Langlauf

Max Olex: „Das war ein ganz besonderes Erlebnis“

Wetteraner Max Olex bei der Deutschen Meisterschaft im Langlauf in Reit am Winkl.

Wetteraner Max Olex bei der Deutschen Meisterschaft im Langlauf in Reit am Winkl.

Foto: Mario Felgenhauer/xc-ski.de

Herdecke.   Skilangläufer Max Olex holt bei der Deutschen Meisterschaft seine ersten nationalen Medaillen. Jetzt beginnen die Planungen für die kommende Saison

Die Saison von Langläufer Max Olex neigt sich dem Ende zu. Obwohl die angestrebte WM-Teilnahme nicht geklappt hat, blickt der Wahl-Herdecker zufrieden auf eine Fülle von guten Ergebnissen zurück. Highlight der zweiten Saisonhälfte waren die beiden Medaillen bei der Deutschen Meisterschaft in Reit im Winkl (Bayern). Olex hatte bisher noch nie eine nationale Medaille gewonnen. „Dass das jetzt mit 30 geklappt hat, ist echt cool“, sagt der Sportler.

Im Teamsprint kürte er sich zum Vizemeister, in der Mixed Staffel legt er noch einen drauf und holte mit seinen Kollegen vom SC Partenkirchen, Hanna Kebinger und David Zobel, den Titel. „Meinen ersten Titel im Team zu holen, ist irgendwie sogar noch besser als allein“, freut sich der 30-Jährige. In der zweiten Rundes des Rennens war Olex so weit vorne, dass er den Zieleinlauf sogar mit der Skiclubfahne bestreiten konnte – „ein ganz besonderes Erlebnis.“ Die Erfolge bei der Deutschen Meisterschaft runden für den von ABUS unterstützten Athleten einen tollen Langlaufmonat ab. Nach der verpassten WM-Qualifikation folgte er zur Sprinttour nach China. Diese ist traditionell mit vielen Weltcupläufern besetzt. „Denn drei Rennen in vier Tagen haben wir Sprinter selten“, erklärt Olex. „Da kommt man in einen gewissen Flow und kann einiges ausprobieren.“ Resultat des Probierens: dreimal Finaleinzug und drei Top-20-Ergebnisse.

Schnellstes Rennen der Saison

Nach China folgte der Engadin Nachtsprint. Die Rennen in der Schweiz haben eine spezielle Bedeutung für den Wetteraner: „Dort habe ich als Jugendlicher mit dem Langlaufen begonnen.“ Der erste Finaleinzug war damit etwas ganz Besonderes, am Ende Rang fünf im top besetzten Feld ist ein respektables Resultat. Die Formdelle vom Februar, die die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Seefeld (Tirol) knapp verhindert hatte, war überwunden.

Eine Tatsache, die Olex dann auch noch einmal eindrucksvoll beim Continentalcup-Rennen in Oberwiesenthal bestätigen konnte. Das Rennen in Sachsen sei eines der schnellsten seiner Saison gewesen. Mit Platz fünf im Prolog und Rang sieben im Finale erreichte er zudem seine besten Ergebnisse im Continentalcup.

„Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen“, analysiert er im Nachgang. Denn das Viertelfinale hatte er dominiert, war von der Spitze gelaufen und hatte mit einem deutlichen Abstand zum Rest des Feldes gesiegt. „Das war vielleicht ein bisschen zuviel, denn im Halbfinale haben mir dann 0,1 Sekunden zum Finaleinzig gefehlt,“ sagt Olex. Dennoch bereut er das Viertelfinale nicht. Seine Intention – nicht wieder dort auszuscheiden – hatte ihn zu dem schnellen Lauf getrieben. „Und das Wissen, so eine starke Gruppe dominieren zu können, ist in jedem Fall etwas wert.“

Das sehen auch die Verantwortlichen vom Deutschen Skiverband so. Vergangene Woche wurde Olex daher zum Saison-Abschlusslehrgang der Nationalmannschaft eingeladen. „Das war eine tolle Erfahrung, und die vielen Gespräche, Diskussionen und Planungen für die kommende Saison haben mich sehr motiviert.“

Es scheint so, als sei Olex, der ab 23. April wieder seine Sommerzelte in Herdecke und bei seinem Arbeitgeber ABUS aufschlagen wird, oben angekommen. In der internationalen FIS-Weltrangliste rangiert er auf Platz 81. und ist damit der beste deutsche Sprinter. Eine Position, die ihm in der kommenden Saison wohl neue Türen öffnen wird, um an seiner außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

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