Football

Kein Sauerland mehr: Als Hagen Mustangs in Verbandsliga

Das letzte Gruppenbild in dieser Konstellation: Nach dem 13:6-Sieg im Kellerduell bei den Bochum Rebels feiern die Sauerland Mustangs den Klassenerhalt in der Verbandsliga. Viele Spieler verlassen den Verein, ein neues Team muss aufgebaut werden

Das letzte Gruppenbild in dieser Konstellation: Nach dem 13:6-Sieg im Kellerduell bei den Bochum Rebels feiern die Sauerland Mustangs den Klassenerhalt in der Verbandsliga. Viele Spieler verlassen den Verein, ein neues Team muss aufgebaut werden

Foto: Sauerland Mustangs

Bochum/Hagen.  Den Klassenerhalt haben die Sauerland Mustangs in der Football-Verbandsliga geschafft. Jetzt startet der Neuaufbau - unter neuem Namen.

Der Tag schien perfekt für einen typischen Showdown im Abstiegskampf. Bei ständigem Regen reisten die Sauerland Mustangs zum entscheidenden Spiel bei den Bochum Rebels, die hoch gewinnen mussten, um nicht abzusteigen. Doch die Mustangs zeigten starke Nerven, siegten mit 13:6 und dürfen auch in der nächsten Saison in der Football-Verbandsliga antreten.

Dabei erwischten die Mustangs schon den besseren Start und gingen nach einem Pass von Quarterback Marc Klöckner auf Daniel Jürgens mit einer 7:0-Führung in die Pause. Doch die erschwerten Bedingungen zeigten ihre Wirkung: „Der Boden war sehr weich und der Ball sehr glitschig. Dadurch konnten einige Bälle nicht gefangen werden“, bemerkte Daniel Meyer, der als 1. Vorsitzender der Mustangs von der Seitenlinie aus mitfieberte. Trotzdem bewährte sich nach der Halbzeit erneut die Kombination von Klöckner und Jürgens und führte zum 13:0 der Mustangs, da der Extrapunkt von den Bochumern geblockt wurde. Diese hingegen fanden kein Mittel gegen die Defensive der Mustangs.

„Wir waren besser eingestellt und auch die Jugendspieler haben in ihrem ersten Spiel einen guten Job gemacht. Die Bochumer konnten erst zu Ende des Spiels Akzente setzen“, sagt Meyer. Doch das kam zu spät. Zwar erzielten die Bochumer noch einen Touchdown, zu mehr reichte es aber nicht. „Es war ein hektisches Ende aber wir haben die Nerven behalten. Das war eine starke Teamleistung“, resümierte Meyer den 13:6-Erfolg. Nach dem Abpfiff herrschte verhaltene Freude über den Klassenerhalt bei den Gästen, schließlich wechseln viele Akteure nach Lüdenscheid. „Ich habe zwar schon euphorischeren Jubel gesehen aber es haben noch einmal alle für die Mustangs auf die Zähne gebissen und es gab kein böses Blut“, ist Meyer froh.

Mehr Identifikation mit Hagen

Für die Mustangs geht es damit auch im kommenden Jahr in der Verbandsliga NRW Ost weiter - dann jedoch unter einem neuen Namen. „Wir wollen uns der Stadt nähern und mehr Identifikationspotenzial schaffen. Daher wird der Teamname in Hagen Mustangs umbenannt werden“, gibt Meyer bekannt und fügt hinzu: „In der Vergangenheit hatten wir wegen des Namens sowohl mit den Iserlohnern als auch mit den Lüdenscheidern unsere Probleme. Mittlerweile hinterlässt das Sauerland daher einen faden Beigeschmack bei uns.“

Versammlung am 3. November

Außerdem wird am 3. November auf der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Meyer wird dort nicht mehr zur Wahl stehen. Er wird den Hagenern jedoch im Hintergrund weiter erhalten bleiben. „Die neuen Leute sind hochmotiviert. Daher bin ich guter Dinge“, ist Meyer optimistisch. Die Herausforderungen bleiben für die Mustangs weiterhin bestehen. Bis zum Dezember müssen die zahlreichen Abgänge kompensiert werden, um eine Lizenz für die kommende Spielzeit zu erhalten. „Wir verfolgen einen Plan und befinden uns in Gesprächen“, ist der scheidende Vorsitzende zuversichtlich. Mit dem Klassenerhalt ist die erste große Hürde jedenfalls überwunden.

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