Schwimmen

Masters aus Hagen und Breckerfeld starten bei WM der Superlative

Acht heimische Teilnehmer vom SV Hagen 94 (helle Shirts) und TuS Breckerfeld (dunkle Shirts) gehen bei den 17. Weltmeisterschaften der Masters in Ungarn an den Start: Undine Botz, Susanne Fischer, Petra Henn, Frank Winkelmann, Lothar Henn, Lara Domaser, Stefanie Mikulla und Gabriele Brkowski (von links).

Foto: WP

Acht heimische Teilnehmer vom SV Hagen 94 (helle Shirts) und TuS Breckerfeld (dunkle Shirts) gehen bei den 17. Weltmeisterschaften der Masters in Ungarn an den Start: Undine Botz, Susanne Fischer, Petra Henn, Frank Winkelmann, Lothar Henn, Lara Domaser, Stefanie Mikulla und Gabriele Brkowski (von links). Foto: WP

Breckerfeld/Hagen.  Acht Teilnehmer vom SV Hagen 94 und TuS Breckerfeld gehen bei den 17. Weltmeisterschaften der Schwimm-Masters in Ungarn an den Start.

Nach den Weltmeisterschaften ist vor den Weltmeisterschaften: Nachdem Eliteschwimmer aus aller Welt nach der WM in Ungarn die Heimreise angetreten haben, bleibt den Organisatoren nur eine kurze Verschnaufpause, bevor es an gleicher Stelle im Plattensee und in Budapest bei der 17. Masters-WM im Freiwasser- und Beckenschwimmen ab dem 10. August um die Titel geht. Ursprünglich waren die Wettbewerbe an Guadalajara vergeben worden, die mexikanische Stadt hatte sie aus finanziellen Gründen zurückgegeben, Ungarn sprang ein. Die Ausrichtung in Europa führte bei acht Masters vom TuS Breckerfeld und SV Hagen 94 schnell zum Entschluss, „vor der Haustür“ dabei zu sein. Damit starten beide Vereine mit der bisher größten Mannschaft bei einer WM.

„Das wird ein phantastisches Erlebnis, aktiv dabei sein zu können“, ist Lothar Henn überzeugt, der wie die ebenfalls für den TuS startenden Petra Henn und Lara Domaser sowie Gabi Brkowski, Undine Botz, Susanne Fischer, Stefanie Mikulla, Frank Winkelmann (alle Hagen 94) an der WM teilnimmt: „Ein Mastersereignis, das es in dieser Dimension noch nicht gegeben hat.“ Denn die Austragungsstätten sorgten in der Szene für große Resonanz. Inzwischen liegen die Teilnehmerzahlen bei rund 10 000, insgesamt 21 500 Meldungen sind für die Schwimmwettbewerbe abgegeben worden. Wir stellen die heimischen Teilnehmer vor:

Undine Botz

Undine Botz Foto: WP (AK 50, SV Hagen 94). Für Undine Botz steht die Teilnahme an ihrer ersten Weltmeisterschaft im Vordergrund. „Ich freue mich auch auf den Kontakt zu den Mastersschwimmern aus aller Herren Länder, das internationale Flair wird bestimmt toll. Dabei sein ist alles, die Platzierungen sind nebensächlich“, ist ihre Erwartung. „Wenn es mir dann noch gelingt, auf meinen Strecken Jahresbestzeiten zu schwimmen, sind meine Erwartungen erfüll.“ Sie hat über 100 und 200 m Brust, 200 m Rücken und 400 m Lagen gemeldet.

Gabriele Brkowski

Gabi Brkowski Foto: WP (AK 55, SV Hagen 94). Mit bisher drei WM- und vier EM-Teilnahmen ist sie die erfahrenste Aktive im heimischen Team. Neben den 200 m Rücken und 200 m Lagen geht sie international erstmals über 200 m Schmetterling und 400 m Lagen in die Konkurrenz. „Ich hoffe, dort meine Jahresbestzeiten zu erreichen, das wäre super, zumal wir vor den Meisterschaften keine besonders guten Trainingsmöglichkeiten hatten“, sagt Brkowski, „über Platzierungen spekuliere ich nicht, dies vermeide ich auch für mich persönlich.“

Susanne Fischer

Susanne Fischer Foto: WP (AK 45, SV Hagen 94). Rückenspezialistin Susanne Fischer steigt nach 2000 in München zum zweiten Mal ins WM-Becken. Sie hat ihre drei Starts über 100 und 200 m Rücken sowie 200 m Lagen - über diese Strecke ist sie erst dreimal gestartet - so getaktet, dass zwischen den Rennen jeweils ein Tag Regeneration besteht. Meine Zeitziele liegen über die beiden Rückenstrecken bei 1:30 und möglichst unter 3:10“, so Fischer: „Eine Platzierung im Mittelfeld wäre schon eine tolle Sache“, blickt sie erwartungsvoll darauf, dass es endlich losgeht.

