2. Bundesliga

Offensivschwache Hagener sind in Karlsruhe ohne Chance

Ausgerutscht in Karlsruhe: Phoenix Hagen um James Reid (rechts, gegen Richie Williams) verlor mit 63:77.

Foto: Jörg Laube

Ausgerutscht in Karlsruhe: Phoenix Hagen um James Reid (rechts, gegen Richie Williams) verlor mit 63:77. Foto: Jörg Laube

Karlsruhe.   Ohne Kapitän Spohr und mit der schwächsten Offensivleistung der Saison ist Phoenix Hagen bei der 63:77-Niederlage in Karlsruhe ohne Chance.

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Ohne den Kapitän und mit der schwächsten Offensivleistung der Saison hat Phoenix Hagen zum Start der 2. Basketball-Bundesliga ins neue Jahr keine Chance. Mit 63:77 (25:34) verlor das Team von Trainer Kevin Magdowski, in dem der verletzte Dominik Spohr schmerzlich vermisst wurde, bei den PS Karlsruhe Lions. Und traf dabei nur jeden dritten Wurf. leistete sich aber viel zu viele Ballverluste.

Mit Jannik Lodders anstelle des verletzt zuschauenden Dominik Spohr in der Startformation ging Phoenix in der Europahalle aufs Parkett, der aus Essen gekommene Flügelspieler brachte die Gäste auch per Dreipunktspiel in Führung. In der Folge fiel allerdings auf beiden Seiten nicht mehr viel, vor allem aus der Distanz benötigten Karlsruhe wie Hagen dazu bis tief ins zweite Viertel. So versuchten sie, den Ball ans Brett zu bringen, was zunächst den Gästen etwas besser gelang. Beim 12:8 durch Joel Aminu nach einem Steal bat Lions-Coach Michael Mai zur ersten Auszeit (9. Minuten).

Nun benötigte Phoenix in einer zerfahrenen Partie viertelpausen-übergreifend allerdings sieben Minuten bis zum nächsten Feldkorb. Zudem musste Marco Hollersbacher nur kurz nach seiner Einwechslung mit einer Fingerverletzung wieder auf die Bank, spielte bis zum Ende nicht mehr. Nach dem 14:12 durch die ersten Punkte von James Reid von der Freiwurflinie (12.) setzten sich so die nun besser treffenden Gastgeber ab. Jeramie Woods traf den ersten Dreier zum 15:21 (14.), insgesamt zog Karlsruhe bis zum 15:25 (16.) davon. Erst dann traf Derreck Brooks, am Ende bester Werfer, den ersten Wurf im zweiten Viertel und verwandelte zum 23:30 auch den ersten Hagener Dreier. Davon abgesehen blieb die Wurfquote aber schwach, zur Pause lag Karlsruhe dank des Ex-Phoenix-Spielers Richie Williams beim 25:34 vorn.

Auch nach dem Wechsel fand Phoenix keinen Offensiv-Rhythmus, ganz anders die Gastgeber. Bei Williams’ Dreier zum 29:44 (24.) bat Magdowski zur Auszeit, die Karlsruher setzten sich jedoch noch weiter ab. Erst nach dem 34:52 (27.) durch Craig Bradshaw versuchte es der Hagener mit zwei Centern - Alex Herrera und Javon Baumann - gleichzeitig, bis zum Schlussviertel verkürzten die Gäste den Rückstand so etwas auf 42:52. Die Hoffnung auf eine Wende währte aber nicht lange, dazu leisteten sich die Hagener im Spielaufbau zu viele Aussetzer. Die Lions vergrößerten ihren Vorsprung schnell wieder auf 42:60 (34.) durch Woods zweiten Dreier. Dagegen nutzten die Gäste auch freieste Distanzwürfe nicht, von den ersten 25 Dreierversuchen trafen sie nur drei. Diese Quote konnten sie in der Schlussphase zwar noch etwas aufhübschen, weil Aminu, Lodders und Brooks die letzten vier Dreier trafen. Näher als auf 48:60 (35.) kam man aber nicht mehr heran, weil Williams, Jarelle Reischel oder Maurice Pluskota nun immer eine Antwort fanden. So konnten sich am Ende die Karlsruher im dritten Anlauf in der großen Europahalle erstmals zum Siegerbild aufstellen.

PS Karlsruhe: Williams (13), Bradshaw (5), Kreis (2), Woods (6), Parker (10), Pluskota (16), Nyama (4), Reischel (17), Tate (4).

Phoenix Hagen: Günther (1), Reid (4), Hollersbacher, Aminu (14), Lodders (9), Grof (5), Brooks (18), Baumann (6), Herrera (6).

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