2. Bundesliga

Letzte Reise der Saison für Phoenix Hagen

Letzte Duelle unter dem Korb: Dominik Spohr (li.) und Alex Herrera (re.) treffen auf die Heidelberger Phillipp Heyden und  Dan Oppland.

Letzte Duelle unter dem Korb: Dominik Spohr (li.) und Alex Herrera (re.) treffen auf die Heidelberger Phillipp Heyden und Dan Oppland.

Foto: Jörg Laube

Hagen.   Die letzte Reise führt Phoenix nach Heidelberg, ein Sieg brächte eine positive Punktebilanz. Am Verpassen der Play-offs ändert das nichts mehr.

Besser als vor Jahresfrist - oder mit identischer Bilanz? Diese Frage beantwortet sich für Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen, wenn man am Samstag um 19.30 Uhr bei den MLP Academics Heidelberg antritt. Auch ein Sieg, der eine positive Punktausbeute bedeuten würde, könnte am negativen Saison-Gesamtergebnis aber nichts ändern. Denn tabellarisch ist das Team von Trainer Chris Harris (mindestens) den entscheidenden einen Platz schlechter als Ende März 2018 - als Neunter statt auf Playoff-Rang acht. „Kaum jemand hat doch für möglich gehalten, dass jetzt schon die Saison vorbei ist“, sagt Harris, „darüber sind wir selbst doch tief enttäuscht.“

Bevor sich der Fokus - etwa bei Gesprächen mit allen Spielern in der nächsten Woche - bereits auf die Spielzeit 2019/20 richtet, soll die Konzentration der letzten sportlichen Aufgabe in der kurzen Saison 2018/19 gelten. „Meine Jungs gehen so gut mit der Situation um, wie ich es von ihnen erwartet habe“, hat Harris nach dem Ende aller Playoff-Hoffnungen kein Nachlassen im Training festgestellt: „Aber die Aufgabe in Heidelberg ist ja in jedem Fall schwer.“ Auch wenn das Team von Trainer Frenkie Ignjatovic zuletzt - ausgerechnet gegen die bisherigen Phoenix-Playoffrivalen Trier und Karlsruhe - verloren hat. Von Platz zwei bis Rang sechs ist für die Heidelberger im Hauptrunden-Finale noch alles drin, vor allem das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde will man auf jeden Fall behalten.

„Die haben schon einen sehr tief besetzten Kader“, sagt Harris, daraus ragen die US-Guards Shy Ely - mit 17,3 Punkten im Schnitt drittbester ProA-Scorer - und Jaleen Smith sowie der bundesligaerfahrene Center Phillipp Heyden heraus. Mit dem erfahrenen Flügelcenter Dan Oppland und Eric Palm gehören zwei weitere Amerikaner ebenso wie Spielmacher Niklas Würzner zu den Leistungsträgern. Im Hinspiel siegte allerdings Phoenix, einen Tag nach der Trennung von Cheftrainer Kevin Magdowski, angeleitet von Interimscoach Tobit Schneider mit 78:72 - im vergangenen November der Auftakt einer Serie von acht Siegen in Folge.

Danach schien nur die Frage, zu welcher Playoff-Platzierung es für Phoenix reichen würde. Doch im neuen Jahr wurden die Hagener erneut zu Serientätern, diesmal mit sieben Heimpleiten nacheinander. „Da hat auch unsere großartige Auswärtsbilanz nichts geholfen“, bedauert Harris. Neun der letzten Auftritte in der Fremde gewann sein Team, zuletzt gab es dort fünf Siege in Folge. Hält der Trend auch am Samstag in der Halle des Olympiastützpunkts Heidelberg, würde man wenigstens Rang neun halten. Andernfalls könnte es noch Platz zehn werden, falls Bundesliga-Absteiger Tübingen gegen Hamburg gewinnt.

Gespräche in nächster Woche

Mit neun Spielern reist Phoenix nach Heidelberg. Beim am Knie verletzten Marco Hollersbacher ist weiter keine Entscheidung über die Therapie getroffen, die Doppellizenzler sind bei ihren Regionalliga-Teams aktiv. Bei drei aktuellen Phoenix-Akteuren läuft Ende März bereits der Vertrag aus, die anderen sind noch einen oder zwei Monate länger gebunden. „Keiner will von heute auf morgen weg“, weiß Geschäftsführer Patrick Seidel, zumal mit allen in der nächsten Woche Gespräche anstehen: „Dann wissen wir, in welche Richtung wir gehen.“ Einen größeren finanziellen Verlust durch das Verpassen der Play-offs, so Seidel, habe der Verein nicht erlitten. „Beim Erreichen der Play-offs hätten wir ja auch Prämien ausgeschüttet, durch zusätzliche Sponsoren- und Zuschauereinnahmen wäre es dennoch ein leichtes Plus gewesen“, sagt der Geschäftsführer: „Die Planungen sind aber ohne Einnahmen aus Play-offs gemacht worden.“

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