2. Bundesliga

Nicht nur Spohr droht bei Phoenix Hagen auszufallen

Gegen Sherman Gay

Gegen Sherman Gay

Foto: Joerg Laube

Hagen.   Nicht nur Kapitän Spohr droht bei Phoenix Hagen gegen Crailsheim auszufallen. Auch Hollersbacher, Reid und Baumann konnten nicht trainieren.

Zaubern konnten die Merlins am Ischeland bisher noch so überhaupt nicht. Im ersten Versuch am 27. Dezember 2014 schafften es die Crailsheimer Basketball-Profis angesichts des Schneechaos auf der Anreise gar nicht erst bis Hagen, am 1. Mai 2016 waren sie dann als bereits feststehender Absteiger im Grunde nur Staffage beim 94:83-Erfolg der Gastgeber, dem bis auf weiteres letzten Bundesliga-Sieg von Phoenix Hagen. Eine Klasse tiefer allerdings haben die Crailsheim Merlins nun die Favoritenrolle inne, wenn sie am Freitag um 20 Uhr in der Arena am Ischeland gastieren. Nicht nur, weil sie aktueller Tabellenzweiter und ernsthafter Aufstiegsanwärter sind. Zudem werden die Hagener von Verletzungssorgen geplagt, im Training in dieser Woche konnte Trainer Kevin Magdowski nur sechs Profis begrüßen. „Selbst mit einer angeschlagenen Mannschaft werden wir einen heißen Kampf liefern“, verspricht der neue Coach indes.

Dass Kapitän Dominik Spohr Phoenix beim Heimauftakt im Jahr 2018 fehlen wird, war länger klar. Und dass ungewiss ist, ob Youngster Marco Hollersbacher nach seinem in Karlsruhe erlittenen Strecksehnenabriss am linken Ringfinger mit geschientem Finger helfen kann. Bei der Übungsarbeit vermisste Kevin Magdowski allerdings noch zwei weitere Akteure. Center Javon Baumann pausierte nach einem Pferdekuss, auch US-Guard James Reid musste sich wegen Nasennebenhöhlen-Entzündung und eines im Training erlittenen Schlages in ärztliche Behandlung begeben. „Natürlich war das eine alles andere als optimale Trainingssituation“, räumte Magdowski ein, „wir mussten mit Jugendspielern auffüllen. Aber wir hoffen, dass wir bis Freitag alle Stammkräfte bis auf Dominik hinkriegen.“ Zudem stoßen im Gegensatz zum Karlsruhe-Spiel die Doppellizenzler Max Fouhy und Jonah Bredt zum Kader.

Magdowskis Gegenüber Tuomas Iisalo kann dagegen aus einem erlesen besetzten Kader mit fünf US-Amerikanern und starken Deutschen wie Ex-Nationalspieler Konrad Wysocki oder dem eingebürgerten Ex-Erstliga-Center Patrick Flomo auswählen. Beim Hinspiel kurz vor Weihnachten siegten die Crailsheimer bei Magdowskis Debüt gegen das damals komplette Phoenix-Team dennoch nur knapp mit 76:72, auch angesichts höchst strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen in der Schlussphase. „Es ist klar, dass Crailsheim unsere taktische Marschroute vom letzten Mal nun kennt“, weiß Magdowski, „wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen.“

Turners Kreise einengen

Elementar sei indes wie damals, das Zusammenspiel zwischen Merlins-Spielmacher Frank Turner und Center Sherman Gay so weit wie möglich zu unterbinden. „Gerade Turners Kreise müssen wir so einschränken, dass er nicht den freien Mann findet“, sagt Magdowski, der zudem auf den Ex-Hagener Chase Griffin verweist: „Er wird euphorisiert sein, in der alten Heimat zu spielen und war zuletzt immer eine wichtige Entlastung für die Crailsheimer.“ Zudem setzt der neue Phoenix-Coach auf die Unterstützung des Publikums, das sein Team auch zum Heimsieg gegen Hamburg getragen habe.

Zumal die Gäste, die nach dem knappen Sieg gegen Phoenix in Trier verloren und auch beim 95:84-Heimsieg gegen die Kirchheim Knights nicht überzeugten, durchaus Respekt vor ihrer Reise nach Hagen haben. „Für die kommenden Aufgaben in Hagen und Vechta werden wir uns steigern müssen“, bekannte Crailsheims Sportlicher Leiter Ingo Enskat nach dem Erfolg gegen die Knights. Die konnten auch nur mit sechs Profis und einem Nachwuchsspieler antreten.

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