TuS Ende

Nach Schlaganfall plant Herdecker Bernd Ramlow Halbmarathon

Ein Dank für den jahrelangen Einsatz von Bernd Ramlow (Zweiter von links) gibt es von Tobias Tietze (links), Dr. Jochen Schneider und Heinz W. Göersmeier.

Ein Dank für den jahrelangen Einsatz von Bernd Ramlow (Zweiter von links) gibt es von Tobias Tietze (links), Dr. Jochen Schneider und Heinz W. Göersmeier.

Foto: Hendrik Nachtigäller

Ende.  Nach 16 Jahren Einsatz für den TuS Ende gibt Bernd Ramlow den Vorsitz ab. Trotz eines Schlaganfalls hat der Herdecker weiter sportliche Ziele.

Für Bernd Ramlow hat ein Tag viel in seinem Leben verändert. „Er ist mit Leib und Seele Sportler“, sagt Dr. Jochen Schneider, sein Nachfolger als Vorsitzender beim TuS Ende, über ihn. Und so begann auch der 10. November vergangenen Jahres mit Sport. Bernd Ramlow machte an jenem morgen 100 Liegestütze, wenig später hatte er einen Schlaganfall.

„Ich wurde drei Mal wiederbelebt, das war echt knapp. Ich war in 46 Jahren maximal zehn Tage krank. Aber dann hatte ich eine Herzrhythmusstörungen, es hat sich ein Blutgerinnsel gebildet, das im Kopf gelandet ist“, erklärt Ramlow. Doch der Herdecker gibt nicht auf und kämpft weiter. „Ich kam mit einer Lähmung wieder nach Hause, nach einer Woche kam der Rollator dann weg. Das Sprechen kommt wieder. Ich habe aber noch eine leichte Lähmung im Bein und kann noch nicht richtig grinsen. Wenn ich grinse, geht die eine Seite mehr hoch“, sagt Bernd Ramlow. Seinem Arm geht es mittlerweile schon besser, auch eine Leiter kann der Herdecker wieder hochgehen.

Sportlicher Ehrgeiz ist legendär

Doch das reicht dem ambitionierten Sportler noch nicht. „Ich hatte mir vorgenommen, nächstes Jahr einen Halbmarathon zu laufen. Den laufe ich jetzt übernächstes Jahr. Ich bin guter Dinge.“ Dass der Herdecker sich trotz des Rückschlags wieder ambitionierte Ziele setzt, ist für Jochen Schneider nicht überraschend. „Dein sportlicher Ehrgeiz ist legendär und blitze auch ab und zu auf, wenn du beispielsweise bei diversen öffentlichen Anlässen unter anderem dem Bürgermeister angeboten hast, Liegestütz um die Wette zu machen“, sagt Jochen Schneider auf der offiziellen Verabschiedung von Bernd Ramlow als erstem Vorsitzendem.

Eigentlich mag der Herdecker Sportler solche Veranstaltungen nicht. „Ich wurde zu dieser Ehrung überredet“, sagt Ramlow. Doch seine Vereinskollegen lassen es sich nicht nehmen ihren langjährigen Vorsitzenden für seine Verdienste zu ehren. Vor 25 Jahren ist Bernd Ramlow im Zuge der Gründung der Taekwondo-Abteilung in den TuS Ende eingetreten und hat dort vor 19 Jahren die Leitung übernommen.

Dank für langjährigen Einsatz

Neben dem Taekwondo lagen seine Stärken vor allem im Kraftsport und Handball. „Der Verein wurde von dir 16 Jahre lang geführt und geprägt. Und das auch dank der tatkräftigen Unterstützung deiner Familie, insbesondere deiner Frau Maria“, sagt Jochen Schneider. „Ich habe das gerne gemacht, ehrlich. Der Verein ist in guten Händen. Ich glaube, dass es in den nächsten Jahren mit dem TuS Ende noch weiter nach oben geht“, betont Bernd Ramlow.

Dafür will sich auch sein Nachfolger Jochen Schneider einsetzten. „Bernd Ramlow hat den Verein in einem guten Zustand hinterlassen und das möchte ich gerne so weiterführen“, sagt Schneider. Dabei steht er gemeinsam mit seinen Vereinskollegen vor einigen Herausforderungen. „Wir brauchen in Zukunft auch neue neuen und interessante Sportarten, die wir anbieten können. Wir wollen Angebote sowohl für junge als auch für ältere Menschen entwickeln. Wir denken da in alle Richtungen“, betont Schneider. Dazu müssen dann auch Übungsleiter und passende Hallenzeiten organisiert werden. „Das ist eine echte Herausforderung. Es ist jetzt schon alles sehr verdichtet. Aber ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen. Wir haben viele Ideen“, sagt Schneider.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben