Phoenix Hagen

Hollersbacher fehlt Phoenix Hagen auch in Hamburg

Marco Hollersbacher (am Ball), hier beim Hinspielsieg gegen die Hamburger Justin Raffington und Malik Müller (von links), fehlt Phoenix Hagen auch am Samstag.

Marco Hollersbacher (am Ball), hier beim Hinspielsieg gegen die Hamburger Justin Raffington und Malik Müller (von links), fehlt Phoenix Hagen auch am Samstag.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   U18-Nationalspieler Marco Hollersbacher fehlt Phoenix Hagen auch in Hamburg. In der nächsten Woche entscheidet sich, ob er länger ausfällt.

Die Aufgaben werden nicht leichter. Mit dem 84:69-Sieg bei Spitzenreiter Niners Chemnitz sorgte Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen für den Coup des 22. Spieltags, nun geht es zum ähnlich ambitionierten Tabellenzweiten. Die Hamburg Towers, die Phoenix am Samstag um 19.30 Uhr empfangen, haben ebenfalls den Bundesliga-Aufstieg als Ziel - und dafür zuletzt noch zwei Spieler nachverpflichtet. Dagegen treten die Hagener wie in Chemnitz zu neunt an, müssen erneut auf den am Knie verletzten Marco Hollersbacher verzichten. Möglicherweise droht dem U18-Nationalspieler eine längere Zwangspause.

Durch Verletzungen wurde Marco Hollersbacher in seiner noch jungen Karriere regelmäßig gestoppt, jetzt erwischte es den 18-Jährigen zum dritten Mal in Folge am Knie. Beim internationalen Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim im letzten April sprang die Kniescheibe heraus, nach längerer Pause verletzte er sich im Sommer-Trainingslager erneut am Knie. Erst im November stieg Hollersbacher deshalb in die laufende Saison ein, entwickelte sich zum festen Rotationsspieler, ehe der Forward sich nun im Training wieder am Knie verletzte. „Er wird auch in Hamburg nicht spielen“, sagte Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel. Nach weiteren Untersuchungen soll nächste Woche entschieden werden, welche Behandlungsart ergriffen wird und ob Hollersbacher länger fehlen wird. „Marco ist erst 18, war bisher in jeder Saison schwerer verletzt und ist länger ausgefallen“, sagt Seidel, „mit Blick auf eine bestenfalls langfristig erfolgreiche Karriere ist im Zweifel der geduldige Weg der bessere.“

Während Phoenix so erneut mit Neuner-Rotation auflaufen wird, hat Hamburg gegenüber dem überraschend mit 70:84 in Hagen verlorenen Hinspiel noch zwei Spieler nachverpflichtet. Der erstligaerfahrene US-Amerikaner Carlton Guyton gibt den Towers auf den Guard-Positionen zusätzlich zu Landsmann Tevonn Walker und dem erfahrenen Spielmacher Achmadschah Zazai mehr Tiefe. Und auf dem Flügel stieß zuletzt Max Montana von Bundesligist Gießen 46ers als Alternative für das US-Duo AndrewBarham/Beau Beech zum Team. „Das sind drei ganz starke Schützen, die heiß laufen können“, weiß Phoenix-Coach Chris Harris. Montana verlängert zudem die deutsche Rotation, in der bisher Zazai, der aktuell verletzt fehlende Rene Kindzeka, Malik Müller und das starke Center-Duo Jannik Freese/Justin Raffington zweistellige Einsatzzeiten erhielten. „Ein weiterer Mosaikstein im Hamburger Bemühen, den Aufstieg zu schaffen“, sagt Seidel.

Towers haben beste Heimbilanz

„Die haben einen noch tieferen Kader als im Hinspiel, schwerer geht es nicht“, beurteilt Harris die Aufgabe für sein Team, das erst am Samstag anreist: „Nur wenn wir da mit viel Selbstbewusstsein auftreten, können wir überleben.“ Mit 10:1 Siegen weisen die Hamburger die beste Heimbilanz in der ProA auf, allerdings sind die Hagener (7:4) hinter Rostock und Chemnitz auch drittstärkstes Gäste-Team. „Auswärtsspiele liegen uns scheinbar, da sind unsere Auftritte meist besser“, sagt Seidel. Sechs der letzten sieben Partien auf fremdem Parkett gewann Phoenix, auch bei der einzigen Niederlage in Karlsruhe (85:87) fehlte nicht viel. So schließt Seidel einen zweiten Coup bei einem Top-Team in Folge nicht aus: „Für mich ist Hamburg nicht unangreifbar.“

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