Basketball:

Im ersten Jahr bringt VFK schon DM-Pokal „Sven“ mit

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Krofdorf/Hagen.Um die Förderung der Basketball-Kultur wollten sie sich verdient machen, im Vereinsnamen ist es dokumentiert. Schon ein Jahr nach der Klubgründung können die Mitglieder des VFK Hagen nun einen deutschen Meistertitel in den Vereins-Briefkopf eintragen. Im hessischen Krofdorf entthronten die Hagener den Titelverteidiger SC Rist Wedel und wurden nationaler Ü35-Meister.

Für die meisten der ehemaligen Korbjagd-Größen ist es - ungeachtet unzähliger Länderspieleinsätze - sogar die erste deutsche Meisterschaft ihrer Karriere. Ex-Nationalcenter Oliver Herkelmann etwa, mit Brandt Hagen und TVG Trier immerhin nationaler Pokalsieger, betonte deshalb auch: „Wir haben das ziemlich ernst genommen.“ Mit BG-Regionalligatrainer Kosta Filippou und Marc Eulerich unterwarfen sich die sonst in der Hagener Kreisliga eher unterforderten Ex-Profis deshalb eigens dem strikten Kommando zweier Coaches. Was sich auszahlte, zumal Herkelmann befand: „Die Meisterschaften hatten doch ein sehr gutes Niveau.“

Dabei mussten die in Komplettbesetzung nach Hessen gereisten Hagener - immerhin westdeutscher Meister ihrer Altersklasse - zunächst einen Rückschlag hinnehmen. Denn Flügelspieler Ralf „X“ Risse stellte kurz nach Beginn des ersten Aufwärmens fest, dass ihn seine in der Vorbereitung lädierte Wade an diesem Wochenende nicht spielen lassen würde. Den ersten Gegner Lübecker TS konnte der VFK („Verein zur Förderung der (Basketball) Kultur”) trotz dieser widrigen Umstände bezwingen, schwieriger wurde es schon gegen die TG Naurod. Der zweite Vorrunden-Kontrahent traf aus allen Lagen und führte zwischenzeitlich sogar mit 15 Punkten, mit Mühe kamen die Hagener wieder heran. Starke Nerven von Tobias Wiesner, der nur wenige Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe verwandelte, führten aber doch noch zum Sieg. Und zu guter Laune bei der obligatorischen Players-Party.

Tags darauf traf man früh auf den FC Bayern München, in dessen Reihen mit Niki Fischer ein ehemaliger Hagener stand. Auch die Bayern ließen die VFK-Spieler ordentlich laufen. Doch ein starker Steven Wriedt, der offensichtlich am besten geschlafen hatte, sicherte seinem Team Sieg und Finalteilnahme. In einer anderen Spielhalle war hier mit dem SC Rist Wedel die bis dahin beste Mannschaft des Turniers, die ihre Vorrundenspiele gegen BG Köln, BBC Bayreuth und KuSG Leimen alle klar gewonnen hatte, der Gegner.

Nach zwei deutschen Meisterschaften in den letzten beiden Jahren, einmal davon mit dem Phoenix-Trainer und aktuellen VFK-Spielmacher Ingo Freyer, hatten die Wedeler den auf „Sven“ getauften Pokal mitgebracht. Durch ihr Auftreten ließen sie auch keinen Zweifel daran, dass sie „Sven“ wieder mit nach Hause nehmen wollten. Allerdings fehlte auch ihnen mit Ex-Nationalspieler Andre Bade ein wichtiger Akteur. Von Beginn an wurde um jeden Ball gekämpft, es entwickelte sich ein sehr verteidigungsbetontes Endspiel. Nach dem 7:7 im ersten Viertel setzten sich die Hagener bis zur Pause auf fünf Punkte ab. Diese Führung konnte bis in die Endphase des Spieles gehalten werden, ehe es am Ende noch einmal spannend wurde. Doch letztlich .setzte sich der VFK mit 37:35 durch und konnte nur ein Jahr nach Vereinsgründung neben der Kreisliga-Meisterschaft und der westdeutschen Meisterschaft ungeschlagen den Pokal des deutschen Meisters entgegen nehmen. „Sven“ ist somit für mindestens ein Jahr Hagener und wird bei der nächsten Endrunde wieder das Objekt der Begierde sein.

VFK Hagen: Alexander Schalk (8 Punkte insgesamt), Ralf Risse, Tim Lipps, Holm Feyerabend (13), Adam Fiedler (13), Ingo Freyer (40), Burkhard Struwe (5), Uli Overhoff (3), Tobias Wiesner (33), Oliver Herkelmann (44), Andreas „Sepp“ Funke, Steven Wriedt (19).

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