Stefanie Mikulla

Stefanie Mikulla Foto: WP (AK 45, SV Hagen 94). Nach längerer Pause ist WM-Debütantin Stefanie Mikulla vor drei Jahren in das Wettkampfbecken zurückgekehrt und beeindruckt dort mit exzellenten Sprintzeiten. Zuletzt imponierte die 45jährige als NRW-Meisterin über 50 m Freistil in 29,20 Sek. „Vielleicht gelingt mir mit dem WM-Adrenalinkick eine 28er Zeit, das wäre einfach super“, hofft sie Eine Platzierung im vorderen Drittel der 109-köpfigen Konkurrenz ist möglich, wenn alles stimmt. Zudem startet sie über 100 m Freistil und 200 m Lagen

Frank Winkelmann

Frank Winkelmann Foto: WP (AK 45, SV Hagen 94). Mit mehr als 100 Gegnern muss sich Frank Winkelmann beim Freiwasserrennen über 3 km auseinandersetzen. Er ist der einzige im heimischen Team, der sowohl im Freiwasser als auch im Becken an den Start geht. Dort warten auf den Freistilspezialisten noch 200, 400 und 800 m sowie 100 m Schmetterling. „Meine Motivation“, so Winkelmann, „liegt darin, überhaupt die WM-Normen erfüllt zu haben. Dabei sind ist alles. Mein Ziel ist, möglichst alle Strecken etwas schneller als meine bisherigen Jahresbestzeiten zu schwimmen“

Lara Domaser

Lara Domaser Foto: WP (AK 25, TuS Breckerfeld). Die 27-jährige Breckerfelderin Lara Domaser gibt als Team-Jüngste ihr WM-Debüt. Ihr Sprintvermögen wird sie über 50 m Freistil und 50 m Schmetterling ins Wasser bringen. Domaser, als Jugendliche Breckerfelds bisher einzige Kaderschwimmerin, hat sich zuletzt bei den NRW-Meisterschaften in 29,42 Sekunden (50 m Freistil) und 33,37 Sekunden (50 m Schmetterling) eindrucksvoll präsentiert. Ihr Credo lautet: „Dabei sein ist alles; meine Motivation: Erfahrung sammeln, einfach das Feeling mitnehmen.“

Petra Henn

Petra Henn Foto: WP (AK 65, TuS Breckerfeld). Die Breckerfelderin geht nach zwei EM-Teilnahmen bei einer WM erstmalig an den Start. „Für mich ist die aktive Teilnahme der absolute Höhepunkt meiner Zeit als Mastersschwimmerin“, bekennt Henn. Obwohl sie auch die Qualifikationsnormen für alle drei Rückenstrecken (50,100, 200 m) bei den Beckenschwimmern in Budapest erfüllt hat, konzentriert sie sich ganz auf die 3 km im Langstreckenschwimmen des Plattensees. „Die Zeit ist das Ziel“, so Henn, „wenn ich unter 75 Minuten bleibe, bin ich zufrieden.“

Lothas Henn

Lothar Henn Foto: WP (AK 65, TuS Breckerfeld). Nach dem WM-Debüt 1998 in Casablanca (Marokko) steht Lothar Henn in Ungarn vor seiner zweiten WM-Teilnahme, er ist für das Langstreckenschwimmen gemeldet. Henn: „Nach fast 20 Jahren wieder aktiv daran teilnehmen zu können, ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich erwarte, dass es unter guten äußeren Bedingungen im Balaton eine Zeit um 70 Minuten geben kann, dann hätte ich mein Ziel erreicht; die Platzierung ist nachrangig.“ Das hat er mit den übrigen Startern aus Hagen und Breckerfeld gemein.

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