2. Bundesliga

Phoenix Hagen rutscht noch auf Platz zehn ab

Mit einer Niederlage in Heidelberg verabschiedet sich Phoenix Hagen aus der Saison.

Mit einer Niederlage in Heidelberg verabschiedet sich Phoenix Hagen aus der Saison.

Foto: Jörg Laube

Heidelberg  Die Auswärtsserie von Phoenix Hagen riss. Nach dem 66:87 in Heidelberg rutschte man im Saisonfinale in der Tabelle noch auf Rang zehn ab.

Heidelberg. Im Saisonfinale riss die falsche Serie. Daheim konnte Phoenix Hagen den negativen Heimtrend nicht stoppen, nach fünf Auswärtssiegen in Folge patzte man im letzten Spiel auch in der Fremde. Nur in der ersten Halbzeit war der Basketball-Zweitligist bei den MLP Academics Heidelberg auf Augenhöhe, danach brach man ein und verlor mit 66:87 (40:41). Und rutschte noch auf Tabellenrang zehn ab, wurde von den Tigers Tübingen – 104:100-Sieger gegen die Hamburg Towers - überholt. „Am Ende war es zu deutlich, das haben die Jungs nicht verdient“, meinte Co-Trainer Alex Nolte, „sie haben sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben.“

Nur zu acht trat Phoenix zum letzten Saisonspiel an. Jeremy Dunbar – seit längerem in Erwartung von Nachwuchs - war zu Hause geblieben, weil bei seiner Frau die Wehen einsetzten, die Doppellizenzler waren für ihre Regionalliga-Klubs aktiv. Dafür hatten sich gleich mehrere Fan-Guppen auf den Weg nach Heidelberg gemacht, neben den Tornados auch die seit schon 25 Jahren bestehenden G-Blocker. Sie sahen eine gut startende Hagener Mannschaft, die nach zwei Dreiern von Dominik Spohr und Kris Davos vorn lagen, Alex Herrera erhöhte auf 15:10 (5. Minute). Der Phoenix-Center lieferte sich mit Phillipp Heyden ein intensives Duell unter dem Korb, von außen erlaubten die Gäste Heidelberg dagegen keine freien Würfe. Erst tief im zweiten Viertel versuchten die Gastgeber den ersten Dreier.

Doch auch bei Phoenix ging die Quote aus der Distanz zurück, trotz einiger Heidelberger Ballverluste konnte man sich nicht absetzen, beim 19:20 durch Dan Oppland lagen wieder die Academics vorn. Es blieb eng, kein Team fand seinen Wurfrhythmus, viel unterbanden die kleinlich pfeifenden Schiedsrichter. Beim 28:24 durch Javon Baumann führte Phoenix, der erste Heideberger Dreier – ausgerechnet durch Center Niklas Ney – führte zum 29:31 (16.). Spohr traf im Gegenzug von Freiwurf- und Dreierlinie (34:31), jetzt legten die Hagener stets vor. In die Pause konnten sie ihren 40:37-Vorsprung aber nicht retten, auch weil Baumann sich beim freien Dunking verstopfte.

Es wäre die letzte Führung für die Hagener in der Saison 2018/19 gewesen, denn im dritten Viertel gelang nicht mehr viel. Früh sahen Baumann, Spohr, Herrera, Jannik Lodders und Jonas Grof ihr jeweils drittes Foul, angesichts der knappen Rotation mussten sie nun vorsichtiger zu Werke gehen. Einmal noch verkürzte Joel Aminu per Dreier auf 47:49 (26.), dann setzten sich die Gastgeber ab. Sie trafen nun – Shy Ely und Jaleen Smith vorneweg – auch aus der Distanz, Phoenix dagegen gelangen im dritten Spielabschnitt nur zwei Feldkörbe. Bei Smiths 47:59 (29.) war der Rückstand erstmals zweistellig – und wurde nicht mehr geringer. Lediglich Herrera hielt noch dagegen, doch Heidelberg zog auf dem Weg zu Tabellenrang zwei – dank des Tübinger Sieges - über 51:67 (32.) und 59:79 (38.) davon. Bei den Gästen dagegen machte sich Resignation breit, nur die Fangruppen machten unaufhörlich Stimmung. Und sahen, wie Grof die Hagener Achterbahn-Saison mit einem Dunking beendete. „Schade, bei uns sind die Würfe nicht gefallen“, bedauerte Nolte, „da wir nur zu acht waren, hatten die Jungs aber auch nicht mehr so frische Beine.“

MLP Academics Heidelberg: Smith (20), Schmitt (1), Ely (14), Liyanage (6), Palm (7), Ney (7), Heyden (19), Aichele (2), Oppland (11).

Phoenix Hagen: Davis (8), Günther (1), Aminu (9), Lodders, Spohr (14), Baumann (2), Herrera (18).

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