Spatenstich

Kunstrasen in Dahl nach neun Jahren Warten

Spatenstich  in Dahl: Klubchef Peter Neuhaus, Jens Rellecke (WBH), Ellen Neuhaus, Jörg Finkeldey (WBH), Fußball-Kreisvorsitzender Peter Alexander, Ralf Kriegel (Servicezentrum), Sportausschuss-Chef Dietmar Thieser, Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer und Fußball-Abteilungsleiter Prof. Helmut Hoyer (v.li.)

Spatenstich in Dahl: Klubchef Peter Neuhaus, Jens Rellecke (WBH), Ellen Neuhaus, Jörg Finkeldey (WBH), Fußball-Kreisvorsitzender Peter Alexander, Ralf Kriegel (Servicezentrum), Sportausschuss-Chef Dietmar Thieser, Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer und Fußball-Abteilungsleiter Prof. Helmut Hoyer (v.li.)

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   In Dahl erfolgte der Spatenstich für den Kunstrasenplatz. Ende September soll hier gespielt werden können.

Andernorts gab es immer mehr neues Kunstgrün, tief im Hagener Süden war dagegen viel Geduld gefragt. Im Herbst 2018 soll nun endlich auch auf dem Dahler Sportplatz Kämpchen auf Kunstrasen gespielt werden können. „Nach neun Jahren, in denen der ein oder andere nicht mehr daran geglaubt hat“, freut sich Prof. Dr. Helmut Hoyer, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Dahl, während Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer beim Spatenstich in Dahl hervorhob: „Wenn ich mich so umschaue: Hier entsteht ein wunderbares neues Waldstadion.“

Die Arbeiten auf dem Sportplatz sind bereits in vollem Gange, ein großer Berg Aushub neben dem Fußballfeld und mehrere Bagger darauf zeugen davon. „Wir hoffen auf die ersten Spiele im September“, ist Klubchef Peter Neuhaus optimistisch, dass die Dahler Teams früh in der Saison 2018/19 auf dem neuen Kunstrasen spielen können. Wobei er betonte, dass der Platz nicht nur für die TSV-Fußballer gedacht sei, sondern das Tor auch für andere Sportler nicht verschlossen sein werde. So werden auf dem Kunstrasen vier Laufbahnen aufgemalt, so dass die Grundschulen in Dahl oder Delstern etwa ihre Bundesjugendspiele im Kämpchen ausrichten können.

Mehrkosten für Drainage

Dass der im November 2015 vom Rat beschlossene Ausbau erst knapp drei Jahre später verwirklicht sein wird, lag daran, dass bei den Planungen für den 2016 vorgesehenen Baustart festgestellt wurde, dass dem Platz eine Drainage fehlte. Was Mehrkosten von 140 000 Euro gegenüber den in der ursprünglichen Finanzierung aus Mitteln der Sportpauschale veranschlagten 800 000 Euro bedeutete. Dem Mehrbetrag - unter Verzicht auf Aufwärmfläche, Erneuerung der Flutlichtstrahler und Trainerbänke sowie Reduzierung der Ballfangzäune erreicht - stimmten Sportaussschuss und Rat im letzten Sommer zu, so dass endlich gebaut werden konnte. Wobei sich der TSV Dahl verpflichtet hat, einen Eigenanteil von 100 000 Euro der Kosten zu übernehmen. „Es hat noch kein Hagener Verein, der einen Kunstrasen gebraucht hat, eine solch hohe Summe aufgebracht“, betonte Fischer. Das wichtigste Argument für den Bau in Dahl, daran erinnerte der Bürgermeister, sei die Tatsache, dass der Hagener Süden noch keinen städtischen Kunstrasen-Platz habe.

Einen Großteil ihres Eigenanteils wollen die Dahler mit einer Spendenaktion, bei der virtuell Parzellen des Kunstrasens „gekauft“ werden können, erreichen. In vier Wochen hat der TSV damit bereits 21 600 Euro akquiriert, die Spender werden auf einer Tafel am Vereinsheim aufgeführt. „Mit dem Verein kriegen wir das gestemmt“, ist Hoyer sicher, „wir halten Wort.“ So können sich die Dahler demnächst über einen modernen Platz freuen, wie Fischer betont: „Hier hat sich seit 1970 der ein oder andere Schürfwunden zugezogen oder im Sommer über den Staub geflucht. Das ist nun vorbei.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben