Handball

HSG Herdecke/Ende verpasst den Favoritensturz nur knapp

Am Rande der Niederlage hat die HSG Herdecke/Ende - hier Niklas Rust beim Wurf - den favorisierten RSV Altenbögge-Bönen, erst in der Schlussphase kehren die Gäste mit einem 32:31-Sieg an die Tabellenspitze zurück.

Am Rande der Niederlage hat die HSG Herdecke/Ende - hier Niklas Rust beim Wurf - den favorisierten RSV Altenbögge-Bönen, erst in der Schlussphase kehren die Gäste mit einem 32:31-Sieg an die Tabellenspitze zurück.

Foto: Axel Gaiser

Herdecke.  Am Rande der Niederlage hat die HSG Herdecke/Ende den RSV Altenbögge-Bönen, der erst am Ende mit einem 32:31-Sieg an die Spitze zurückkehrt.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten die Spieler in Grau, aufmunternden Beifall von den Rängen holten sich die in Rot gekleideten Akteure ab. Zufrieden durften nach dem Spitzenspiel der Handball-Landesliga beide Seiten sein. Die Gäste von der RSV Altenbögge-Bönen noch ein bisschen mehr, denn sie gewannen am Ende mit 32:31 (15:16) und kehrten so an die Tabellenspitzezurück. Doch der gastgebenden HSG Herdecke/Ende fehlte nicht viel zum Favoritensturz vor gut 300 Besuchern. „Wir haben ein tolles Spiel gemacht, das stärkste der Saison“, hob HSG-Coach Stephan Hellwig hervor, „natürlich hätten wir auch gern gewonnen. Dazu hatten wir aber am Ende ein paar Fehler, als die Crunchtime begann.“

Das Spitzenspiel lockte die Bürgermeisterin, auch im zweiten Versuch. Katja Strauss-Köster machte, so freute sich HSG-Vize Werner Kreft, ihr Versprechen wahr und mischte sich am Bleichstein unter die gut 300 Besucher. Sie sah zunächst eine überlegt aufspielende Bönener Mannschaft, die über weite Strecken der ersten Hälfte führte. Die Gäste legten vor, die HSG lief hinterher – so lief es lange. Beim 8:8 durch den Tempogegenstoß von Maximilian Rust (15.) glichen die Gastgeber aus – um erneut mit 8:11 in Rückstand zu geraten. Im Spielaufbau leisteten sich die Herdecker zu viele Ballverluste, das nutzte Altenbögge-Bönen kühl aus. Erst mit der Einwechslung von Timm Höntsch und Andre Trenkelbach auf der linken Seite kam mehr Sicherheit ins HSG-Spiel, beim 11:11 (22.) durch den starken Gero Neuhoff waren die Herdecker wieder auf Augenhöhe. Und blieben es nun. Als Dominik Formella in einem Angriff dreimal parierte und Neuhoff im Gegenzug traf, war beim 14:13 die erste Führung geschafft (27.).

Nun hatte die HSG ihren Offensiv-Rhythmus gefunden – und war in der Folge die Mannschaft, die vorlegte. Nach dem 19:19 brachten vornehmlich Niklas und Maximilian Rust den Gastgebern den ersten Dreitore-Vorsprung (22:19, 38.), der hielt bis zum 27:24 (47.). Doch die Herdecker versäumten es, ihn noch weiter auszubauen, schenkten mehrfach im Angriff den Ball her. Luca Troester glich zum 27:27 (51.) aus, nun blieb es spannend. Und die größere Routine half den ästen. Maximilian Rust glich zum 30:30 (56.) letztmals aus, doch Soeren Feldmann und Lukas Florian konterten in der Schlussminute zum entscheidenden 30:32. Der letzte Treffer von Niklas Rust drei Sekunden vor dem Ende kam zu spät. „Da merkt man die ungefähr zehn Jahre mehr an Erfahrung von Altenbögge“, bemerkte Kreft, „aber es war doch toll, an einem Donnerstag Abend so viele Zuschauer und so ein hochklassiges Spiel hier zu haben.“

Am Samstag beim TV Brechten

Nur ein Tag Vorbereitung bleibt den Herdeckern nun für das nächste Spitzenspiel: Am Samstag um 19.45 Uhr gastiert die HSG im Verfolgerduell beim Tabellenfünften TV Brechten in der Dortmunder Sporthalle Eving. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit, die Herdecker siegten mit 31:23. Doch Brechten ist seit Mitte November ungeschlagen, trotzte daheim den Top-Teams Altenbögge-Bönen und Westfalia Herne zuletzt jeweils ein Remis ab.

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