Ringen

Kulakac verlässt KSV Hohenlimburg

Ringen, Oberliga: KSV Hohenlimburg - TSG Herdecke

Ringen, Oberliga: KSV Hohenlimburg - TSG Herdecke

Foto: heinz-werner schroth

Hohenlimburg.   Die Ringer des KSV Hohenlimburg müssen sich wieder einen neuen Trainer für die Senioren suchen.

Nachdem vor der abgelaufenen Saison Thorsten Busch den KSV-Ringern den Rücken gekehrt hat, ist nun auch der bisherige Trainer Arlsan Kulakac nicht mehr im Amt.

„Arslan hat uns mitgeteilt, dass er nicht mehr im Stande ist, Trainer unserer Mannschaft zu sein“, erklärt Geschäftsführer Timo Golz. Als Begründung hatte Kulakac angegeben, in Zukunft beruflich wieder deutlich eingespannter zu sein. „Ich kann durch die Entwicklung in meinem Beruf den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Es bedarf einer immensen Arbeit Trainer einer Oberliga-Mannschaft zu sein. Dieser Aufgabe wäre ich nicht mehr gerecht geworden“, begründet Kulakac seine Entscheidung, die für die Verantwortlichen in Hohenlimburg auch etwas überraschend kam.

Abschied für Golz eine Überraschung

„Für mich persönlich kam diese Entscheidung urplötzlich. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, was es für uns jetzt natürlich nicht einfacher macht“, hätte Golz mit dem Kulakac-Abschied keineswegs gerechnet. Kulakac selbst ist jedoch der Meinung, dass die Verantwortlichen durchaus damit hätten rechnen können. „Ich habe Timo (Golz, Anm. d. Red.) einen Text geschickt, woraus man meiner Meinung nach hätte verstehen können, dass ich wahrscheinlich nicht mehr weitermachen werde. Da haben wir dann wohl aneinander vorbei geredet.“ Böses Blut möchte man jedoch keineswegs vergießen. „Arslan ist seit vielen Jahren beim KSV gewesen, und besonders in der Jugendarbeit hat er einiges geleistet. Durch ihn konnten wir unsere Jugendabteilung deutlich verbessern. Auch die Reaktion der jüngeren Kämpfer auf sein Ausscheiden bei uns zeigt, wie sehr ihm an der Jugendförderung gelegen hat. Alle jungen Ringer waren schockiert und wussten erstmal nicht, wie sie mit dieser Nachricht umgehen sollen“, lobt Golz die Arbeit von Kulakac. Und auch der scheidende Trainer beteuert: „Der KSV Hohenlimburg wird immer mein Verein sein. Ich werde dem Verein auch nicht komplett den Rücken kehren, sondern als Kampfrichter weiter für den KSV aktiv sein.“ Das heißt jedoch nicht, dass Kulakac in der nächsten Saison nicht auch als Trainer am Mattenrand stehen wird. „Ich werde in der nächsten Saison beim KSV Witten 07 als Trainer fungieren“, verrät Kulakac, der aber auch anmerkt: „Allerdings ist das auch nur möglich, weil Witten mehrere Trainer hat und es da nicht so ins Gewicht fällt, wenn ich wegen der Arbeit mal nicht zum Training kommen kann.“

Zumindest einen Kulakac-Nachfolger haben die Hohenlimburger bereits gefunden. Ingo Manz wird ab Mitte Februar die Jugendarbeit in Hohenlimburg weiter vorantreiben. „Ich persönlich habe Ingo angesprochen und ihn gebeten, mein Nachfolger in Hohenlimburg zu werden“, ist sich Kulakac sicher, in Manz den richtigen Mann für den KSV gefunden zu haben. „Wir hoffen natürlich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, von der wir uns auch einiges versprechen“, erklärt Golz.

Was die Zukunft des Oberliga-Teams angeht, ist noch alles offen. Weder hat man bisher einen Trainer gefunden, noch steht fest, in welcher Liga man in der nächsten Saison antreten wird.

Mannschaftssitzung in dieser Woche

„Wir haben noch in dieser Woche eine Mannschaftssitzung. Dort werden wir mit der Mannschaft über mögliche Trainerkandidaten sprechen. Wir werden darüber reden, wie wir uns sportlich in der nächsten Saison ausrichten wollen“, ist dem Geschäftsführer die Kommunikation mit dem Team sehr wichtig. „Was bringt es uns, wenn wir einen Trainer verpflichten, mit dem nur fünf von zehn Kämpfern klar kommen? Dann haben wir dadurch nichts gewonnen“, erläutert Golz und fügt an: „Ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen alles auf uns zukommt.“

Drei-Ligen-System


Am vergangenen Montag hat der Ringerverband NRW zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen, die laut Timo Golz, Geschäftsführer des heimischen Oberligisten KSV Hohenlimburg „noch lange im Gedächtnis bleiben wird“.

Um 19 Uhr begann diese Mitgliederversammlung, und erst gegen 23.30 Uhr fand sie ein Ende. Letztendlich trug diese Mitgliederversammlung auch Früchte.

Hauptaugenmerk sollte auf dem Mannschaftsringen liegen – und das lag es auch. Ziel sollte es sein, ein neues Ligensystem zu finden, dass allen Beteiligten hilft, den Ringersport wieder attraktiver zu machen. Der Ringerverband schlug zunächst ein Zwei-Ligen-System vor, doch die Mitglieder fanden den Vorschlag vom Germania Altenessen geeigneter. Somit war nach langer Diskussion ein Drei-Ligen-Model entwickelt und beschlossen. Das heißt, dass es in der nächsten Saison Oberligen, Landesligen und Bezirksligen geben wird, die in Ost- und West-Staffeln aufgeteilt sind.

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