2. Basketball-Bundesliga ProA

Phoenix Hagen schafft es einfach nicht

Phoenix-Center Alex Herrera im Kampf um die Lufthoheit im Duell mit Nürnbergs starkem Center Robert Oehle. Am Ende geht das Duell wie das gesamte Spiel an die Gäste.

Phoenix-Center Alex Herrera im Kampf um die Lufthoheit im Duell mit Nürnbergs starkem Center Robert Oehle. Am Ende geht das Duell wie das gesamte Spiel an die Gäste.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Zwei Mannschaften spielen Basketball am Ischeland - und am Ende gewinnt wieder der Gast. Diesmal verliert Phoenix Hagen gegen die Nürnberg Falkons.

Zwei Mannschaften aus der 2. Bundesliga ProA spielen Basketball am Ischeland - und am Ende gewinnt immer der Gast! So war es auch am Samstagabend, als die Nürnberg Falcons die Punkte entführten. Der 87:81 (44:43)-Sieg der Franken war für die Feuervögel die sechste Niederlage im sechsten Heimspiel des Jahres. Und wie schon des Öfteren galt es am Ende zu konstatieren: Es fehlte nicht viel - aber knapp vorbei ist auch daneben.

Im Gegensatz zum vorausgegangenen Spiel gegen die Gladiators aus Trier, in dem das Team von Trainer Chris Harris im Startviertel auf 31:13 enteilte, sahen die 2308 Zuschauer diesmal keinen Turbo-Start der Hausherren. Nach einem 5:2-Vorsprung durch einen Auftakt-Dreier von Kris Davis und einen Korberfolg von Jonas Grof war der Startelan erst einmal verpufft. In den nächsten Minuten zogen die ersatzgeschwächten Gäste, denen Marcel Pongo und Moritz Sanders fehlten, auf 13:7 davon, ehe Phoenix wieder stärker wurde und beim 16:15 die Führung zurückholte. Von nun bleibt es eng bis zur Pause.

Der erste Aufreger nach dem Seitenwechsel war ein disqualifizierendes Fouls gegen Nürnbergs Juwan Howard Parker. 46:47 stand es zu diesem Zeitpunkt, Grof, der gefoult worden war, stellte per Freiwurf den Ausgleich wieder her. In der Folge wechselten die Führungen (52:50, 54:57). Als Matthew Meredith die Gäste 51 Sekunden vor Ende des dritten Abschnitts mit 64:57 nach vorne warf, hatten sich die Falcons erstmals seit längerer Zeit wieder etwas Luft verschafft. Aber Joel Aminu und Jeremy Dunbar führten ihre Farben bis zur letzten Viertelpause wieder auf 63:64 heran. Alles wieder offen!

Gleiches Bild im letzten Durchgang: Nürnberg legte vor (66:73), Phoenix kam zurück. Als Aminu vier Minuten vor Schluss per Dreier die Führung zurückholte (75:73), schien das Momentum für Phoenix zu sprechen. Aber wieder waren es die Gäste, bei denen sich Center Robert Oehle unter den Körben immer wieder durchsetzen konnte, während Wainright und Jackson Kent auch schwierige Würfe trafen, die die nächsten Nadelstiche setzten und wieder auf 81:75 (38.) davonzogen.

Geschlagen war Phoenix aber noch nicht: Jeremy Dunbar brachte das Harris-Team mit einem weiteren Dreier 44 Sekunden vor Ultimo noch einmal auf 81:83 heran. Alles schien wieder möglich.

Aber cool blieben nur die Nürnberger, für die Oehle und der junge Nils Haßfurther in der Folge nervenstark vier von vier Freiwürfen verwandelten. Die letzten Phoenix-Versuche prallten dagegen vom Ring zurück. So stand am Ende die sechste Hagener Heimpleite in Folge, während die Falken mit dem siebten Sieg in Serie ihren Höhenflug fortsetzten.

„Von den letzten sechs Spielen hier hatten wir viermal die Chance zum Sieg - wir schaffen es einfach nicht“, konstatierte Chris Harris. „Jedes Mal aus unterschiedlichen Gründen.“ Das Ergebnis bleibt das gleiche: Die Punkte nimmt immer der Gegner mit.

Phoenix Hagen: Davis (20, 2/5 Dreier), Dunbar (10, 1/4 Dreier), Günther, Aminu (13, 1/1) Dreier, Lodders (5, 1/3 Dreier), Spohr (9, 1/3 Dreier) , Grof (7, 0/2 Dreier), Baumann (8, 8 Rebounds), Herrera (9). - Nürnberg Falcons: Haßfurter (10, 2/3 Dreier), Omuvwie, Meredith (5), Maier (9), Schröder, Parker, Wainright (21, 8 Rebounds), Oehle (19, 11 Rebouds), Kent (23, 2/7 Dreier.

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