Rudern

Johannes Weißenfeld aus Herdecke wieder im Deutschlandachter

Ohne Fleiß kein Preis: Johannes Weißenfeld hat im Winter massiv im Kraftraum geschuftet, der Lohn ist seine erneute Nominierung für den Achter. 

Ohne Fleiß kein Preis: Johannes Weißenfeld hat im Winter massiv im Kraftraum geschuftet, der Lohn ist seine erneute Nominierung für den Achter. 

Foto: Lars Baron

Dortmund/Herdecke.   Nach 2017 und 2018 hat Johannes Weißenfeld seinen Platz im Deutschlandachter erneut sicher. Zumindest für die laufende Saison..

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Hart erarbeitet: Zum dritten Mal nach 2017 und 2018 hat sich Ruderer Johannes Weißenfeld einen Stammplatz im Deutschlandachter gesichert. Auf die Nachfrage, ob sich die Besatzung des Paradebootes des Deutschen Ruderverbandes wie in den Vorjahren nach der EM (30. Mai bis 2. Juni in Luzern/Schweiz) noch einmal ändern könnte, antwortete Bundestrainer Uwe Bender bei der Vorstellung des Teams Deutschlandachter am Olympiastützpunkt in Dortmund: „Wir haben erstmal eine Mannschaft, die sich leistungsmäßig abgesetzt hat.“ Mit der soll bei der WM im österreichischen Linz-Ottensheim (25. August bis 1. September) nach 2017 und 2018 der Titel-Hattrick gelingen.

Der Wettbewerb um die heiß-begehrten Plätze ist beendet, und Bugmann Weißenfeld sitzt ganz vorne im Boot. „Das ist schon sehr, sehr anstrengend und hart, auch für den Kopf, weil man natürlich sieht: die anderen schlafen nicht“, erklärt Weißenfeld und beschreibt, mit welchem Ehrgeiz die Plätze im stärksten Achter der Welt ausgefochten werden: „Wenn man beispielsweise mal krank oder erkältet ist, dann sieht man, wie alle anderen trainieren und man selber gerade nicht trainieren kann. Das wurmt einen dann natürlich schon extrem, weil man sieht: die anderen werden jetzt besser, und man muss ja seinen Platz verteidigen. Ohne Leistung kommt halt niemand rein. Auch nicht, weil er letztes Jahr vielleicht Weltmeister geworden ist. Man muss sich immer wieder aufs Neue beweisen.“

Der Achter habe in diesem Jahr „mehr PS“, erklärt Bundestrainer Bender: „Wir arbeiten noch am Feintuning, um die PS besser auf die Straße zu bringen.“ Die nötige Power ist vorhanden, nun geht es für das Kollektiv um die letzte Abstimmung, auch für den Herdecker Weißenfeld.

Der beschreibt das Miteinander der Ruderer insgesamt als „sehr harmonisch“: „Man hat ja letztendlich auch das gleiche Ziel. Erstmal will natürlich jeder in die Nationalmannschaft. Wenn dann die Boote besetzt sind, muss man von diesem Konkurrenzkampf, weil man ja erstmal gegeneinander rudert, wegkommen und sich als Mannschaft neu formieren in den größeren Booten. In der Regel fechten wir unsere Konkurrenzkämpfe auf dem Wasser aus, und an Land respektieren wir uns untereinander.“

Auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit befindet sich der Achter noch nicht. „Unsere Vorbereitung ist so aufgebaut, dass wir nicht bei der EM maximal vorbereitet sind, sondern das ist nur ein Schritt auf dem Weg zum Ziel. Wir bauen das Training so auf, dass wir bei der WM am fittesten sind.“

In Österreich werden auch Tickets für Tokio gelöst: die besten Fünf qualifizieren sich für die Olympischen Spiele 2020. In Rio de Janeiro war Johannes Weißenfeld 2016 noch als Ersatzmann dabei. Um 2020 wieder im Deutschlandachter zu sitzen, wird sich der Herdecker seinen Platz erneut hart erarbeiten müssen.

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