Basketball

Nach Bronze geht SV Haspe 70 auf nächste „Mission Gold“

Mit Rang drei kehrten die Ü35-Senioren des SV Haspe 70 um Coach Tobit Schneider (links) und Martin Wasielewski (vorn) von den deutschen Ü35-Meisterschaftenin München zurück.

Mit Rang drei kehrten die Ü35-Senioren des SV Haspe 70 um Coach Tobit Schneider (links) und Martin Wasielewski (vorn) von den deutschen Ü35-Meisterschaftenin München zurück.

Foto: SV Haspe 70

Hagen.   Mit Bronze kehrten die Ü35-Basketballer von der DM in München zurück, bei den Ü40-Titelkämpfen daheim darf es ein bisschen mehr sein.

Zur Bronzemedaille reichte es in München, daheim darf es gern noch ein bisschen mehr sein. Nach Rang drei bei den deutschen Ü35-Meisterschaften in der bayerischen Landeshauptstadt gehören die Basketball-Senioren des SV Haspe 70 am Wochenende bei den nationalen Titelkämpfen der älteren Ü40 in drei Hasper Sporthallen zum Favoritenkreis. Zumal die meisten Ü35-Akteure auch da mitmischen dürfen. „Wenn wir bei den fünf Jahre Jüngeren gut mithalten können, sollten wie in der Ü40 auch vorn dabei sein“, hofft der in beiden Teams aktive Martin Wasielewski, „wir sind ja schon im Turniermodus.“ Vor zwei Jahren richtete der SV70 bereits deutsche Meisterschaften aus, scheiterte mit der damaligen Ü35 erst im Endspiel gegen den SC Rist Wedel.

Das Endspiel wäre auch diesmal in München für die Hasper möglich gewesen. Doch die durch die früheren Bundesliga-Spieler Benjamin Rust und Kristofer Speier verstärkte Ü35-Auswahl verpasste das Finale nach einem souveränen 71:46-Sieg im ersten Gruppenspiel gegen die BG Viernheim durch einen schwachen Auftritt danach bei der 48:49-Niederlage gegen die BG Zehlendorf. „Ärgerlich dabei ist, dass wir drei Minuten vor dem Ende noch mit 47:41 geführt haben“, bedauerte Martin Wasielewski, „eigentlich gut herausgespielte Würfe sind nicht mehr gefallen. So ist der Traum vom Finale geplatzt.“

Ganz ohne Medaille wollten sich die Hasper aber nicht auf die 600 Kilometer lange Heimreise machen. Zwei Stunden nach dem letzten Gruppenspiel steigerte sich das von Tobit Schneider gecoachte Team noch einmal und siegte in der Partie um Bronze gegen die Baskets 98 Völklingen mit 59:52. Auch weil Nils Longerich den gegnerischen Spielmacher gut kontrollierte und Benjamin Rust das SV70-Team offensiv trug.

SV70: Langer, Michael Wasielewski, Herpel, Kerpal, Longerich, Martin Wasielewski, Tempelmann, Marscheider, Pohl, Veit, Rust, Speier, Schröder.

Boeler Ü50 verteidigt deutschen Titel

Den Titel verteidigt haben die Ü50-Basketballer der SG VFK Boele-Kabel/Telgte bei den deutschen Meisterschaften in Freiburg. Seine beste Halbzweit spielte das von Günni Ahlert gecoachte Team zum Turnierauftakt gegen BBC Bayreuth, nach einem 14:2-Traumstart siegte man mit 35:22. Das 26:26 gegen die SG Langen reichte zum Weiterkommen, nach dem 36:17 gegen den TSV Kronshagen war man Gruppenerster. Im Überkreuzspiel gegen die BG Köln lagen die Boeler mit 12:17 zurück, drehten mit einer 11:0-Serie das Spiel und siegten mit 25:19. Im spannenden Halbfinale gegen die SG Bremen/Georgsmarienhütte setzte sich die größere Routine der Boeler Oldies durch (26:22). Im Finale ging es wie im Vorjahr gegen den USC Freiburg, mit guter Teamdefensive triumphierte die SG mit 37:30.

Boele: Zaim Kripic (0/0/2/0/0/0) Volker Gerstner (0/2/0/0/0/0) Henning Schulte (4/0/0/6/2/6), Martin Grof (6/4/4/6/2/3), Jörg Schulte (3/0/2/0/0/2), Hubertus Schauer (3/2/5/3/0/4) Gerold Fessen (0/0/1/ 2/2/1), Frank Schachtsiek (4/4/2/5/5/15), Bernd Pankok (verletzt) Frank Krüsmann (14/13/15/5/12/5).

Schwere Vorrunde für Ü40-Team

Acht Hasper Ü35-Spieler sind alt genug, um bei den Ü40-Meisterschaften daheim direkt den nächsten Anlauf zum Titel zu nehmen. Mit Akteuren wie Bundesliga-Rekordspieler Bernd Kruel, Sebastian Mlynarski oder Martin Miethling wird der „Loco-Express“ zudem am Wochenende noch verstärkt. „Wir haben einen Kader von 17, 18 Mann, da können wir flott durchwechseln“, sagt Martin Wasielewski vor der nächsten „Mission Gold“ des so genannten „Loco-Express“, der sich in der Landesliga bereits überlegen die Meisterschaft gesichert hat: „Wir trainieren nicht, die Vorbereitung der Mannschaft findet mental statt.“

Allerdings warnt er auch. „Wir haben ein schweres Los erwischt. Es wird schon eine Herausforderung, Erster in der Gruppe zu werden.“ Mit DBV Charlottenburg (Samstag, 12 Uhr) und TSV Rosenheim um den Hagener Robin Gieseck (Sonntag, 10.15 Uhr) trifft der von Michael Wasielewski gecoachte SV70 in der Rundsporthalle Haspe auf zwei Mitfavoriten, zudem ist MJC Trier Gruppengegner (Samstag, 15.45 Uhr). „Wer deutscher Meister werden will, muss jeden schlagen“, sagt Martin Wasielewski. Der Gruppensieger erreicht das Endspiel am Sonntag (15.45 Uhr), in der Parallelgruppe gilt Titelverteidiger TG Würzburg gegen MTV/BG Wolfenbüttel, TSG Wieloch und DJK Südwest Köln als Favorit. Für die Hasper ist es die dritte DM, die sie austragen, 2009 und 2017 wurde man jeweils Vizemeister. Diesmal dürfte es gerne die Goldmedaille sein.

Auch Damen kämpfen um Titel

Nicht nur die Herren, auch die sieben besten deutschen Ü40-Damenteams - darunter die „Golden Girls“ aus Dortmund - ermitteln in Haspe am Wochenende ihren Meister. Gespielt wird in der Rundsporthalle Haspe und den Hallen Westerbauer und Geweke. Das Endspiel ist am Sonntag um 14.30 Uhr geplant.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben