2. Bundesliga

Nationalspieler Jonas Grof bleibt bei Phoenix Hagen

Jonas Grof will auch in der kommenden Saison Körbe für Phoenix Hagen bejubeln.

Jonas Grof will auch in der kommenden Saison Körbe für Phoenix Hagen bejubeln.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der deutsche Stammkader von Phoenix Hagen steht. Nationalspieler Jonas Grof hat für eine weitere Saison zugesagt.

Der deutsche Kader von Phoenix Hagen ist komplett – und bis auf eine Position identisch mit dem der vergangenen beiden Jahre. Auch von Jonas Grof hat der Basketball-ProA-Ligist jetzt eine mündliche Zusage, wie Geschäftsführer Patrick Seidel auf WP-Anfrage bestätigte, lediglich die Vertragsunterschrift des Hagener Nationalspielers stehe noch aus. „Bei uns ist mündlich aber gegenseitig verbindlich“, betonte Seidel, am Dienstag soll der Vertrag unterschrieben werden

Auf die Entscheidung Grof hatte Phoenix gewartet, nun entschloss sich der 23-Jährige nach letzten Gesprächen mit Phoenix-Coach Chris Harris zum Bleiben bei seinem Stammklub. Bei dem der gebürtige Hagener sich künftig in einer anderen Rolle wiederfinden wird als bisher, denn den Part des Start-Spielmachers übernimmt in der neuen Saison der von den EN Baskets Schwelm zu Phoenix zurückgekehrte Niklas Geske. Grof, der seit dem Neustart in der ProA den Spielaufbau übernommen hatte, muss auf andere Positionen ausweichen. Schon nach der Verpflichtung Geskes, mit dem er schon zu Phoenix-Bundesligazeiten und bei ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos zusammengespielt hatte, betonte Grof, dass er sich beide auch gemeinsam auf dem Parkett gut vorstellen könne. „Wir verstehen uns gut, können voneinander profitieren“, ist der Hagener überzeugt: „Ich fühle mich extrem wohl hier. Und für meine persönliche Entwicklung ist es sicher nicht schlecht, wenn ich noch ein Jahr unter Chris Harris hier spiele.“

Als Spielmacher hatte der 23-Jährige in zwei ProA-Spielzeiten in etwa 30 Minuten knapp 11 Punkte, 5 Assists und 5,7 Rebounds im Schnitt - übrigens bis auf die zuletzt schwächer werdende Dreierquote recht identische Werte – beigetragen. Jüngst wurde er von Bundestrainer Henrik Rödl wieder in den Kader des A2-Nationalteams berufen, die sich auf die Universiade in Neapel (4.-11. Juli) vorbereitet. Am 19. Juni beginnt im Bundesleistungszentrum Kienbaum die Vorbereitung.

Dynamischer Dreier

„Es wird eine kleine Umschulung für Jonas“, kündigte Coach Harris an, „er wird variabler, vielseitiger, flexibler agieren, ist mehr als Forward denn als Guard vorgesehen.“ Angesichts seiner für einen Aufbauspieler respektablen Größe von 2,01 Metern hatte Grof schon bei seinem Bundesliga-Debüt unter Trainer Ingo Freyer auf der Flügelposition gespielt, tat das auch beim späteren Erstliga-Aufsteiger Gotha. Als Mensch und Charakter bleibe Grof wichtiger Bestandteil der Mannschaft, betonte Harris: „Ich sehe Jonas als dynamischen Dreier, der auch mal den Ball bringen kann. Da sehe ich eher seine Zukunft.“ Zumal Grof Gegenspieler auf den Positionen zwei, drei und vier verteidigen könne, für den Aufbau sollen dagegen vornehmlich Geske und Jasper Günther sorgen.

Auf den deutschen Positionen bleibt 3x3-Nationalspieler Geske der einzige Neuzugang, nachdem Dominik Spohr und Joel Aminu noch einen Vertrag für die neue Saison hatten und Jannik Lodders, Javon Baumann und nun Grof verlängerten. Mit Youngster Marco Hollersbacher kann Phoenix aufgrund dessen Knieverletzung vorerst nicht planen. Man strebe eine Vertragsverlängerung an, um dem U18-Nationalspieler die Zeit zur Rückkehr zu geben, hatte Seidel erklärt. Aus dem deutschen Stammkader verlässt lediglich der in der Vorsaison nachverpflichtete Jeremy Dunbar die Hagener, ebenso wie Doppellizenzler Max Fouhy. Neu besetzt werden dagegen bei Phoenix in den nächsten Wochen die Importpositionen, denn eine Rückkehr von US-Center Alex Herrera oder Landsmann Kris Davis ist ausgesprochen unwahrscheinlich.

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