2. Bundesliga

Mit Auswärtsstärke wahrt Phoenix Hagen seine Playoff-Chancen

Vier Steals und 15 Punkte als Phoenix-Topscorer: Joel Aminu (hier gegen Jalen Canty) zeigte beim 76:61-Sieg in Kirchheim eine starke Leistung.

Vier Steals und 15 Punkte als Phoenix-Topscorer: Joel Aminu (hier gegen Jalen Canty) zeigte beim 76:61-Sieg in Kirchheim eine starke Leistung.

Foto: Jörg Laube

Kirchheim.  Die chronische Auswärtsstärke hält Phoenix Hagen im Playoff-Rennen. Beim 76:61-Sieg in Kirchheim überzeugte das Team vor allem kämpferisch.

Kirchheim. Ebnen die Kirchheim Knights erneut Phoenix Hagen den Weg in die Play-offs der 2. Basketball-Bundesliga ProA? Am 17. März 2018 schafften es die Hagener daheim mit einem deutlichen Sieg gegen die „Ritter“ in die Endrunde, am 16. März 2019 machten sie in Kirchheim einen wichtigen Schritt dorthin. Beim 76:61 (34:26)-Sieg zeigte das Team von Trainer Chris Harris erneut seine chronische Auswärtsstärke, überzeugte vor allem kämpferisch. „Die Jungs haben sich schon lange nicht mehr so reingehangen in ein Spiel“, lobte Harris, „wir haben hier nur mit Willen gewonnen.“

Gegen Kirchheims starke Guards Rohndell Goodwin und DaJuan Graf setzte Phoenix zunächst auf Größe. Erstmals beorderte Coach Harris die Center Alex Herrera und Javon Baumann gemeinsam in die Startfünf, mit Jonas Grof, Jannik Lodders und Dominik Spohr komplettierten die danach längsten Spieler des Kaders die Startfünf. Erst als die Aufstellung kleiner wurde, gingen die Gäste erstmals in Führung, als Joel Aminu zum 8:7 aus der Distanz traf (6. Minute). Es sollte der einzige Hagener Dreier bis zur Pause bleiben, doch auch die Gastgeber verzeichneten eine schwache Wurfquote aus der Distanz. Gegen die starke Phoenix-Defensive punktete lediglich Goodwin, die Hagener dagegen hatten mehr offensive Waffen, auch wenn Kapitän Dominik Spohr zunächst unglücklich agierte und bis zur Pause ohne Punkt blieb.

Dennoch konnten sich die Gäste nach der letzten Knights-Führung durch Andreas Kronhardt (11:12, 9.) um die erste Viertelpause herum langsam absetzen. 13 Zähler gelangen Phoenix in Serie, nach dem 24:12 durch einen Statement-Dunking von Alex Herrera (13.) bat Knights-Coach Mauro Parra zur Auszeit. Es war eine der wenigen starken Offensivaktionen des glücklos agierenden Phoenix-Centers, der schon früh sein drittes Foul sah, Vertreter Baumann agierte erneut deutlich stärker. Die Knights-Center Andreas Kronhardt und Keith Rendleman ließen beide allerdings kaum zur Entfaltung kommen. Und da die Gäste – allen voran Jannik Lodders – Kirchheims Topwerfer Goodwin hart um jeden Wurf kämpfen ließen, blieben sie dank der besseren Wurfquote (56:29%) bis zur Pausensirene vorn.

Das galt auch für das dritte Viertel, in dem Phoenix in dieser Saison schon manchen Vorsprung verspielt hat. Zwar trafen die Gastgeber nun besser aus der Distanz, Graf und Goodwin verkürzten auf 45:40 (27.). Doch die Hagener konterten ebenfalls von der Dreierlinie, die starken Joel Aminu und Lodders stellten beim 51:40 (28.) den zweistelligen Vorsprung wieder her. Noch einmal verkürzte Kirchheim auf 64:59 (37.), nachdem bei den Gästen nach Herrera auch Jonas Grof sein viertes Foul begangen hatte. Doch mit intensiver Defensive stoppte Phoenix die Aufholjagd der Gäste, an der Freiwurflinie setzte man sich wieder ab. Und als auch Grof 80 Sekunden vor dem Ende aus der Distanz zum 70:59 traf, war der bereits zehnte Auswärtssieg perfekt. Zum Sprung zurück auf die Playoff-Ränge reichte das noch nicht, da auch die Konkurrenten Ehingen (87:75 in Rostock) und Karlsruhe (100:94) in Tübingen in der Fremde gewannen. Dazu ist bei Phoenix nun endlich Heimstärke gefragt, wenn man am nächsten Sonntag die Rostock Seawolves empfängt.

Kirchheim Knights: Luke, Canty (8), Koch (12), Rendleman (5), Daubner (3), Nicklaus, Goodwin (19), Wohlrath (3), Rockmann, Graf (7), Kronhardt (4).

Phoenix Hagen: Davis (9), Dunbar (6), Günther (2), Aminu (15), Lodders (14), Spohr (9), Grof (8), Fouhy, Baumann 88), Herrera (5).

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