Verletzung des Elfer-Kapitäns

Lädt Watzke den Schalker Bodenröder ein?

Tim Bodenröder schaut konsterniert. Der Stürmer der Elfer verletzt sich gegen Erlinghausen an der Schulter und wird nun fehlen.

Tim Bodenröder schaut konsterniert. Der Stürmer der Elfer verletzt sich gegen Erlinghausen an der Schulter und wird nun fehlen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  In Erlinghausen verletzt sich Tim Bodenröder schwer an der Schulter. Lädt RWE-und BVB-Boss Watzke ihn und früheren Schalker nun zum BVB ein?

Das war schon ein gehöriger Schock, den die Fußballer vom Landesliga-Zweiten SpVg. Hagen 1911 da verdauen mussten. Gemeint ist nicht das Spiel zum Rückrundenauftakt gegen den direkten Tabellennachbarn RW Erlinghausen, das die Elfer am Ende mit 3:1 für sich entscheiden konnte, sondern eine Szene aus der 35. Spielminute: Spielführer Tim Bodenröder musste unter Schmerzen den Rasen verlassen – und sogar noch am Spielfeldrand behandelt werden. Einen Tag später gibt es Entwarnung – beim Torjäger vom Dienst ist nichts gebrochen.

Das Handy von Hagens Nummer 15 stand auch einen Tag später nicht ruhig. Immer wieder erreichen Bodenröder Nachrichten von Mitspielern, Freunden oder alten Weggefährten, sie alle wünschen ihm eine schnelle Genesung. Dabei ist es, wie es sich bereits am Sonntagabend herausstellen sollte, gar nicht so schlimm wie erwartet. „Ich habe mir die Schulter ausgekugelt, zum Glück ist nichts gebrochen“, teilt Tim Bodenröder die Diagnose mit. Der 23-Jährige wirkt einen Tag nach seiner Verletzung im Verfolgerduell der Landesliga sehr erleichtert – was neben der positiven Diagnose auch den Sieg seiner Kameraden als Grund hat.

Keine böse Absicht

Denn für einen wie Tim Bodenröder gibt es nichts Schlimmeres, als ein Spiel seiner Mannschaft vom Spielfeldrand zu verfolgen. Am Sonntag jedoch ging es nicht anders, bei einem Laufduell mit seinem Gegenspieler verhakeln sich Bodenröder und sein Kontrahent mit den Armen. „Er hatte seinen Arm unter meinem durchgeführt, als wir dann gemeinsam auf den Boden gefallen sind“, beschreibt der Elfer-Kapitän die Szenerie nach etwas mehr als einer halben Stunde. „Das war keine Absicht, ein Allerweltsfoul“, sagt Bodenröders Trainer Stefan Mroß.

Kurz zuvor hatte Bodenröder noch die Gelegenheit, die 1:0-Führung seiner Mannschaft auszubauen, doch Erlinghausens Schlussmann Alexander Rüther konnte das so gerade eben noch verhindern. Und so blieb der ehemalige U-Nationalspieler bei seinen aktuellen zwölf Toren im bisherigen Saisonverlauf – was auch bis mindestens Februar so bleiben wird. „Selbst wenn er sich selbst fit meldet, wird er am Freitag nicht spielen“, sagt sein Trainer Stefan Mroß. Da in der Landesliga aber ohnehin nur noch am kommenden Wochenende gespielt wird, fehlt Bodenröder nur beim Spiel am Freitagabend gegen Werdohl.

Ergebnis noch ganz unklar

Bis dahin heißt es für ihn abwarten, erst ein weiterer Termin im Krankenhaus und eine MRT-Untersuchung werden Aufschluss über den Grad seiner Verletzung geben. „Wenn ich Pech habe, haben die Bänder auch noch was abbekommen“, sagt er.

Da wird es ihn wahrscheinlich umso mehr freuen, wenn demnächst ein Brief von Borussia Dortmund bei ihm eintrudeln wird. Denn die Verletzung sowie den Abtransport im Krankenwagen verfolgte am Sonntag ein gewisser Hans-Joachim Watzke.

Der Geschäftsführer vom Bundesligisten Borussia Dortmund ist Vorsitzender seines Heimatvereins RW Erlinghausen und als solcher auch Gast beim Topspiel gegen die Elfer gewesen. „In der Halbzeitpause kam ein Betreuer auf uns zu und hat uns nach der Adresse von Tim gefragt“, berichtet Hagens Trainer Stefan Mroß. „Er hat gesagt, dass sich der Vorsitzende noch persönlich bei Tim melden will“, so der Elfer-Coach weiter.

Einladung zum BVB-Spiel

Im Gespräch ist neben den Genesungswünschen wohl auch eine Einladung zu einem Spiel von Borussia Dortmund – was eine gewisse Brisanz mit sich bringt. Denn in der Jugend spielte Bodenröder beim großen Rivalen aus Gelsenkirchen, ehe es ihn weiter nach Fürth, Wuppertal und schließlich wieder nach Hagen zog. Wenn denn nun was kommt vom BVB, würde das der ehemalige Schalker also annehmen? „Warten wir das erst einmal ab. Ich sehe das aber auch so einfach als eine nette Geste an, die gar nicht nötig ist“, sagt Tim Bodenröder.

Wenn dann also etwas kommen sollte, wird sich der 23-Jährige auch wenn nötig in den Signal-Iduna-Park in Dortmund setzen – dann hoffentlich wieder schmerzfrei.

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