Handball

Nächster Verletzungsschock für Eintracht Hagen

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Sorge um Pierre Busch: Der Rechtsaußen der Eintracht verletzt sich beim Spiel in Hüttenberg.

Sorge um Pierre Busch: Der Rechtsaußen der Eintracht verletzt sich beim Spiel in Hüttenberg.

Foto: Michael Kleinrensing/Archiv

Hüttenberg.  Mit 32:34 unterlagen die Zweitliga-Handballer von Eintracht Hagen beim TV Hüttenberg. Doch noch schwerer wiegen die nächsten Ausfälle.

Wie viel Verletzungspech kann eine Mannschaft treffen? Diese Frage muss den Verantwortlichen von Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen durch den Kopf gegangen sein. Beim Tabellennachbarn TV Hüttenberg unterlag die Mannschaft von Trainer Stefan Neff mit 32:34 (13:15).

Beim Abschlusstraining vor der Partie in Hessen verletzte sich Rechtsaußen Damian Toromanovic am Außenband. Mit Pierre Busch stand eine starke Vertretung zur Verfügung – allerdings nur bis zur neunten Spielminute. Einen Tempogegenstoß verwandelte Busch erst noch sicher zur 4:3-Führung (9.), doch als der schnelle Rechtsaußen nach seinem Sprung landete, vertrat er sich das Knie. Angespannte Gesichter auf der Hagener Bank, wussten sie doch um den Kreuzbandriss, welchen sich Busch Anfang 2021 in ebendiesem Knie zuzog. Zurück in die Partie kehrte der 22-Jährige nicht mehr, er verfolgte von der Bank aus und mit einem Eisbeutel am Knie, wie sich sein Team auf den nächsten Ausfall einstellen musste.

Gutes Spiel von Kapitän Valentin Schmidt

Denn erneut trat die Neff-Mannschaft ohne gelernten Linksaußen an. Theo Bürgin fiel verletzungsbedingt aus und auch Josip Jukic stand nur angeschlagen zur Verfügung. Kapitän Valentin Schmidt übernahm die Position und das durchaus erfolgreich: Sechs Tore aus dem Feld steuerte der Rückraumspieler bei.

Die vakante Position des Rechtsaußen übernahm erst der 17-jährige Luca Richter aus der Eintracht-Jugend, bevor Jan-Lars Gaubatz von der Rückraum-Mitte nach außen wechselte. Und auch er machte mit acht Treffern ein gutes Spiel. „ Aber da war unser Matchplan schon durchkreuzt“, blickte Eintracht-Sportdirektor Michael Stock auf die vielen Veränderungen aufseiten der Eintracht.

Die Hüttenberger, die bis dato nur einen Heimsieg feiern konnten, setzten sich mit ihrer 3-2-1-Formation gut gegen die Gäste aus Hagen durch. Vor allem Ryuga Fujita war in der ersten Halbzeit kaum zu halten: Scheinbar beflügelt von seiner ersten Nominierung für die japanische Nationalmannschaft, stellte er die linke Abwehrseite vor große Probleme. Fünf Tore steuerte der Rechtsaußen schon in den ersten 30 Minuten bei.

Eintracht kämpft sich heran

Beim 5:8-Rückstand (18.) sah Trainer Neff sich zur ersten Auszeit gezwungen. Doch näher als auf zwei Tore sollten die Hagener bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr herankommen. Auch wenn mit Pouya Norouzi, Philipp Vorlicek und Valentin Spohn noch einmal drei Hochkaräter auf das Feld kamen.

Als die Eintracht sich auf 19:20 herankämpfte (42.), glaubten auch die mitgereisten Hagener Fans noch an die Wende und feuerten ihr Team energisch an. Neff wurde in seiner zweiten Auszeit deutlich: „Jetzt dranbleiben. Tempo, Tempo, Tempo und immer weiter!“

Aber es sollte nicht sein: Anstatt auszugleichen verloren sich die Hagener in technischen Fehlern und ließen die Hüttenberger unbeschwert auf 23:20 (46.) ziehen. Als sich dann auch noch Tobias Mahncke, der den unauffällig gebliebenen Maurice Paske im Tor ersetzte, am Finger verletzte, war der Glaube an Punkte in Hessen endgültig begraben.

„Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, betonte Neff, der aber auch ergänzte: „In den entscheidenden Phasen, wo wir dran waren die Partie zu drehen, waren es zwei technische Fehler, die man auf diesem Niveau nicht machen darf.“

Eintracht Hagen: Mahncke, Paske; Norouzi (5), Pröhl (1), Schmidt (9/3), Renninger, Voss-Fels (3), Vorlicek (1), Spohn (3), Gaubatz (8), Panisic, Stefan (1), Jukic, Richter, Busch (1).

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