Rudern

Johannes Weißenfeld ist wieder im Team Deutschland-Achter

Vorstellung Deutschland-Achter

Johannes Weißenfeld ist Ruderer und hat einen Platz im Deutschland-Achter.

Johannes Weißenfeld ist Ruderer und hat einen Platz im Deutschland-Achter.

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Herdecke/Dortmund.   Ruderer Johannes Weißenfeld aus Herdecke ist trotz verkürzter Trainingszeit wieder im Team Deutschland-Achter. Erster Start bei der Hügelregatta.

Er hat es wieder geschafft – Johannes Weißenfeld aus Herdecke startet auch in dieser Saison mit dem Deutschland-Achter. In dem Raum, in dem er sonst am Ergometer schwitzt, sitzt der Student nun und sieht sein Bild auf der Leinwand, als das Team Deutschland-Achter offiziell im Ruderleistungszentrum Dortmund vorgestellt wird. „Ich freue mich extrem über die Nominierung, das ist echt ein tolles Gefühl“, sagt Johannes Weißenfeld. Seine Team-Kollegen kennt er bereits gut, denn der Achter startet in der gleichen Formation wie im erfolgreichen Vorjahr in die Regatta-Saison 2018.

Routiniertes Team

„Wir haben lange diskutiert und darüber nachgedacht. Aber letztlich gab den Ausschlag, dass wir in dieser Konstellation direkt mit einem Achter auf einem hohen technischen Niveau in die Saison einsteigen können“, sagt Bundestrainer Uwe Bender. Johannes Weißenfeld ist von dieser Entscheidung begeistert: „Es ist super, dass wir wieder das gleiche Team sind wie im letzten Jahr. Das haben wir uns zwar gewünscht, aber das ist nicht selbstverständlich, die Plätze sind sehr begehrt.“ Gemeinsam hat das Team schon eine eingespielte Routine und kann so direkt auf einem hohen Niveau in die Saison starten. Diese Routine kann laut Weißenfeld aber auch ein Nachteil sein. Denn es könne die Gefahr bestehen, lethargisch zu werden.

„Aber unser Steuermann Martin Sauer wird das nicht zulassen. Er bringt uns zusammen und hilft uns, nicht mit der bisherigen Leistung zu frieden zu sein sondern immer weiter zu kämpfen“, sagt der Ruderer. Dass Weißenfeld der richtige Mann für den Achter ist, daran hat Coach Uwe Bender keinen Zweifel: „Johannes ist ein technisch sehr guter Ruderer und fährt mit seinem Partner Torben Johannesen im Zweier sehr schnelle Zeiten. Mit der Leistung bei den Kleinbootmeisterschaften in Essen ganz klarer Kandidat.“ Im Finale unterlagen die beiden zwar knapp den Titelverteidiger Malte Jakschik und Richard Schmidt, doch in den Vorrunden schafften Weißenfeld und sein Partner so schnelle Zeiten, wie noch nie zuvor.

Olympia im Blick

Neben den technischen Stärken schätzt Trainer Uwe Bender an dem Ruderer aus Herdecke, wie er sein Medizin-Studium und den Sport vereinbart: „Es zeichnet Johannes aus, dass er beides so gut meistert und da so konsequent herangeht.“ In diesem Jahr hat sich Johannes Weißenfeld dem Physikum gestellt und konnte darum nicht mit in das Trainingslager nach Portugal fahren. „Das habe ich gemeinsam mit Uwe Bender entschieden. Wir haben lange darüber gesprochen und er hat mich da komplett unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Weißenfeld. Zwar konnte er in den bisherigen Wettkämpfen der Saison seine persönliche Leistung nicht verbessern, lieferte aber trotz verkürzter Trainingszeiten ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr ab.

„Ich bin mit seiner Leistung auf alle Fälle zufrieden, das war die richtige Entscheidung. Nächstes Jahr wäre es viel schwieriger geworden, denn es geht Richtung Olympia“, sagt Uwe Bender, der mit seinem Team schon mitten in den Vorbereitungen für die Spiele in Tokio steckt. „Dieses Jahr ist extrem wichtig, jetzt werden die Grundsteine für Olympia gelegt.“ Neben der Vorbereitung auf die Spiele steht für das Team Deutschland-Achter als erster Start in dieser Saison die Hügelregatta in Essen an. Das persönliche Highlight der Saison ist für den Ruderer aus Herdecke der Weltcup in Luzern. „Das ist einfach der Hammer, es ist bildschön dort. Und es ist die Generalprobe für die Europa- und Weltmeisterschaft“, sag Weißenfeld, der optimistisch in die nächsten Wettkämpfe geht. „Unsere größte Stärke ist unsere Leidenschaft. Wir wollen gewinnen und halten immer zusammen.“

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