiden Bezirksliga-Teams aus. Die Herren stehen auf Rang 12 und dieser könnte unter Umständen zur Relegation führen. Mit drei Siegen in Folgen ist die Truppe von Coach Ivo Mally gut drauf, konnte in der Rückserie aber aus zehn Partien nur fünf Siege holen.

Die Damen stehen nach einer katastrophalen Rückserie auf dem ersten Abstiegsplatz, haben bei zwei ausstehenden Spielen einen Punkt Abstand auf die SG Menden, die aber auch eine Partie mehr haben. Alle zehn Rückrundenspiele gingen verloren. Die Kreisliga-Dritte ist Letzter und schaut dem Abstieg entgegen.
Das Restprogramm: Die Damen haben nach Ostern die entscheidende Partie gegen Menden vor der Brust, danach geht es gegen den Sechstplatzierten Freier Grund. Menden muss danach gegen die SGSH Dragons (8) und HV Sundern (2). Letztere spielen um die Meisterschaft. Die Herren haben unter anderem zwei direkte Abstiegsduelle gegen die HSG Lüdenscheid II (13) und das Schlusslicht HSG ECD Hagen.
Prognose: Für die Frauen sieht es verdammt eng aus, gegen Menden ist ein Sieg Pflicht, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Viel positiver sieht es bei den Herren aus, denen zwei Siege aus vier Spielen durchaus reichen sollten.

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