2. Handball-Bundesliga

Jan von Boenigk führt VfL Eintracht Hagen zum Sieg in Dessau

Mit neun Treffern Top-Torschütze des VfL Eintracht in Dessau: Jan von Boenigk, hier von Vincent Sohmann nicht zu bremsen.Foto:Hartmut Bösener

Mit neun Treffern Top-Torschütze des VfL Eintracht in Dessau: Jan von Boenigk, hier von Vincent Sohmann nicht zu bremsen.Foto:Hartmut Bösener

Dessau-Roßlau.   Mit einem verdienten 28:26-Erfolg beim HV Dessau-Roßlau macht Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen einen großen Schritt zum Klassenerhalt.

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Niels Pfannenschmidt forderte eine Reaktion seiner Zweitliga-Handballer auf die österliche 19:30-Schlappe in Essen und der Trainer der VfL Eintracht Hagen bekam sie. Beim HV Dessau-Roßlau gelang den Grüngelben mit 28:26 (15:12) der vierte Saisonauswärtserfolg, mit dem das Pfannenschmidt-Team den bezwungenen Gegner nach Punkten einholte. „Das war ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt“, jubelte der VfL-Coach angesichts des auf acht Zähler angewachsenen Polsters zum ersten Abstiegsrang.

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Der starke Jan von Boenigk brachte seine Farben in der achten Minute mit dem ersten von insgesamt neun Treffern in der achten Minute erstmals mit 3:2 in Führung. Aber die Sachsen-Anhaltiner konterten unter dem Jubel der mehr als 1000 HV-Fans zum 7:5 (13.). Dass sich die Hausherren nach ihrer bislang desaströsen Rückrunden-Bilanz von 2:18 Punkten viel vorgenommen hatten, war zu spüren. „Ab man merkte auch, dass sich bei ihnen Verunsicherung breit machte, als wir wieder vorgelegt haben“, so der Eintracht-Coach. Kein Zweifel: Der 6:0-Lauf seines Teams zum 7:11 (20.) durch Tore von Dominik Waldhof (3), Bartosz Konitz, Daniel Mestrum und von Boenigk tat den Gastgebern weh. Und als Sören Kress und erneut der dynamische von Boenigk zum 8:13 (23.) nachlegten, wurde es in der Halle merklich ruhiger.

Pfannenschmidt lobt Disziplin

Natürlich war es aus Sicht der Gastgeber viel zu früh, sich in ihr Schicksal zu ergeben. Nachdem Dragan Tubic in der 33. Minute die Dreitore-Pausenführung wieder etwas ausgebaut hatte (13:17), kämpften sich die Schützlinge von Trainer Uwe Jungandreas wieder auf Tuchfühlung heran. Tomas Pavlicek nährte mit seinem Treffer zum 17:18 (38.) die Hoffnungen.

Für Niels Pfannenschmidt Grund genug, sein Team in einer Auszeit wieder neu zu ordnen. Diesmal mit nachhaltigem Erfolg. Tubic und Mestrum schüttelten den aufbegehrenden Gegner mit ihren Toren zum 17:20 wieder ab, und als Konitz fünfeinhalb Minuten vor Schluss sogar auf 22:27 erhöhte, war die Partie endgültig durch.

„Wir haben sehr diszipliniert gespielt, die taktischen Vorgaben gut umgesetzt und mit einer guten Rückraumreihe von Boenigk/Kress/Konitz starke Angriffe gefahren“, war der Eintracht-Coach nicht nur mit der Offensivleistung zufrieden: „Auch die Abwehr stand sehr gut mit Dominik Waldhof und Tilman Pröhl im Innenblock.“ Dahinter stach Torwart Tobias Mahncke, der 60 Minuten durchspielte und inklusive eines Siebenmeters 14 Bälle hielt, das HVDR-Gespann Döhler/Ambrosius aus.

„Das einzige, was heute nicht so gut geklappt hat, war das Kreisläufer-Spiel“, bilanzierte Niels Pfannenschmidt, „wenn ich ein Haar in der Suppe suchen würde. Aber das wäre fast schon Jammern auf hohem Niveau. Denn es war insgesamt ein gutes Auswärtsspiel.“

Freitag kommt ASV Hamm

Grund genug, dem bevorstehenden letzten Doppelspieltag dieser Saison, der dem VfL Eintracht am Freitag ab 19.30 Uhr das Heim-Westderby gegen den ASV Hamm und am Sonntag ein Gastspiel bei Eintracht Hildesheim beschert, optimistisch entgegenzublicken. Noch ein Sieg, dann ist der Klassenerhalt tatsächlich ganz nahe.

VfL Eintracht: Mahncke (14/1 Paraden), Jerkovic (n.e.); Lindner (n.e.), Kress (5), Tubic (4), Pröhl (1), Schneider, Fauteck, Konitz (3), Saborowski (n.e.), Bergner, Waldhof (3), Bornemann, Mestrum (3), von Boenigk (8).

Tore HV Dessau-Roßlau: Sohmann (5), Vanco (4), Wasielewski (4), Hanisch (3), Zimmermann (3), Honicke (3/2), Pavlicek (2), Pfeiffer (1), Sliwka (1).

Zuschauer: 1052.

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