Lokalsport

Keine Motivationsprobleme

Voller Einsatz im Saisonendspurt: HSG-Handballer Felix Bauer.

Voller Einsatz im Saisonendspurt: HSG-Handballer Felix Bauer.

Foto: heinz-werner schroth

Hohenlimburg.   So motivieren sich die Hohenlimburger Sportler im Saisonendspurt. Devin Kunze spricht von Siegermentalität, Alessandro Filippelli von Charakter.

Für einige heimische Amateurmannschaften steht während des Saisonendspurts viel auf dem Spiel. Beim Landesliga-Team des SV Hohenlimburg und den Bezirksliga-Kickern des SC Berchum/Garenfeld geht es um die Relegation für die nächsthöhere Spielklasse. Die jeweiligen Frauen-Teams kämpfen um den Klassenerhalt. Für andere Mannschaften, die sich im Mittelfeld etabliert haben, geht es wiederum um nichts mehr. Unsere Redaktion wollte wissen, wie sich heimische Sportler in solch einer Situation motivieren. Und ob sie sich überhaupt motivieren müssen.

Devin Kunze, Coach des Frauen-Bezirksliga-Teams der Zehner, sieht bei seinem Team überhaupt keine Probleme: „Es ist immer unser Ziel, jedes Spiel vernünftig zu bestreiten und am liebsten als Sieger vom Platz zu gehen. Das ist seit Jahren unsere Mentalität, auch in Testspielen. In denen geht es ja um noch weniger, aber da geben wir immer 120 Prozent. Einen Platz gutzumachen liegt noch in unserer Hand, von daher gibt es für uns immer noch ein Ziel.“ Die Zehnerinnen belegen bei fünf ausstehenden Partien Platz vier, sind neun Punkte hinter Tabellenführer LTV Lüdenscheid.

Ibo Gebes, Aktiver und sportlicher Leiter der Zehner-Reserve, ist in dieser Hinsicht zwiegespalten. „Eigentlich geht es seit Anfang der Saison um nichts. Absteigen können wir nicht und wir wussten, dass wir nicht die große Nummer in der Liga sind. Wir spielen unsere Spiele und wir haben Spaß. Selbst bei der Derby-Niederlage gegen den TSK hatten wir Spaß. Die Jungs sind unerfahren, aber denen gehört die Zukunft. Die sind mit dabei. Einzig beim Trainingsbetrieb hat die Beteiligung nachgelassen und der letzte Siegeswille fehlt auch. Aber ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf.“

Auch für die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg gibt es nicht mehr viel zu holen. Leistungsträger Felix Bauer gibt zu, dass das eine Rolle spielen kann, appelliert aber am Siegeswillen eines jeden Spielers: „Natürlich ist so etwas immer im Hinterkopf, dass es um nichts Großes mehr geht. Allerdings macht man es ja für sich selber und steht auch in der Schuld gegenüber den Mitspielern. Und wenn man auf der Platte steht, will man auch immer eine gute Leistung zeigen und das Spiel gewinnen.“

Dass es bei den Herren oder den Verbandsliga-Damen zu Motivationsproblemen kommen könnte, bestreitet Alessandro Filippelli, Sportlicher Leiter der HSG: „Definitiv nicht. Ich kenne in unserer Mannschaft keine Motivationsprobleme, die gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Wir haben charakterlich eine ganz saubere Mannschaft. Daher haben wir auch immer die Halle voll, weil die Jungs sich den Allerwertesten aufreißen. Das gilt auch für die Frauen, obwohl die eine schwierige Saison hinter sich und zwischendurch an sich gezweifelt haben. Aber in den letzten Spielen wollen die sich auch nochmal beweisen.“

Die erste Mannschaft des Badminton Club Hohenlimburg befand sich in den letzten beiden Saisons in einem ähnlichen Szenario, als der Aufstieg kein Thema, die Meisterschaft aber drin war. BCH-Eigengewächs Fabian Stoppel sah da aber keine Probleme: „Die Saison zieht sich immer hinten raus, aber das Ziel, Meister zu werden, war immer noch Ansporn genug.“

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