Motorsport

„Ich würde gerne in Spielberg gewinnen“

David Beckmann in seinem ART-Grand-Prix-Renner in Le Castellet auf der Strecke. Besonders im zweiten Lauf ist der 19-jährige Hagener schnell unterwegs, als ihn ein Reifenschaden ausbremst.

David Beckmann in seinem ART-Grand-Prix-Renner in Le Castellet auf der Strecke. Besonders im zweiten Lauf ist der 19-jährige Hagener schnell unterwegs, als ihn ein Reifenschaden ausbremst.

Foto: Adrivo Content & Media

Vor dem Rennen ist nach dem Rennen: In Le Castellet lief es für Formel-3-Pilot David Beckmann nicht so gut, in Österreich soll es besser werden.

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Le Castellet. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Das gilt in dieser Woche erst recht. Nachdem es zuletzt im französischen Le Castellet für den Hagener Rennfahrer David Beckmann alles andere als wunschgemäß lief, geht die FIA-Formel 3-Serie bereits am kommenden Wochenende weiter. Der Red Bull-Ring Im österreichischen Spielberg ist vom 28. bis 30. Juni die dritte Saisonstation für Beckmann und Co. „Das ist eine sehr schöne Strecke, die mir liegt und richtig Spaß macht“, sagt der 19-Jährige ART-Grand-Prix-Pilot. Ich würde dort gerne gewinnen - ART hat letztes Jahr dort beide Rennen gewonnen.“

Zuletzt in Le Castellet kam der Volmestädter nicht für einen Sieg in Frage. Sechs Wochen nach dem Saisonauftakt in Barcelona, wo der Hagener auf die Plätze vier und sieben fuhr, in beiden Läufen bester Deutscher war und insgesamt 14 Punkte holte, kam nur ein Zähler hinzu. Im ersten Lauf kam Beckmann als Achter ins Ziel, bekam jedoch eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt und rutschte dadurch auf Rang zehn ab. Im zweiten Lauf schied er mit einem Reifenschaden aus.

„Das Qualifying lief nicht optimal. Uns fehlte etwas die Pace und das macht in so einem hart umkämpften Feld viel aus“, blickt der Volmestädter, der im ersten Training am Morgen auf Rang 14 unter 29 Startern gefahren war, auf die Qualifikation zurück. „Ich hatte in einer meiner schnellen Runden einen Fehler, der mich etwa zwei Zehntel gekostet hat. Das hat mich vermutlich um acht Positionen zurückgeworfen. Es ist natürlich schwierig, nur von Startplatz 22 ins Rennen zu gehen.“

Fünf Strafsekunden

Von dieser Hypothek ließ sich der Hagener jedoch nicht entmutigen. Nachdem er im ersten Lauf zunächst sogar noch etwas weiter zurückgefallen war, arbeitete er sich auf den zwölften Rang vor. Dann kam Beckmann bei einem Zweikampf von der Strecke ab und verlor erneut einige Positionen. Ein weiteres Mal kämpfte sich der 19-Jährige durchs Feld und kam schließlich als Achter ins Ziel.

„Ich habe eine Strafe bekommen, weil ich nach dem Zweikampf mit Yifei Ye nicht sicher auf die Strecke zurückgekommen bin. Ich wollte mir keinen Vorteil verschaffen, sondern bin rausgedrückt worden. Deswegen kann ich die Strafe nicht ganz nachvollziehen, aber ich muss sie natürlich akzeptieren“, schilderte David Beckmann später, wie es zu seiner Zurückstufung auf Rang zehn kam. Besonders bitter, weil der Achte des ersten Laufes den zweiten von der Pole Position aus angehen darf. „Das wäre nach einem anstrengenden Rennen ein versöhnlicher Abschluss für mich gewesen.“

„Lenkrad leicht bewegt“

Aber auch von Platz zehn aus kam der ART-Pilot im zweiten Lauf gut ins Rennen. Nach zwei Runden hatte sich Beckmann bereits auf den siebten Platz vorgearbeitet. „Dann habe ich Liam Lawson überholt. Er wollte kontern und ist in meinem Windschatten ausgeschert. Ich vermute, er ist etwas zu dicht aufgefahren und wir haben uns deswegen berührt. Ich hatte einen Reifenschaden hinten rechts und er einen leichten Defekt am Frontflügel“, schildert der Volmestädter, wie es zu seinem Ausscheiden kam.

„Liam hat zunächst eine Strafe bekommen, die aber wieder zurückgezogen wurde. „Wahrscheinlich haben die Aufnahmen gezeigt, dass ich das Lenkrad leicht bewegt habe und man hat deshalb entschieden, dass es ein Rennunfall war. Das ist auch okay so. Ich finde nur, dass er mehr Platz hätte lassen können. Der Ausfall war besonders schade, denn wir waren sehr schnell.“

Das soll in Österreich besser genutzt werden. „Wir müssen das Qualifying deutlich besser hinbekommen. Das Ziel lautet, aus den ersten drei Reihen zu starten“, formuliert David Beckmann das erste Ziel.

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