Basketball

Phoenix Hagen mit Volldampf Richtung neue Saison

Die Hagener Basketball-Fans können sich freuen: Die Lizenz ist da, dem Phoenix-Neustart steht nichts mehr im Wege.Foto:Michael Kleinrensing

Die Hagener Basketball-Fans können sich freuen: Die Lizenz ist da, dem Phoenix-Neustart steht nichts mehr im Wege.Foto:Michael Kleinrensing

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Dem Neustart von Phoenix Hagen in der 2. Bundesliga ProA steht nichts mehr im Wege. Der Verein hat die Lizenz erhalten, allerdings mit Auflagen.

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„Das war keine Selbstverständlichkeit. Ich verspüre eine unheimlich große Erleichterung.“ So reagierte Patrick Seidel, Geschäftsführer von Phoenix Hagen, auf die Lizenzerteilung für die 2. Bundesliga ProA. Der Gutachterausschuss und die Liga-Geschäftsführung teilten den Klub-Verantwortlichen am Donnerstag Nachmittag schriftlich mit, dass die Feuervögel das Teilnahmerecht für die Spielzeit 2017/18 erhalten.

„Den heutigen Tag können sich die Phoenix-Anhänger und Basketball-Fans in der Region ganz dick im Kalender eintragen“, so Seidel. „Die Erleichterung und die Freude über das heutige Ergebnis sind riesengroß und kaum in ein, zwei Sätze zu packen.“

Als sich die Phoenix-Offiziellen im Dezember 2016 dazu entschlossen, den Weg der Insolvenz in Eigenverantwortung zu gehen, weshalb sie aus dem Erstliga-Spielbetrieb ausscheiden mussten, sei das jetzt erzielte Ergebnis der „Best Case“ gewesen“, blickt Patrick Seidel zurück. „Mein Dank gilt allen Mitstreitern, den Fans, Sponsoren und Helfern, die dazu beigetragen haben, diesen außergewöhnlichen Traditionsverein in Hagen mit neuem Leben füllen zu können.“

Dass die Lizenzerteilung erwartungsgemäß unter Auflagen erfolgte, trübt die Freude des Geschäftsführers nicht. „Wir akzeptieren jede Auflage ohne Wenn und Aber. Denn wir wissen, wo wir gerade herkommen. Wir sehen in den Auflagen in Sachen Transparenz sogar eine Unterstützung, die uns beim Neustart behilflich sein kann, verlorengegangenes Vertrauen in unserem direkten Umfeld und der Basketballszene wiederherzustellen“, so Seidel.

Phoenix muss regelmäßig über seine wirtschaftliche Lage Bericht erstatten und bereits zum 30. Juni 80 Prozent seiner angegebenen Sponsoreneinnahmen unterschrieben nachweisen. Normalerweise wird dies erst am 30. September verlangt. „Wir haben Vertragsentwürfe in der Pipeline und noch sechs, sieben Wochen Zeit“, ist Seidel zuversichtlich, dass der frühzeitige Einnahme-Nachweis keinen Stolperstein auf dem Weg in die Zweitklassigkeit darstellen wird. Phoenix plant mit einem Etat von einer Million Euro und 1200 Zuschauern plus 100 zahlenden VIPs, was eher konservativ als mutig gerechnet sein dürfte.

In den nächsten zwei, bis drei Wochen sollen die deutschen Positionen im Team von Trainer Matthias Grothe besetzt werden, wobei mit ersten Personalien zeitnahe zu rechnen ist. Grothe, der als Mitglied des ProA-Vorstandes Geschäftsführer Seidel zur Ligatagung am Wochenende in Rostock begleiten wird, sprach gestern neben „den vielen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren, die bei der Stange geblieben sind“ besonders Patrick Seidel („er hat hervorragende Arbeit geleistet“) seinen Dank aus.

Gleiches tat nach der „Super-Nachricht“ Wolfgang Röspel, Vorstandsvorsitzender von Phoenix Hagen. „Patrick hat einen richtig guten Job gemacht“, lobte der neue Klubchef. „Natürlich haben wir alle auf diese Nachricht gehofft, aber man weiß ja nie, was sich der Verband so einfallen lässt. Jetzt geht es mit Volldampf Richtung neue Saison, in der die Ischelandhalle wieder beben muss.“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz sprach von einer „phantastischen Nachricht“ für alle Phoenix-Fans und für den traditionsreichen Basketball-Standort Hagen insgesamt! Nach der überaus schwierigen Phase zum Ende letzten Jahres mit Insolvenzverfahren, Lizenzentzug und der Einstellung des Spielbetriebs kann jetzt ein hoffnungsvoller Neustart in der 2. Basketball-Bundesliga ProA in Angriff genommen werden.“

Das Team um Geschäftsführer Patrick Seidel habe augenscheinlich den richtigen Weg aus der Krise gewählt und damit das Fundament für den Neuanfang gelegt. „Ich bin mir ganz sicher“, so Schulz, „dass die vielen eingeschworenen Phoenix-Fans schon heute dem Saisonauftakt in Liga zwei mit Spannung entgegenfiebern.“

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