Verband für Sport

Mark Krippner: Gebühr macht den Vereinen das Leben schwer

Das Gesicht der Europameisterschaft U23/Junioren im Kanu-Slalom in Hohenlimburg war Stefan Hengst.

Foto: Lutz Risse

Das Gesicht der Europameisterschaft U23/Junioren im Kanu-Slalom in Hohenlimburg war Stefan Hengst.

Hohenlimburg.   Zum Jahreswechsel stellt sich Mark Krippner, Vorsitzender des Verbandes für Sport, zum Interview. Er kritisiert die Hallennutzungsgebühren.

Rückblick und Ausblick, Einschnitte und Maßnahmen, Ereignisse und Wünsche. Zum Jahresabschluss hat sich Mark Krippner, Vorsitzender des Verbandes für Sport in Hohenlimburg, den Fragen dieser Zeitung gestellt.

Wieder ist ein Jahr geschafft - wir wollen positiv beginnen. Was hat Sie im Hohenlimburger Sport 2017 besonders gefreut?

Mark Krippner: Herausragend war die Europameisterschaft im Kanu-Slalom. Das war ein Mammutprojekt, was der Kanu-Club hervorragend gestemmt und über die Bühne gebracht hat. Auch andere Vereine haben kräftig mitgeholfen und Gemeinschaftlichkeit gezeigt. Die Veranstaltung war ein Aushängeschild, was Hohenlimburg in ganz Europa bekannt gemacht hat.

Der Vorstand des Verbandes für Sport hat neue Gesichter. Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit?

Mit zwei Worten – sehr gut! Natürlich hat der Tod von Manfred Theimann eine große Lücke hinterlassen. Auch Peter Hüsecken war über 15 Jahre Geschäftsführer, steht uns aber beratend zur Seite, der Übergang war super. Wir arbeiten jetzt mit Stefanie Bannenberg und Kiriakos Sampsonidis im Vorstand höchst professionell zusammen, aber das war vorher auch so.

Was war bzw. ist Ihrer Meinung nach ein großer Einschnitt in die Vereinsarbeit 2017 gewesen bzw. was haben Sie bedauert?

Natürlich die Sportstätten-Nutzungsgebühr, die ab dem 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Der Sport musste meiner Meinung nach die größten finanziellen Einschnitte verkraften. Um einige Beispiele zu benennen, die Förderung städtischer Seite wurden gekürzt, die Schlüsselgewalt in den Sportstätten wurde eingeführt, um Personal zu sparen. Eigentlich wurde seitens der Stadt zugesichert, bei Einführung der Schlüsselgewalt auf Gebühren für die Sportstätten zu verzichten.

Sie sprechen es an. Mit was für Konsequenzen ist nach der Einführung der Energie- und Bewirtschaftungsumlage der Stadt Hagen zu rechnen?

Es ist traurig, wie die Verwaltungsspitze mit den Vereinen umgeht. Im Wahlkampf hört sich das immer ganz anders an. De facto macht die Energie- und Bewirtschaftungsumlage den Vereinen das Leben schwer. Ich befürchte, dass es Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge geben wird. Infolgedessen wird dem einen oder anderen der Sport in Vereinen zu teuer werden. So ist Mitgliederschwund programmiert.

Der VfS bietet sich bei Zwistigkeiten der Vereine als Berater an. Die hat es 2017 ohne Zweifel gegeben. Wie könnte so etwas aussehen?

Die Kanu-EM hat gezeigt, dass in Hohenlimburg der Geist der Gemeinschaft herrscht. Aber wo gearbeitet wird, gibt es eben auch mal Theater. Wir bieten uns in diesen Fällen als Moderator an und vermitteln. Allerdings nur, wenn das gewünscht wird, wir drängen uns nicht auf. Wir versuchen, die menschlichen Probleme zu überbrücken bzw. wieder hinzubekommen.

2017 sind erstmals die Fußball-Hallenstadtmeisterschaften ausgefallen. Sie wollen über einen neuen Modus bzw. ein neues Event am 2. Weihnachtstag beraten. Wie kann das aussehen?

Da will ich im Vorfeld unserer Klausurtagung nicht vorgreifen, wir wollen das ergebnisoffen besprechen. Es ist alles möglich, eine Sanierung der Veranstaltung oder wir lassen sie fallen. Ich muss aber sagen, dass ich auf die Ergebnisse beim Hallenturnier des TSV Fichte Hagen sehr stolz bin. Der SV 1910 hat das Turnier gewonnen, der TSK wurde Dritter. Der SC Berchum/Garenfeld hätte bestimmt auch vorne mitgemischt. Wir haben im Hohenlimburger Stadtgebiet drei Teams, die auf hohem Niveau spielen.

Wie fällt Ihre Bilanz der Sportlerparty im Capitol aus?

Es war ein Angebot an die Vereine, zusammen zu feiern und gleichzeitig die Kassen aufzubessern. Leider war die Party nur mäßig besucht, aber da müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Das hätte man besser kommunizieren müssen. Aber es ist sicherlich lohnenswert, mit besserer Werbung auch in diesem Jahr eine derartige Veranstaltung anzubieten.

Zu 2018 - auf was freuen Sie sich sportlich besonders? Gibt es Höhepunkte?

Sicherlich die Fußball-WM, auch wenn diese wenig mit Hohenlimburg zu tun hat. Ein Höhepunkt ist aber sicherlich das Stadtfest. Da muss man einmal sagen, dass uns mit Manfred Theimann im Hintergrund und Peter Hüsecken im Vordergrund zwei wichtige Stützen fehlen werden. Da wird es unsere Hauptaufgabe sein, alle Vereine noch einmal zusammenzurufen, damit wir mit entsprechender Unterstützung die Veranstaltung stemmen können.

Was wünschen Sie sich persönlich für das neue Jahr?

Ich wünsche mir Gesundheit und natürlich Frieden, dass die Menschen nicht übereinander, sondern miteinander sprechen.

Zwei neue Mitglieder im Verband für Sport

Der Verband für Sport in Hohenlimburg ist die Dachorganisation aller Hohenlimburger Sportvereine. Der Förderverein des Richard-Römer-Lennebades sowie die Christliche Freizeitarbeit Ökumene Weißenstein wurden zuletzt beim VfS aufgenommen.

Der Vorstand: Mark Krippner (Vorsitzender), Günter Bauch (2. Vorsitzender), Stefanie Bannenberg (Kassiererin), Kiriakos Sampsonidis (Geschäftsführer), Heinz Haase (Sportabzeichen), Klaus-Peter Hornung (Beisitzer), Christel Richly (Ehrenvorsitzende).

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