Handball

HSG Herdecke/Ende macht den Durchmarsch perfekt

Geschafft! Die Handballer der HSG Herdecke/Ende bejubeln den Aufstieg in die Landesliga. Foto:Jens Pommerenke/AirPictures.de

Geschafft! Die Handballer der HSG Herdecke/Ende bejubeln den Aufstieg in die Landesliga. Foto:Jens Pommerenke/AirPictures.de

Herdecke.   Mit 26:18-Sieg machen die Handballer der HSG Herdecke/Ende gegen Attendorn-Ennest Hinspielniederlage wett und steigen in die Landesliga auf.

Der Durchmarsch ist perfekt. Die Handballer der HSG Herdecke/Ende spielen in der kommenden Saison in der Landesliga. Zwei Jahre nachdem Stephan Hellwig das Team gespickt mit einigen Akteuren aus der eigenen Jugend und ehemaligen Herdeckern als Trainer übernahm, feierte das Team am Donnerstag Abend im Rückspiel der beiden Entscheidungspartien gegen die SG Attendorn-Ennest einen 26:18 (14:12)-Erfolg und drehte damit den Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel. Die Gäste aus dem Sauerland müssen dagegen nun in der Relegation gegen den Wittener TV antreten.

In einer voll besetzen Sporthalle am Bleichstein kannte der Jubel nach der Schlusssirene keine Grenzen, mehrmals wurde gemeinsam mit den Zuschauern die „Welle“ angestimmt. Minuten nach dem Abpfiff hallte es noch „Herdecker Jungs“ durch die Sporthalle. Zuvor hatte sich die HSG vor allem dank einer sehr überzeugenden Leistung in der eigenen Defensive die nötige Sicherheit geholt, um sich gerade im zweiten Durchgang Tor um Tor abzusetzen. Die Gäste aus Attendorn taten sich äußerst schwer gegen die offensiv eingestellte 5:1-Deckung der HSG, die dieses Mal auf eine Manndeckung gegen SG-Spielmacher Domjanovic verzichtete

Und gerade das sollte sich als gewinnbringend erweisen. Denn der Spielmacher rieb sich wie seine Nebenleute in vielen Zweikämpfen gegen aggressive Herdecker auf. Gelang dann doch einmal der Durchbruch, stand bei der HSG ein an diesem Tag sehr gut aufgelegter Dominik Formella zwischen den Pfosten. Im eigenen Angriff war es dann ein anderer Routinier, der der noch sehr jungen Herdecker Mannschaft immer wieder Sicherheit gab. Timm Höntsch sorgte nicht nur mit seinen fünf Toren im ersten Spielabschnitt für Akzente, auch im zweiten Durchgang kam er in Unterzahlsituationen immer wieder zu wichtigen Toren.

Formella großer Rückhalt

Und so setzte sich die HSG unter dem frenetischen Jubel der eigenen Fans immer weiter ab. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ die Defensive kaum etwas zu und die Herdecker kamen zu einfachen Toren über den Gegenstoß. Beim zwischenzeitlichen 16:12 hatte die Mannschaft von Trainer Stephan Hellwig erstmals den Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel egalisiert. Dieser wurde in der Folge sukzessiv ausgebaut, da sich Formella weiter stark präsentierte und so auch die eine oder andere Nachlässigkeit in der Offensive wettmachte.

Schon Minuten vor dem Ende des zweiten Entscheidungsspiels war klar, dass sich die Herdecker eine mögliche Relegation ersparen und nach nur einem Jahr die Bezirksliga nach oben verlassen werden. „Das ist einfach unfassbar. Die Jungs haben heute unglaublich gekämpft und waren so konzentriert. Ich bin einfach nur stolz”, sagte ein fast heiserer Stephan Hellwig nach der Partie. Der Vorsitzende des Vereins, Werner Kreft, wusste überhaupt nicht, wenn er genau aus der starken Mannschaft hervorheben sollte. „Heute waren einfach viele Spieler stark”, so Kreft.

Auch ein Einspruch der Attendorner wegen der nicht funktionierenden Spielzeitanzeige am Bleichstein trübte die Stimmung im Herdecker Lager nicht. „Ich glaube, morgen arbeitet in Herdecke keiner. Die waren ja alle hier”, sagte Hellwig. Knapp 500 Zuschauer waren sorgten für einmalige Atmosphäre - phasenweise waren die Durchsagen von Hallensprecher Frederik Vaerst kaum zu verstehen.

Nach einem nervenaufreibenden Saisonfinale steigen die Herdecker Handballer nun also zum zweiten Mal in Folge auf. Erst verspielte die Hellwig-Sieben einen Vorsprung an der Tabellenspitze, um sich am letzten Spieltag mit einem Tor in letzter Sekunde überhaupt erst in die Entscheidungsspiele gegen Attendorn zu retten. Knapp eine Woche später sind sie aufgestiegen.

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