Fußball

Neues Motto: „Hasper SV für Haspe!“

14. April 2019, Hagen. Fußball Kreisliga A SC Concordia Hagen gegen Hasper SV. Tim Wilkes und Ozan Akdogan gegen Bryan Schmidt.

14. April 2019, Hagen. Fußball Kreisliga A SC Concordia Hagen gegen Hasper SV. Tim Wilkes und Ozan Akdogan gegen Bryan Schmidt.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen. Die abgelaufene Saison 2018/19 brachte in der Fußball-Kreisliga A1 die eine oder andere positive Überraschung hervor. Eine davon war zweifelsohne das Abschneiden des Hasper SV. Der Traditionsverein aus dem Hagener Westen schloss die Spielzeit nach Jahren der sportlichen Talfahrt mit 35 Punkten auf einem guten achten Platz ab und begeisterte die Zuschauer nach langer Durststrecke wieder mit ansehnlichem und über weite Strecken auch erfolgreichem Fußball. Die Entwicklungen beim HSV stimmen die Verantwortlichen positiv, zur neuen Saison ist der Blick daher nach oben gerichtet.

Grund zur Freude hatte man an der Bezirkssportanlage in den vergangenen Jahren eher selten: In der Spielzeit 2015/16 stiegen die Hasper mit nur fünf Punkten aus der Landesliga ab, ein Jahr später zog man die Mannschaft gar vom Spielbetrieb in der Bezirksliga zurück. In der Saison 2017/18 verhinderte erst ein knapper 6:5-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen Polonia Hagen im Relegationsspiel den dritten Abstieg in Folge und den damit verbundenen Fall in die Kreisliga B.

Die sportliche Konsolidierung erfolgte dann im vergangenen Sommer: Rafael Suchan, der aus privaten Gründen allerdings frühzeitig vom Traineramt zurücktrat, und Nachfolger Igor Bendovskyi formten die runderneuerte Elf wieder zu einem erfolgreichen Team. „Igor war als Ex-Profi für uns natürlich ein Glücksgriff“, berichtet Joachim Hagemann, der beim HSV für die Finanzen zuständig ist und wie seine Mitstreiter Stefan Wilkes (1. Vorsitzender), Jörg Kaschube (2. Vorsitzender) und Billy John Neumayer (Geschäftsführer) vor rund zwei Jahren die Verantwortung übernommen hat.

Die „düsteren Zeiten“ möchte Hagemann nicht mehr thematisieren. Vielmehr stellt er die jüngst erzielten Erfolge in den Vordergrund, die den vielen ehrenamtlichen Helfern zuzuschreiben sind: „Wir konnten unsere Mitgliederzahl verdoppeln, bringen drei Senioren- und acht Juniorenteams an den Start und sind nach vielen Jahren wieder schuldenfrei. Zuletzt konnten wir sogar regelmäßig mehr als 100 Zuschauer zu unseren Heimspielen begrüßen.“ Der komfortable Status Quo versetzt den Klub sogar in die Lage, diverse soziale Projekte im Umfeld finanziell zu unterstützen.

Nur Marcel Marino geht

Sportlich setzen sich die Hasper für die neue Saison deswegen ambitionierte Ziele: „Wir schauen nach oben, ein Platz unter den ersten Fünf wäre super“, räumt Hagemann seinem Klub im Titelkampf allerdings nur Außenseiterchancen ein: „Viele Teams haben aufgerüstet, Berchum-Garenfeld II, Fichte Hagen und SW Breckerfeld werden sicher zu den Topfavoriten gehören. Vielleicht wird ja auch Aufsteiger Polonia Hagen zum Favoritenschreck.“ Der Kader bleibt zusammen, einzig Torjäger Marcel Marino verabschiedet sich nach Breckerfeld. Mit Keeper Philipp Rüberg, Fabio Ogoro (beide Boele-Kabel) und Yves Tchouamo (Hagen 11 II) hat sich Haspe bereits verstärkt, weitere Neuzugänge werden folgen. „Wir haben eine homogene Mannschaft“, ist Hagemann stolz auf deren Zusammensetzung: „Unser Motto ‚Hasper SV für Haspe‘ ist klar erkennbar. Die Jungs identifizieren sich sehr mit dem Verein.“

Mitte Juli startet der HSV in die Saisonvorbereitung, dann auch mit neuem Trainer: Ronald Ogonda, zuletzt bei Elfer-Reserve und –jugend tätig, übernimmt gemeinsam mit Co-Trainer Daniel Abramowski die Verantwortung. „Die Chemie hat von Anfang an gestimmt, Ronny ist ein angenehmer Typ, der Fußball lebt“, lobt Hagemann. Testspiele gegen Silschede, Volmarstein, VFK und VTS Iserlohn sowie die Teilnahme am Eilper Fritz-Kahl-Turnier sind fixiert, nun sind die Verantwortlichen noch auf der Suche nach zwei höherklassigen Gegnern. „Die Jungs sollen in der Vorbereitung an ihre Grenzen gehen. Das kommt einem in der Saison dann zu Gute“, ist Hagemann überzeugt.

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