Basketball

Phoenix Hagen findet in Derreck Brooks Ersatz für Buay Tuach

Derreck Brooks (links) kommt vom College-Team der Central Arkansas Bears zu Phoenix und ersetzt dort Buay Tuach.

Derreck Brooks (links) kommt vom College-Team der Central Arkansas Bears zu Phoenix und ersetzt dort Buay Tuach.

Foto: imago sportfotodienst

Hagen.   Den Vertrag mit dem ursprünglich verpflichteten Buay Tuach hat Phoenix Hagen gekündigt. Und in Derreck Brooks kurzfristig Ersatz gefunden.

Der US-Import für die Flügelposition wird bei Phoenix Hagen bis Mitte der Woche erwartet, er heißt aber nicht Buay Tuach. Der Basketball-Zweitligist kündigte den Vertrag mit dem ursprünglich verpflichteten Akteur, da für dessen Passprobleme keine Lösung in Sicht war. Und fand schnell Ersatz, der nun zeitnah in Hagen erwartet wird: Der Amerikaner Derreck Brooks (24) kommt ebenfalls vom College, spielte in den letzten beiden Jahren bei den Central Arkansas Bears. Und hat dort einen prominenten Vorgänger: Scottie Pippen, Mitglied des legendären US-Dreamteams und 1992 und 1996 Olympiasieger, machte genau 30 Jahre zuvor an der Hochschule der Southland Conference (NCAA1) seinen College-Abschluss.

„Wir wollten und konnten nicht ewig auf Buay Tuach warten“, erklärt Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel die Entwicklung, die sich bereits am Freitag (wir berichteten) abgezeichnet hatte. Fast täglich habe man in den letzten Wochen mit dem Agenten des zuerst verpflichteten Importspielers Kontakt gehabt und mehrfach die Auskunft erhalten, innerhalb der nächsten 24 Stunden sei der noch fehlende Stempel in den Ausweispapieren Tuachs beizubringen. Seidel: „Wir haben dem Spieler viel Zeit gelassen, aber jetzt mussten wir handeln und nach Alternativen suchen.“ Nach Ablauf der gesetzten Frist Freitagnacht wurde Tuach, der ohnehin wie die übrigen Importkräfte einen Probevertrag über vier Wochen hatte, gekündigt. Auch weil in der Vorbereitung mit Marco Hollersbacher (Urlaub nach U18-Europameisterschaft) und Jonas Grof, der nun in den endgültigen Universiade-Kader der A2-Nationalmannschaft berufen wurde, noch fehlen.

Zwei Kandidaten als Ersatz hatten Chefcoach Matthias Grothe und der momentan die Vorbereitung leitende Co-Trainer Kai Schulze bei der Sondierung des Spielermarkts herausgefiltert. Mit 1,98-m-Athlet Derreck Brooks wurde man nun einig. Der auf den Positionen zwei und drei einsetzbare Akteur aus Portland/Oregon hat an der University of Central Arkansas in Conway, ein weniger bekanntes NCAA1-College, seinen Abschluss gemacht, zählte in der Southland Conference zu den besten Offensiv-Spielern. 13,8 Punkte bei einer Dreierquote von 37 Prozent, 7,2 Rebounds und drei Assists im Schnitt trug Brooks, im Jahr zuvor nach seinem Wechsel vom Phoenix-College nach Arkansas „Southland Conference Newcomer of the Year“, in 32 Spielminuten bei. „Derreck Brooks ist jemand, der viel zum Korb zieht, einen stabilen Dreier hat und uns beim Rebound helfen kann“, beschreibt Schulze den Neuzugang: „Er ist sehr athletisch, kann seinen eigenen Wurf kreiern und hat einen guten Mitteldistanz-Sprungwurf.“ Und ist vielseitig, wie Seidel betont: „Ein Spieler, der wie Tuach zwei Positionen bekleiden können muss, denn unser Kader ist ja nicht so üppig besetzt.“

Bei der Vorstellung des Teams am Sonntag Nachmittag auf dem Springefest fehlte Brooks als einziger Spieler noch. Er wird am Dienstag in Hagen erwartet. Wie groß bei den Hagener Basketball-Fans die Vorfreude auf die kommende Saison ist unterstreicht die Zahl der verkauften Dauerkarten: „Mittlerweile haben wir die 1200er-Grenze geknackt“, konnte Phoenix-Organisator Martin Erlmann berichten, „das ist eine sehr, sehr gute Zahl. Es sind ja noch sieben Wochen bis zum Saisonstart.“

In Abwesenheit von Chefcoach Matthias Grothe (Erlmann: „Er ist in einer gesundheitsfördernden Maßnahme“) beantwortete Kai Schulze die Frage nach dem Saisonziel in der ProA so: „Vier, fünf Mannschaften werden um den Aufstieg spielen, dazu werden wir nicht gehören. Dahinter wird es ein breites Mittelfeld geben mit Teams, die um die letzten Playoff-Plätze kämpfen. Dazu möchten wir gehören, aber dafür muss alles zusammenpassen.“

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