2. Bundesliga

Phoenix Hagen: Baumann bleibt, Abschied von Herrera naht

Javon Baumann (rechts) geht bei Phoenix in eine dritte Saison, der Abschied von Centerkollege Alex Herrera (links) dagegen rückt näher.

Javon Baumann (rechts) geht bei Phoenix in eine dritte Saison, der Abschied von Centerkollege Alex Herrera (links) dagegen rückt näher.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Javon Baumann bleibt, nun hat Phoenix sechs deutsche Spieler unter Vertrag. Bei Alex Herrera naht der Abschied, ein anderer Typ wird gesucht.

Der deutsche Kader von Phoenix Hagen könnte schon komplett sein. Mit Javon Baumann steht der sechste Spieler für die ProA-Saison 2019/2020 fest, der 26-jährige Center verlängerte für eine weitere Saison - seine dritte - beim Basketball-Zweitligisten. Kapitän Dominik Spohr und Joel Aminu waren ohnehin noch an Phoenix gebunden, vor Baumann hatten der neue Spielmacher Niklas Geske (EN Baskets Schwelm), Jannik Lodders und Jasper Günther unterschrieben. „Jetzt hängt der deutsche Kader noch an der Entscheidung von Jonas Grof“, sagte Geschäftsführer Patrick Seidel. Verlässt der Nationalspieler Hagen, will man auf dieser Position einen Importspieler verpflichten.

Baumann war Backup-Center von Alex Herrera

Direkt nach seiner Collegezeit an der St. Joseph´s University in Pennsylvania - hier hatte er fast ausschließlich eine defensive Rolle - war Baumann im Sommer 2017 nach Hagen gekommen, agierte bei Phoenix als Backup-Center von Alex Herrera. Und konnte seine Einsatzzeiten nach einer von Knie-Beschwerden geprägten ersten Saison vor allem nach dem Trainerwechsel im letzten Herbst steigern. „Besonders in den letzten drei, vier Monaten seit der Zusammenarbeit mit Chris Harris als Coach sind bei Javon Fortschritte erkennbar, ist die Formkurve nach oben gegangen“, sagte Seidel, „in seinem zweiten Jahr hat er mehr Spielanteile, auch weil Alex nicht mehr so dominant gespielt hat.“ 4,9 Punkte und 4,2 Rebounds im Schnitt in gut 13 Minuten Einsatzzeit sind die Bilanz des 2,05-m-Mannes in der letzten Saison. „Neben seinen berüchtigten Dunks wird er auch athletisch und technisch immer besser“, sagte Trainer Harris: „Es ist toll, dass wir eine weitere Saison mit ihm planen können.“

Baumanns Bleiben bedeutet auch den Abschied von US-Center Herrera, dessen Weiterverpflichtung vor Jahresfrist nur durch Extra-Sponsoren möglich war. Diesmal sei der wirtschaftliche Spielraum für einen solchen Vertrag nicht gegeben, zum anderen sucht Phoenix nun auf der Importposition unter dem Korb einen anderen, auch als Power Forward einsetzbaren Spielertypen. „Der Plan ist, einen physisch starken Vierer/Fünfer zu holen, der sich mit Spohr und Baumann die Spielzeit auf den zwei Positionen unter dem Korb teilt“, erklärt Seidel. Zumal auch Lodders partiell auf die Position vier ausweichen kann. Mit Youngster Marco Hollersbacher kann Phoenix hier aufgrund dessen Knieverletzung aber vorerst nicht planen. Seidel: „Wir streben eine Vertragsverlängerung an mit dem Ziel, Marco die Zeit zu geben, wieder zurück zu kommen.“

Zwei Doppellizenzler kommen

Bei Jonas Grof geht der Geschäftsführer von einer Entscheidung in den nächsten zwei Wochen aus. „Wir wollen Klarheit haben, ob wir mit ihm planen können oder nicht“, sagt Seidel. Verlängert der Nationalspieler, will Phoenix drei Importspieler verpflichten, andernfalls auf dessen Position noch einen vierten. Bei den Doppellizenzlern ist der Abgang on Max Fouhy klar, dagegen bleiben Emil Loch, Tobias Wegmann und wohl auch Jonah Bredt. Mit zwei weiteren Talenten, die die Phoenix Juniors in der Nachwuchs-Bundesliga verstärken und gleichzeitig im ProA-Team mittrainieren sollen, ist man sich zudem einig. Insgesamt elf deutsche Spieler für den Kader 2019/20 stehen damit fest.

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