Westfalenpokal

Nur für die Elfer geht der Pokaltraum weiter

Der BSV Menden besiegt den SV Hohenlimburg im Pokal, obwohl dieser schon wie der sichere Sieger aussah.

Der BSV Menden besiegt den SV Hohenlimburg im Pokal, obwohl dieser schon wie der sichere Sieger aussah.

Foto: Dietmar RekeR

Hagen.  Die SpVg. Hagen 11 räumt im Westfalenpokal auch den klassenhöheren SV Sodingen aus dem Weg. Für Hohenlimburg ist der Traum jedoch in Menden zu Ende.

Die SpVg. Hagen 11 hat ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. In der zweiten Runde des Westfalenpokals besiegte der Landesligist seine Gäste, den Westfalenligisten SV Sodingen. Schockstarre bei hingegen bei den Zehnern.

SpVg. Hagen 11 – SV Sodingen 3:1 (0:1). Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit offenem Visier und kamen so auch schnell zu Chancen. Zuerst die Elfer, als Gaetano Manno einen Freistoß knapp neben das Tor setzte (8.). Zehn Minuten später verzog Tim Bodenröder nach einem Alleingang. Glück hatten die Hausherren, als Sodingen in der 22. Minute nur den Pfosten traf. Pech allerdings auch, als in der 34. Minute Louis Vormann, Bodenröder und Niklas Wilke jeweils Hochkaräter ausließen.

Sodingen traf zwar (39.), aber der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Dagegen zählte das Tor der Gäste in der allerletzten Sekunde der ersten Halbzeit. SV-Stürmer Sebastian Freyni traf per direktem Freistoß aus 18 Metern an der Mauer vorbei in die Torwartecke. „Dem Gegentor ging eine taktische Undiszipliniertheit voraus“, schimpfte Elfer-Trainer Stefan Mroß.

Auch nach dem Wechsel hatten die Gäste mehr Spielanteile. Aber nur bis zur 56. Minute. Dann nahm ein Gästespieler bei einem Abwehrversuch im eigenen Strafraum die Hand zu Hilfe. Den fälligen Strafstoß verwandelte Manno sicher. Und jetzt waren die Gastgeber zurück im Spiel. Bodenröder scheiterte in der 67. Minute freistehend am starken Gästekeeper Thomas Sowinski. Vier Minuten später machte er es besser, als er, von Wilke freigespielt, den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:1 in den Winkel zirkelte. Und als der gerade eingewechselte Fabio Hengesbach den Ball im Anschluss an einen Eckstoß den Ball aus dem Gewühl heraus über die Torlinie drückte (85.), war die Partie gelaufen. „Wir haben gefightet, alles herausgeholt und deshalb hochverdient gewonnen“, war Coach Mroß „stolz auf meine Jungs“.

SpVg. Hagen 11: Mroß; Möller (83. Hengesbach, Schattling, Cenik, Vormann (46. Ropiak), Wilke, Manno, Fischer (90. Loto), Bodenröder, Demirtas, Sentürk (77. Demir).

BSV Menden – SV Hohenlimburg 10 3:2 (0:0). Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 führte beim Landesligisten BSV Menden bis zur 79. Spielminute mit 2:0, musste sich letztendlich aber mit 2:3 (0:0) geschlagen geben. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte Mendens Kai Rupprecht für den K.o.-Schlag. „Ich kann nicht einmal erklären, wie das zustande kam. Der BSV war spielerisch schon tot“, sagte ein fassungsloser Zehner-Coach Michael Erzen hinterher.

Während der ersten Hälfte tasteten sich beide Teams ab, niemand kam zu einer guten Torgelegenheit. Neun Minuten nach der Pause – die Hohenlimburger setzten den BSV zunehmend mehr unter Druck – wurde den Gästen nach einer Flanke von Saffet Davulcu ein Handelfmeter zugesprochen. Murat Kaya verwandelte sicher zur 1:0-Führung. 20 Minuten darauf konnte Menden nicht ausreichend klären, so dass Saffet Davulcu den Ball quer in den Strafraum geben konnte. Er rutschte zum zweiten Pfosten durch, wo Antonio Porrello freistehend einnetze.

Plötzlich gab es einen Bruch im Spiel der Zehner. Jan Kiessler erzielte für den BSV in Minute 79 den 1:2-Anschlusstreffer. 180 Sekunden später nutzten die Gastgeber einen Stellungsfehler der Zehner-Abwehr gekonnt aus, Marcel Hoffmann traf zum 2:2-Ausgleich. Der Rest ist bekannt. „75 Minuten waren wir ganz klar die bessere Mannschaft, aber im Fußball kann man manchmal in 15 Minuten ein Spiel auch verlieren. Wenn man keine Spielkontrolle mehr hat, sollte man keinen Fußball mehr spielen, sondern nur noch zerstören. Wir haben aber Klein-klein gespielt“, so das Fazit von Michael Erzen.

SV Hohenlimburg 10: Schilling, Ulusoy (46. Vincenzo Porrello), Eickelmann (62. Weiß), Höltke, Samet Davulcu, Saffet Davulcu, Antonio Porrello, Gottesbüren, Adbib, Ludwig, Kaya (74. Schakat).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben