Handball

In 2. Liga muss VfL Eintracht fünf Teams hinter sich lassen

Sportdirektor Michael Stock, der in Richtung Schalksmühle scheidende Co-Trainer Hans-Peter Müller, Chefcoach Niels Pfannenschmidt, Eintracht-Vorsitzender Detlef Spruth und Torwarttrainer Bernward Rieke (von links) nach diversen Bierduschen beim Feiern auf der Aufstiegsbühne. Foto:Rainer Hofeditz

Sportdirektor Michael Stock, der in Richtung Schalksmühle scheidende Co-Trainer Hans-Peter Müller, Chefcoach Niels Pfannenschmidt, Eintracht-Vorsitzender Detlef Spruth und Torwarttrainer Bernward Rieke (von links) nach diversen Bierduschen beim Feiern auf der Aufstiegsbühne. Foto:Rainer Hofeditz

Hagen.   Eintracht-Chef Detlef Spruth weiß: In der 2. Handball-Bundesliga wird es nächste Saison sehr schwer. Fünf Mannschaften steigen ab.

Durch den 31:25-Erfolg gegen die HSG Nord HU in der Aufstiegsrelegation am Ischeland schafften die Handballer des VfL Eintracht Hagen den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Zu den Perspektiven und Planungen äußert sich der Eintracht-Vorsitzende Detlef Spruth im Interview.

Herr Spruth, 2015 gelang der Sprung in die 2. Liga schon einmal, der Klassenerhalt wurde nicht geschafft. Gibt es etwas, das man aus jenem Aufstieg gelernt hat?

Detlef Spruth: Als wir vor zwei Jahren über die Relegation in Dresden aufgestiegen sind, passierte das noch zwei Wochen später als jetzt. Wir mussten dann, um das Team zu verstärken, das nehmen, was wir auf dem Markt noch kriegen konnten. In der Hoffnung, dass die Spieler in die Mannschaft passen. Diesmal haben wir viel früher mit den Planungen begonnen und die Kontakte genutzt, die Niels Pfannenschmidt eingebracht hat. Der Trainer hat gesagt, welche Spieler er für welche Position haben möchte und wir haben danach gehandelt.

Mit den bisher feststehenden sieben Neuzugängen wäre die Personalplanung abgeschlossen gewesen, wenn es nicht mit dem Aufstieg geklappt hätte. Wird jetzt noch einmal nachgelegt?

Das haben wir vor. Zum einen, weil es in der 2. Liga acht Saisonspiele mehr gibt, was die Verletzungsgefahr erhöht. Zum anderen steigen die Anforderungen natürlich auch durch die Qualität der Gegner.

Auf welcher Position sieht die Sportliche Leitung noch Bedarf?

Vor allem im Rückraum, wo wir gerne noch etwas Erfahrung hinzugewinnen würden. Wir haben ja ziemlich viele junge Spieler geholt, allein drei U21-Akteure. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei ihnen noch Leistungsschwankungen auftreten, größer als bei Routiniers.

Der TuS Volmetal freut sich nach dem geschafften Drittliga-Klassenerhalt auf attraktive Südwestfalenderbys gegen Schalksmühle-Halver, Aufsteiger Menden und den designierten Zweitligaabsteiger TuS Ferndorf. Gegen die genannten Klubs hätte der VfL Eintracht viermal eine volle Halle gehabt. Abschied aus Liga drei mit einem weinenden Auge?

In der Tat wäre die 3. Liga unter diesem Aspekt in der kommenden Saison wirtschaftlich nicht uninteressant gewesen. Aber man kann sich den Zeitpunkt des Aufstiegs nicht aussuchen. Wir wissen wie schwer es für uns wird, da in der nächsten Zweitliga-Spielzeit wegen der beschlossenen Liga-Verkleinerung fünf von 20 Vereinen absteigen werden. Und dann muss man auch noch sehen, wer aus der 1. Bundesliga herunterkommen kann. Der TBV Lemgo steht auf einem Abstiegsplatz, der Bergische HC ist stark bedroht, selbst der VfL Gummersbach ist noch gefährdet.

Der bisherige Kapitän Pavel Prokopec ist als Co-Trainer der Reserve vorgesehen. Auch als Spieler?

Ja, er wird beim künftigen Verbandsligateam spielender Co-Trainer und dazu bei der 1. Mannschaft Assistent von Niels Pfannenschmidt. Wir wollen die „Zweite“ möglichst schnell in die Oberliga zurückbringen, wenn auch nicht mit brachialer Gewalt. Wer Jugendarbeit betreibt, muss auch den Mut haben, auf junge Spieler zu bauen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben